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Nachwuchsförderung im Kreisreiterbund Steinburg : Vielseitige und kompetente Ausbildung

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Vom ersten Reitabzeichen-Lehrgang bis zum Turnierstart ist Geduld gefragt

Reitsportförderung, insbesondere für den reiterlichen Nachwuchs, wird im Kreisreiterbund Steinburg (RB) groß geschrieben. Das war in der Vergangenheit schon so, und daran soll sich auch in Zukunft nichts ändern, auch wenn im Laufe der Zeit unterschiedliche Wege beschritten worden sind, um ans Ziel zu kommen. Nach Worten von RB-Jugendwartin Monika Schreiber (RV Breitenburg) ist die stete Beschäftigung mit den Aktiven die wichtigste Voraussetzung, um Anfänger wie Fortgeschrittene in die Lage zu versetzen, ihren Sport so auszuüben, dass weder Mensch noch Tier unnötigen Belastungen und Gefahren ausgesetzt sind: „Schonender Umgang mit den Ressourcen ist auch bei unserem Sport ganz wichtig“, stellt die Reitlehrerin heraus. Allein könne man sich das Reiten jedenfalls kaum beibringen: „Hilfen von außen sind immer nötig und sollten auch dankbar angenommen werden.“ Leicht würden sich bei Autodidakten Fehler verfestigen, die später nur sehr schwer zu korrigieren sind: „Das ist in anderen Sportarten aber auch nicht anders. Dieser Grundsatz gilt eigentlich immer.“

Das Einstiegsalter in den Pferdesport ist höchst unterschiedlich. „Manche sitzen bereits als Kleinkind im Sattel, andere fangen erst als Jugendliche oder Erwachse mit dem Reiten an“, erklärt Monika Schreiber. Wer ein Pferd oder ein Pony zuhause habe, sitze zwangsläufig eher im Sattel, als derjenige, der den Einstieg auf Lehrpferden in den Reitställen oder in den Vereinen findet. Für alle Interessierten sollte aber gelten: „Beginnt die Ausbildung bei Reitlehrern, die ihre Ausbildung in den Pferdesportverbänden auf Landesebene oder bei der Deutschen Reiterlichen Vereinigung, der FN, absolviert haben.“ Eigene Pferde seien nicht vonnöten. Es gäbe viele Stellen, an denen sie gestellt werden.

Ideal für Jüngere sei, den Einstieg in das Reiten über Pony-Führzügelklassen und über die so genannten Reiterwettbewerbe zu finden: „Gelernt wird Schritt, Trab und Galopp, um die Balance auf dem Vierbeiner zu halten und koordinative Fähigkeiten zu erwerben“, stellt Monika Schreiber heraus. Von einem Hau-Ruck-Verfahren in der Ausbildung und eine frühzeitige individuelle Festlegung auf bestimmte Disziplinen halte sie gar nichts. Deshalb: „Wir versuchen, die Reiter vielseitig auszubilden in Dressur, Springen und Geländereiten“. Möglichkeiten, sich zu betätigen, gäbe es darüber hinaus viele: Wer möchte, könne sich im Quadrille-Reiten oder Voltigieren und im Ring-, Distanz- oder Wanderreiten engagieren.

Wem nach den ersten Reitabzeichen-Lehrgängen – angefangen vom Steckenpferd über das Kleine und Große Hufeisen bis hin zum Basis- und Reitpass – der richtige Umgang mit dem Pferd vertraut ist und wer die Lektionen der Reiterwettbewerbe beherrscht und kleine Dressuraufgaben reiten kann oder in der Lage ist, über niedrige Hindernisse zu springen, der könne auch an höhere Aufgaben und an die Teilnahme an größeren Veranstaltungen denken. „Aber das ist ein Prozess, der sich über Jahre hinzieht“, weiß Monika Schreiber aus Erfahrung. Ebenso dauere es mehrere Jahre, bis alle Reitabzeichenlehrgänge der unterschiedlichsten Stufen absolviert sind. Weil im Turniersport das wichtigste Sportgerät der Vierbeiner ist, legen alle Reiterbünde Wert auf Folgendes: „Es sollte nur derjenige am turniersportlichen Geschehen teilnehmen, der den richtigen Umgang mit Pferd oder Pony beherrscht. Unschöne Bilder im Parcours, im Viereck oder im Gelände mag niemand sehen.“

Wenn die Voraussetzungen gelegt sind, gäbe es innerhalb des hiesigen Reiterbundes mehrere Möglichkeiten, sich zu formen. Monika Schreiber: „Das geht über den Landesvierkampf für Junioren bis 18 Jahre ebenso wie über den Juniorenvergleichswettkampf für Junioren und Junge Reiter bis 21 Jahre. Für die Teilnahme an solchen Wettbewerben der Reiterbünde wird bei uns entsprechend trainiert.“ Begleiten ließen sich solche Vorhaben auch über die verschiedensten Lehrgänge, die der RB allen Mitgliedern anbietet, damit sie gut in die Saison kommen – in Springen, Dressur und Vielseitigkeit.

Bis vor kurzem wurde auch noch das Stützpunkttraining angeboten, bei dem reiterlicher Nachwuchs über das gesamte Jahr an verschiedenen Orten in Dressur und Springen gefördert wurde. Abgelöst hat diese Form der Förderung der sogenannte „Förderungstag im Stall Basten“, der unter der Leitung der erfahrenen Reiterin Evi Penzlin (RV Breitenburg) erstmals veranstaltet wurde. Evi Penzlin gab ihre Kenntnisse in Springen, Dressur und Theorie an diejenigen weiter, die bei einem vom RB initiierten Training unter Turnierbedingungen am selben Orte gesichtet und für den Förderungstag ausgewählt worden sind – an zwölf Juniorenreiter beiderlei Geschlechts im Alter von zehn bis 18 Jahren. „Das soll“, so Monika Schreiber, „beibehalten und in den Jahren fortgesetzt werden. Wir müssen unserem Nachwuchs etwas bieten, damit er vorankommen kann.“ Schließlich, und da hat die Jugendwartin Recht, würden andere Sportverbände ihren Nachwuchs mit entsprechenden Angeboten auch bei der Stange halten.

Beobachter der Szenerie im Reitstall Basten waren auch Eltern sowie Trainer der Teilnehmer. Monika Schreiber: „Die haben wir bewusst eingeladen. Denn die Teilnehmer sollen auch vom Umfeld soweit wie möglich in richtiger Weise unterstützt werden.“ Insbesondere verfolge der RB damit auch das Ziel, die Eltern über den Pferdesport zu informieren und auch sie noch sachkundiger zu machen. „Wenn die richtige Unterstützung von zuhause da ist, ist schon viel erreicht.“ Mehr Verständnis und Sachkunde, das seien die richtigen Begleiter auf dem Weg der jungen Reiter.

 

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erstellt am 10.Feb.2015 | 05:00 Uhr

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