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Basketball : Verlängerung ganz knapp verpasst

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Das letzte Hauptrundenspiel der 2. Bundesliga ProB vor den Play-Downs verliert der Sportclub Itzehoe Eagles mit 78:80 gegen die Uni-Riesen aus Leipzig.

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erstellt am 09.Mär.2015 | 12:28 Uhr

Wenn es läuft, werden solche Spiele gewonnen. Wenn nicht, dann nicht. Das erlebten die Sport-Club Itzehoe Eagles am Sonnabend in der Partie der 2. Basketball-Bundesliga ProB gegen die Uni-Riesen Leipzig. In den Schlusssekunden verloren sie mit 78:80 (14:20, 25:22, 19:20, 20:18). Die Leipziger qualifizierten sich damit auf den letzten Drücker für die Play-Offs, die Eagles starten mit etwas schlechterer Ausgangsposition in die Play-Downs – und das schon am kommenden Sonnabend mit einem Heimspiel gegen Citybasket Recklinghausen.

Dass die Uni-Riesen eine gute Mannschaft haben, war bekannt. Wie gut sie ist, zeigte sich schon in den ersten Minuten: Die Gäste brachten den Ball unter den Korb, wo bei den Eagles weiterhin Yannick Evans und Lars Kröger schmerzlich vermisst werden. Ihre Teamkollegen mussten Schwerstarbeit verrichten, trotzdem kamen die Leipziger durch und trafen zudem gut von außen. Die Itzehoer taten, was getan werden musste: Sie hielten mit großem Einsatz dagegen, Clayfell Harris zum Beispiel warf sich mehrfach im Tiefflug nach trudelnden Bällen.

Der Ablauf wiederholte sich: Ließen die Eagles in ihrem leidenschaftlichen Kampf ein wenig nach, hatten die Uni-Riesen sofort Oberwasser. Stimmte die Energie der Gastgeber, dann waren sie an der Reihe. So wie im zweiten Viertel: Mit zwei Dreiern brachte Patrick Wischnewski seine Mannschaft in Führung, er erzielte alle seine 13 Punkte in der ersten Halbzeit. Danach nutzten die Leipziger die vielen Freiwürfe, die sie in dieser Phase bekamen, mit sehr großer Sicherheit und gingen mit einem 42:39 in die Halbzeitpause.

Das Bild änderte sich auch im dritten Viertel wenig, bis sich die Gäste nach Fehlern der Eagles – offensiv wie defensiv – auf zehn Punkte absetzen konnten (60:50, 27. Minute). Wieder kamen die Itzehoer zurück. Zwar schafften sie es nicht, Wischnewski oder auch Adrian Breitlauch in Wurfposition zu bringen, dafür sprang Jeff Wherry in die Bresche mit zwei Dreiern kurz nacheinander.

Im Schlussviertel kehrte Aufbauspieler Nick Tienarend zurück, der mit vier Fouls länger auf der Bank hatte sitzen müssen. Sofort traf er einen Dreier zum 70:71, zweieinhalb Minuten später war es so weit: Renaldo Dixon blockte einen Wurf, den folgenden Fastbreak vollendete Breitlauch zum 74:73. Noch eine gute Verteidigung, dann war Dixon frei durch zum Dunk: 76:73, keine zwei Minuten mehr. Aber der Sieg glitt den Eagles noch aus den Händen: Tienarend beging sein fünftes Foul, sein Gegenspieler traf und versenkte auch den Freiwurf – Ausgleich. Kurz darauf stand es 78:76 für die Gäste, Jonathon Williams glich aus. Wieder eine gute Verteidigung, der Gegner warf weit daneben, holte aber den Rebound und traf.

Ein Angriff noch für die Eagles. „Ich hätte eine Auszeit nehmen müssen“, sagte Coach Paul Larysz hinterher. Doch er vertraute darauf, dass sein Team im Rhythmus war. Was folgte, war aber ein unstrukturierter Angriff, der Ball landete schließlich bei Williams, der mit Macht zum Korb zog, aber nicht zur Verlängerung punkten konnte.

Tienarends fünftes Foul sei der Knackpunkt gewesen, sagte Larysz. Insgesamt habe es das Team in der Schlussphase zu sehr mit dem Kopf durch die Wand versucht und nach gutem Spiel sehr unglücklich verloren. Entsprechend groß war der Frust, doch lange darf er nicht andauern: „Mit dieser Einstellung müssen wir in die nächsten Spiele gehen“, sagte Larysz. Sonnabend um 19.30 Uhr kommt Recklinghausen, die weiteren Gegner in der Abstiegsrunde sind die Hertener Löwen und RSV Eintracht Stahnsdorf. Alle Punkte werden mitgenommen, die letzten beiden nach Hin- und Rückspiel steigen ab. Noch sechs Spiele also, und die Ausgangslage ist klar: „Wir brauchen ein Erfolgserlebnis.“

Voraussichtlich nicht mehr dabei ist dann Robert Daugs. Der Kapitän der Eagles, seit 2007 in Itzehoe aktiv, wurde vor der Partie von Volker Hambrock, Vorsitzender des Eagles-Fördervereins, verabschiedet. Aus privaten Gründen kann Daugs nicht weiter mitmischen, würde aber in den Play-Downs im Notfall zur Verfügung stehen. Hambrock dankte dem langjährigen Führungsspieler mit warmen Worten – ein emotionaler Moment, und wie sich am Ende herausstellen sollte, der schönste des Abends.

Eagles: Jonathon Williams (21, 1 Dreier, 11 Rebounds, 5 Blocks), Renaldo Dixon (17, 1 Dreier, 10 Rebounds, 4 Blocks), Patrick Wischnewski (13, 3 Dreier, 5 Assists), Adrian Breitlauch (9), Jeff Wherry (8, 2 Dreier), Robert Daugs (4), Nick Tienarend (3, 1 Dreier, 5 Assists), Kosta Karamatskos (3), Johannes Konradt, Clayfell Harris.

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