Vielversprechendes Debüt von Patrick Tatham

Einen enorm wichtigen Heimsieg landeten die Basketballer der CRE Eagles Itzehoe in der 1. Regionalliga Nord gegen Oldenburger TB.

shz.de von
26. Januar 2009, 05:59 Uhr

Itzehoe | Nur sechs Punkte im entscheidenden Viertel - kann man damit ein Basketballspiel gewinnen? Man kann, mit viel Einsatz, einem ausreichenden Vorsprung und etwas Glück. So landeten die CRE Eagles Itzehoe in der 1. Basketball-Regionalliga gegen den Oldenburger TB einen wichtigen 63:58-Erfolg. Viertelergebnisse: 18:10, 18:25, 21:9, 6:14.

"Wir haben das erste Spiel gegen den Abstieg gewonnen", kommentierte Eagles-Coach Paul Larysz. Er hatte angekündigt, dass es keine schöne Partie werden würde. Keine leere Drohung: Bei beiden Teams gab es im fast vollen Sportzentrum am Lehmwohld mehr Fehler und Fehlwürfe als gelungene Aktionen zu besichtigen, Defensive dominierte.

Fast vier Minuten dauerte es, bis Moritz Peiseler mit seinem einzigen Korb die ersten Punkte für die Eagles erzielte, eingeleitet durch einen Ballgewinn von Patrick Tatham. Der Kanadier, als Ersatz für Modie Johnson neu im Team der Adler, legte trotz mangelnder Spielpraxis einen vielversprechenden Einstand hin. Nach nervösem Auftakt und einigen Fehlversuchen kam er schließlich auf zwölf Punkte und zwölf Rebounds. Und er machte, wie erhofft, viele wichtige Kleinigkeiten: Vorne verteilte er Bälle, hinten beeindruckte das Kraftpaket mit seiner Präsenz unter dem Korb - auch die Oldenburger, die immer wieder abdrehten. Larysz war zufrieden: "Er ist der Spieler, der uns weiterbringt."

Doch während der gesamten ersten Halbzeit änderte sich das Bild kaum: Immer wieder unterliefen den Gastgebern Ballverluste oder sie vergaben in aussichtsreicher Position. "Die Dinger, die uns die Sicherheit hätten geben können, haben wir vermasselt", sagte Larysz. Deshalb konnten sich die Eagles, obwohl individuell klar besser, nicht absetzen. Ein weiterer Grund: Probleme im Defensivrebound. Die Oldenburger setzten konsequent nach und holten sich oft zweite oder dritte Chancen, die sie allerdings zu wenig nutzten.

Als kurz vor der Pause nach dem dritten Dreier ihres Aufbauspielers das Pendel zu Gunsten der Oldenburger auszuschlagen schien, schlug Eagles-Kapitän Martin Duggen zurück: Per Dreier glich er aus und legte mit einem weiteren erfolgreichen Distanzwurf zur knappen Halbzeitführung seines Teams nach.

Nach dem Wechsel war Duggen zwei Mal in der Defensive zur Stelle und stoppte gegnerische Schnellangriffe. In der Offensive ging es holprig weiter bis zum 45:44. Dann ein Fastbreak, von Tatham per Dunk abgeschlossen - und auf einmal lief es. Hinten machten die Eagles zu, vorn klappte alles: Kester Mayr traf allein gegen alle, es folgten zwei gut herausgespielte Dreier von Brian Henderson. Der Amerikaner traf jedes Mal, wenn er in Szene gesetzt wurde, es gelang nur zu selten. Mit einem Fastbreak-Korb durch Brian Henderson schlossen die Eagles ihren Lauf ab: 57:44.

Leider ging es so im letzten Viertel nicht weiter. Das Zusammenspiel stockte, Ballverluste, Fehlversuche. "Konzentriert euch wieder, kommt Männer!", rief der starke Christian Strenge. Es half nichts, genauso wenig wie die Rückkehr von Tatham und Henderson von der Bank. Zum Glück bewahrheitete sich, was Larysz seinem Team in der Pause gesagt hatte: "Das sind keine guten Werfer." Oldenburg traf gegen die hart verteidigenden Gastgeber fast nichts, so reichte der Vorsprung.

Noch fehle die Sicherheit und Selbstverständlichkeit, kommentierte Larysz den Einbruch im letzten Viertel. Alles eine Kopfsache: "Wenn wir jetzt eine kleine Serie starten, wird uns das nicht mehr passieren."

CRE Eagles Itzehoe: Brian Henderson (21, drei Dreier), Patrick Tatham (12), Kester Mayr (9, ein Dreier), Martin Duggen (8, zwei Dreier), Tino Rohde (6), Christian Strenge (4), Moritz Peiseler (2), Nadim Abdel Aal (1), Robert Daugs, Ole Alsen.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen