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Karfreitagsturnier in Wacken: : Viel Spannung auf dem Lillyhof

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Janne Dallmeier auf Aleska und Bettina Rohlfs auf Chess mit tollen Siegen

von
erstellt am 08.Apr.2015 | 05:00 Uhr

Viel Spannung beim Karfreitagsturnier auf dem Lillyhof in Wacken. Und dafür sorgten nicht zuletzt die Springreiter. Sowohl beim Punktespringen mit Joker als auch beim L-Springen mit Stechen fielen die Siege an die Paare, die die Prüfungen als letzte Starter aufgenommen hatten. Beim Punktespringen waren das Janne Dallmeier und Aleska und beim L-Springen mit Stechen Bettina Rohlfs und Chess.

Beim Punktespringen hat in der Regel nur derjenige Reiter eine Siegchance, dem es gelingt, die Prüfung mit der Maximalpunktzahl zu beenden – und die addiert sich beim Karfreitagsturnier auf 44 Zähler. Doch diese Summe errechnet sich nur dann, wenn alle Hindernisse fehlerfrei überwunden werden und dabei zum Schluss auch noch der Sprung über den punktemäßig höheren Joker statt über die niedrigere Alternative gelingt. Auch in diesem Jahr bestätigte sich die Regel, dass es keinen Erfolg ohne Risiko geben wird, denn am Ende der Prüfung gab es sechs Paare, die nach der Siegerehrung auf die Ehrenrunde gehen durften. Alle hatten 44 Punkte erreicht. Sie unterschieden sich lediglich durch die Zeit, die sie dafür im Parcours unterwegs gewesen waren.

Eines der ersten Ausrufezeichen setzte Rieke Gehrke auf Roma, die die Hindernisse ohne Mühen überwand und am Ende 39,68 Sekunden auf den Uhr stehen hatte. Für den Sieg langte das aber nicht, denn noch schneller unterwegs war zunächst Ramon Gotthard auf Tessa. Dessen 37,72 Sekunden wurden aber noch von Janne Dallmeier unterboten, die ihrere G-Pony Stute Aleska freien Lauf ließ und den Ritt nach 36,41 Sekunden beendete. Das war der Sieg. Allerdings: Die Kreismeisterin (LK6) des Vorjahres hatte auch etwas Glück: „Bei zwei Sprüngen hätte es auch schief gehen können. Ich hatte das Klappern der Stangen deutlich gehört“, sagte Janne Dallmeier nach der Siegerehrung. Doch sie sei zufrieden: „Es war schwer, gegen diese Konkurrenz zu gewinnen.“ Und mit Blick auf Aleska hob die Amazone hervor: „Mit meinem Pony bin ich sehr zufrieden. Es hat für mich heute sehr viel möglich gemacht.“

Ganz aus Gießen angereist war Rieke Gehrke. Die Nuttelnerin studiert dort Tiermedizin und nutzte die Semesterferien für einen Abstecher in den Norden. In erster Linie sei sie von der schnelle Zeit überrascht: „Ich war bei den ersten Sprüngen noch etwas unsicher und brauchte noch etwas Vertrauen.“ Doch dann habe sie „Gas gegeben“. Aufmerksamer Beobachter des Rittes seiner Tochter war Heinz Gehrke. Er machte als Grund für die schnelle Zeit „die kurzen Wendungen“ aus.

Den Umlauf im L-Springen beendeten sechs Reiter fehlerfrei: Bettina Rohlfs auf zwei Pferden sowie Kevin Much, Nora Gotthard, Henrike Rehder und Sonja Franzenburg-Much. Im Stechen blieben zunächst Kevin Much auf Leuchtfeuer (37,00 sec.) und Rieke Gotthard auf Nora (39,78) als einzige fehlerfrei. Beiden konnten am Ende nur noch Bettina Rohlfs und Chess mit einem weiteren Nuller gefährlich werden. Und das gelang dem Paar dann auch in beeindruckender Weise in einer Zeit, die alle anderen Ergebnisse in den Schatten stellte: Am Ende blieb die Uhr für Bettina Rohlfs und Chess nach 31,50 Sekunden stehen.

„Wenn man solchen Start in die Saison hat, dann ist das doch super“, freute sich die Nuttelnerin über den Erfolg. Nun hoffe sie, „dass das so weiter geht“. Das richtige Pferd habe sie jedenfalls, und sie sei dankbar, dass sie den zehnjährigen Holsteiner-Wallach von Clalido, der ihrer Mutter gehöre, reiten darf: „Das aus eigener Zucht stammende Pferd habe ich über die Jahre hin aufgebaut. Wir sind zu einem super Team zusammengewachsen.“

Aus den Dressurreiter- und Reiterwettbewerben gingen Leonie Evers auf Anita und Merrit Dönnecke auf Wallace als Sieger hervor, und in der Dressurprüfung (Kl. A-M) erhielt Hanna Delfs auf Ramiar die höchste Wertnote.

Am Ende der Veranstaltung freute sich Vereinsvorsitzende Ulrike Johannsen darüber, dass ihr Verein „die tollen Bedingungen auf dem Lillyhof“ habe nutzen dürfen und über 109 Teilnehmer für „das beste Meldeergebnis beim Karfreitagsturnier überhaupt“ gesorgt hätten. „Bei uns geht es ja nicht um hohe Preisgelder, sondern um die individuelle Einschätzung und das Abfragen der eigenen Leistung. Dass das Turnier soviel Zuspruch hat, freut mich sehr.“


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