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Speedway : Verletzungssorgen plagen den MSC

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Brokstedt setzt beim Bundesliga-Start auf dem Holsteinring am 1. Mai gegen die „Norden Haie“ auf Grand-Prix-Erfahrungen.

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erstellt am 24.Apr.2015 | 04:40 Uhr

Der MSC Brokstedt rüstet sich für den Auftakt der Speedway-Bundesliga-Saison, der für den amtierenden Deutschen Meister mit einem „Heimspiel“ beginnt. Für das Rennen am 1. Mai auf dem Holsteinring gegen das neuformierte Team der „Norden Haie“ planten die Verantwortlichen um Teammanagerin Sabrina Harms eigentlich mit den Akteuren Kai Huckenbeck und dem Dänen Peter Kildemand, doch musste nun kurzfristig umdisponiert werden. „Leider haben sich unsere beiden Wunschkandidaten verletzt“, so MSC-Pressesprecher Michael Schubert.

Bei einem Trainingslauf im polnischen Danzig stürzte Huckenbeck und zog sich einen Bruch des Knöchels und des Fersenbeins im linken Fuß zu. Damit ist ein Einsatz des amtierenden deutschen Speedway-Einzelmeisters, der im vergangenen Jahr zur Stammformation in Brokstedt zählte, am 1. Mai ausgeschlossen. Auch Peter Kildemand musste seinen Start für das Heimrennen der „Wikinger“ absagen. Nicht nur eine Kreuzbandverletzung plagt den dänischen Spitzenfahrer – auch eine Nominierung für das Nationalteam Dänemarks für einen Ländervergleich mit Polen am gleichen Tag macht einen Start in Brokstedt unmöglich. Schubert: „Wir mussten handeln, erwarten wir doch mit dem Bundesliga-Neuling aus Norden einen Gegner, der zu den großen Unbekannten der Liga zählt.“

Wieder einmal konnte sich der MSC aber auf Team-Managerin Harms verlassen, die ihre guten Kontakte in der internationalen Speedway-Szene glänzend nutzte und mit Christian Hefenbrock und Antonio Lindbäck aus Schweden für schnellen Ersatz sorgen konnte, der sicherlich als hochkarätig eingestuft werden kann. Harms: „Beide sind in der vergangenen Saison für uns gestartet und beide gehören derzeit zu den leistungsstärksten Fahrern, die für einen Bundesliga-Einsatz bereit stehen.“ Gerade Antonio Lindbäck nährt mit seinen Grand-Prix-Erfahrungen große Hoffnungen auf viele Punkte. Hefenbrock indes zählt seit Jahren zu den Top-Speedway-Athleten Deutschlands.

Geht es nach Harms & Co. soll am 1. Mai vor eigenem Publikum das Startsignal für die Titelverteidigung gegeben werden. Zählte Brokstedt in der vergangen Saison noch als Außenseiter um die Vergabe der Speedway-Krone, mutiert der Jäger in diesem Jahr zum Gejagten und wird in Expertenkreisen als einer der Favoriten unter den sechs Liga-Team gehandelt. „Umso mehr setzen wir auf einen guten Saisonstart.“ Für Pressesprecher Schubert steht an erster Stelle das Mannschaftsgefüge. „Wir setzen neben den sportlichen Leistungen auch auf die menschliche Komponente. Wir wollen eine Einheit an das Startband bringen, welches mit echtem Teamgeist zu Werke geht.“ Dies sei ein wichtiger Garant zum Erfolg im vergangenen Jahr gewesen. Schubert: „Die Mannschaft ist der Star – nicht der einzelne Fahrer.“ Trotzdem legt die sportliche Leistung beim MSC Wert darauf, immer wieder bekannte Namen aufzubieten. „Dies sind wir allein unseren treuen Fans schuldig“, so Schubert, der auf einen regen Zuschauerandrang am 1. Mai hofft. „Wir haben alles dafür getan, sportliche Klasse aufzubieten – jetzt sind die Fans gefragt. Ich bin mir sicher, dass uns unser Publikum nicht im Stich lässt und uns zum Saisonauftakt bedingungslos unterstützt.“

Neben Lindbäck und Hefenbrock setzt der MSC auf bewährte Größen. Neben Mannschaftskapitän Tobias Kroner (Dohren) stehen mit dem Dänen Mads Korneliussen und Matthias Kröger (Bokel) verdiente MSC-Akteure im Team. Premiere in der Bundesliga feiert dagegen das Nachwuchstalent Lukas Fienhage aus Vechta, der in diesem Jahr seinen ersten Startvertrag beim MSC Brokstedt unterschrieben hat. Das Auftaktrennen des MSC beginnt am 1. Mai um 14 Uhr (Training und Rahmenprogramm ab 10 Uhr) auf dem Holsteinring in Brokstedt.

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