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Basketball : Vier Tage mit Gast-Coach aus Übersee

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Nachwuchs ist begeistert vom Stadtwerke-Camp der Eagles

von
erstellt am 13.Apr.2017 | 05:00 Uhr

„Ten, nine, eight, seven...“ Als Derek Wright auf Null zählt, beeilen sich die Kinder und Jugendlichen, die Basketbälle wegzulegen. Denn sie wissen: Wenn es nicht so läuft, wie es der 56-Jährige will, dann müssen sie laufen. Spaß und Disziplin gehören zusammen für den Amerikaner, der als Gast-Coach beim Stadtwerke-Camp der Itzehoe Eagles dabei ist: vier Tage voller Basketball in den Osterferien für 73 Kinder und Jugendliche von 8 bis 17 Jahren.

Extra für das Camp im Rahmen des Eagles-Nachwuchsprogramms Assist ist Derek Wright angereist und ließ sich auch nicht abschrecken, als sich sein Flug aus Dallas wegen üblen Wetters am Drehkreuz Atlanta um zwei Tage verzögerte: „Ich hatte Pat versprochen, hier zu sein.“ Eagles-Headcoach und Camp-Organisator Pat Elzie ist froh, dass sein Freund es nach Itzehoe schaffte: „Ich wollte, dass die Kids etwas aus einem anderen Blickwinkel erfahren. Derek bringt eine neue Perspektive, gerade auch für die, die schon mehrfach dabei waren. Und er hat sehr viel mit Jugendlichen gearbeitet.“

Wright spielte selbst schon in jungen Jahren erfolgreich Basketball, sowohl in der High School als auch im College. Danach war er zehn Jahre lang für das Team der US Army aktiv, und das mit starken Statistiken. Eine Trainerkarriere im Jugendbereich folgte, der Amerikaner begleitete seinen Sohn Derek Wright jr. durch die Altersklassen und verfolgt dessen Entwicklung weiter eng: Inzwischen 30, ist der Sohn jetzt eine tragende Säule beim Schweizer Meister Fribourg. Sein Vater kümmert sich weiter als Mentor um junge Sportler, „Underdogs“, wie er sagt, damit auch sie die Chance haben, auf dem College zu spielen. „Ich liebe es, mit Kids zu arbeiten und sie in ihrer Entwicklung zu unterstützen“, sagt der 56-Jährige, der zuletzt bis zum Ruhestand als Aufseher im Gefängnis gearbeitet hat.

Um junge Basketballer zu fördern, stieg er in den USA in den Flieger Richtung Itzehoe. Dass er es im Stadtwerke-Camp vor allem mit Anfängern zu tun hat, überraschte Derek Wright, stört ihn aber überhaupt nicht: Es bringe ihm die Zeit wieder, als sein eigener Sohn jung gewesen sei, und es mache ihm Freude, die Grundlagen zu lehren und deren Umsetzung auf dem Feld zu sehen. Sagt's und greift zur Pfeife: Der Wurfwettbewerb „Hot Shots“ will überwacht werden.

Vier intensive Basketball-Tage sind zu absolvieren in den beiden Hallen der Kaiser-Karl-Schule und der Halle der Klosterhofschule, mit Verpflegung durch das Mensa-Team der KKS und der wieder einmal gern genutzten Möglichkeit der Übernachtung im Hüttendorf der Stadtwerke im Schwimmzentrum – schließlich sind sogar Teilnehmer aus Lübeck und Bremen dabei. So manches Talent hat der 56-Jährige beim Camp gesehen. Er wolle sein Credo vermitteln, dass es nur der zu etwas bringe, der viel Arbeit in der Halle investiere: „Nur weil du jetzt noch kein großer Spieler bist, heißt das nicht, dass du nicht einer werden kannst.“ Überhaupt staunt der Gast aus Übersee, wie viel beim Camp los ist: „Für eine kleine Stadt sind das eine Menge Kinder, die Basketball spielen wollen. Pat hat hier wirklich viel in Gang gebracht.“ Er fühlte sich sofort wohl im Eagles-Umfeld: „Hier herrschen eine tolle Atmosphäre und eine tolle Gemeinschaft.“ Und im Camp sowieso. Mehrfach täglich will Pat Elzie es lautstark von den Teilnehmern hören: „Mann, bin ich begeistert!“

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