Fussball-Verbandsliga Süd-West : VfR Horst dreht Derby gegen FC Itzehoe

Durchgesetzt hat sich hier der  Horster Doppeltorschütze Jan Behrendt  gegen die Itzehoer Mustafa Günaydin (li.) und Torben Matz.
Durchgesetzt hat sich hier der Horster Doppeltorschütze Jan Behrendt gegen die Itzehoer Mustafa Günaydin (li.) und Torben Matz.

Lühmann-Team gewinnt nach 0:2-Rückstand noch mit 3:2 gegen die Kreisstädter.

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18. November 2013, 05:00 Uhr

Der VfR Horst muss scheinbar erst einmal in Rückstand geraten, um aufzuwachen. Auch gegen den FC Itzehoe drehte der VfR einen 0:2-Rückstand, um schließlich als 3:2-Sieger das Spielfeld im Steinburger Derby der Fußball-Verbandsliga Süd-West zu verlassen. Den Ritt auf der Rasierklinge würde sich Trainer Lars Lühmann jedoch lieber ersparen. „Die Mannschaft hat sehr gut gekämpft, doch die Anfangsphase haben wir ein weiteres Mal völlig verschlafen.“ Daran müsse gearbeitet werden. „Wir dürfen nicht ständig einem Rückstand hinterherlaufen“ so Lühmann.

Der FC Itzehoe muss sich die Niederlage allerdings selbst zuschreiben. Nach der frühen 2:0-Führung durch Patrick Griesbachs Foulelfmeter (Dragan Suta an Torben Matz) und Hasan Mercans Kopfball nach Flanke von Patrick Griesbach, hatte der FCI das Spiel eigentlich komplett im Griff, schaltete jedoch einen Gang herunter und lud die Gastgeber in Person von Jan Behrendt zweimal kurz hintereinander nach Riesenabwehrschnitzern geradezu zum Toreschießen ein. Behrendt ließ sich die Chance nicht entgehen und glich per Doppelschlag zum 2:2 aus. Damit war der Kampfgeist des VfR geweckt. Die immer intensiver geführte Partie mit vielen Tormöglichkeiten hüben wie drüben bestach beileibe nicht durch spielerischen Glanz, sondern durch großen Einsatzwillen auf beiden Seiten. In dieser Hinsicht hatten die Gastgeber am Ende ein leichtes Plus. Dennoch war es wieder ein Abwehrfehler, dem der Siegtreffer von Tim Jeske zu verdanken war. Ein langer Einwurf segelte nach Kopfballverlängerung an den verdutzt schauenden Itzehoern vorbei durch den Fünfmeterraum zum Torschützen, der per Seitfallzieher verwandelte. Den möglichen Ausgleich verhinderte Torhüter Rene Lemke mit einer Riesen-Abwehraktion, als er zunächst zweimal gegen den völlig freistehenden Blerim Bara abwehrte und dann auch noch den Nachschuss von Patrick Griesbach parierte.

Der FCI hat sich nach dieser Niederlage erst einmal aus dem Kreis der Titelaspiranten verabschiedet. Die Schwächen im Defensivbereich sind einfach zu eklatant, um ganz oben mitmischen zu können. Die Horster sind nun erster Verfolger des Führungsduos Reher/Puls, Henstedt-Ulzburg und mausern sich immer mehr zum Geheimfavoriten. Trainer Lars Lühmann hat ein echtes Spitzenteam aus dem VfR geformt. Er sei jetzt aber besonders glücklich darüber, gleich zweimal gegen seinen alten Verein gewonnen zu haben, so Lühmann. Häme spüre er dabei aber nicht. „Dafür fühle ich mich dem FCI noch zu sehr verbunden.“

VfR Horst – FC Itzehoe 3:2 (2:2)
VfR Horst: Lemke – Voigt, Dehner, F. Sommer, Suta – Dittmann, Petersen, Thies, Gorny (76. Maniscalco) – Behrendt, Jeske
FC Itzehoe: Chionidis – Kiel, Straub, Polaske, Inci – P. Griesbach, Günaydin (82. Meyer), Matz, Bara – Mercan, S. Griesbach (68. Bektas)
SR: Bornholdt(Pinneberg). Zuschauer: 300
Tore: 0:1 P. Griesbach (4. FE), 0:2 Mercan (14.), 1:2 Behrendt (26.), 2:2 Behrendt (27.), 3:2 Jeske (63.)

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