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Herzhorner Hühnerbrückenlauf : Ute Krause und Viktor Kirsch klar vorn

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Das Erfolgsduo behauptet sich auf der langen Strecke, Nina Gründel und Benjamin Sievers sind auf der Halbdistanz erfolgreich.

Nachdem Regenwolken sowie Blitz und Donner abgezogen waren, stand einem geordneten Ablauf des Hühnerbrückenlaufes nichts mehr im Wege. Den langen Törn über 9,9 Kilometer gewannen die beiden frischgebackenen Senioren-Landesstraßenmeister Ute Krause (43:11 Minuten) und Viktor Kirsch (34:36), und auf der Halbdistanz über 5,3 Kilometer dominierten Nina Gründel (22:31) und Benjamin Sievers (18:21).

Viktor Kirsch machte es so wie immer: Der Startschuss war kaum verklungen, da rannte der Hingstheider dem übrigen Feld auch schon voraus und gab die Führung bis zum Schluss dann auch nicht mehr ab. Nach einer ersten Verschnaufpause im Ziel sagte Viktor Kirsch: „Ich bin extra schnell angelaufen, um die anderen abzuschütteln.“ Gerechnet hatte der Sieger zwar mit Lars Lassen (35:36) und Kai Neumann (35:52), doch beide waren läuferisch nicht in der Lage, den Spitzenmann zu gefährden.

Dass Viktor Kirsch siegen wird, daran konnte vorher niemand ernsthaft zweifeln. Die eigentliche Überraschung war deshalb der zweite Platz von Alexander Schilling (35:21). Erst seit einem halben Jahr im Training, gelang es ihm, den wahrlich nicht langsamen Lars Lassen und neben Kai Neumann, der bei Kilometer 8,5 von Lassen abfiel, auch noch Nils Meyer (35:53) auf Distanz zu halten. Dafür gab es Lob von Lars Lassen, der in Richtung Alexander Schilling formulierte: „Super gelaufen.“ Ganz zufrieden war Schilling dennoch nicht: „Ich hatte mich so eingeschätzt, dass ich vorne mitlaufen kann, aber das ging dann doch nicht.“

Bei den Frauen ein ähnliches Bild an der Spitze wie bei den Männern: Ute Krause musste zu keinem Zeitpunkt des Rennens fürchten, überholt zu werden. Und dennoch hatte die Siegerin eine „Gegnerin“ auf der Strecke, die sie vorher gar nicht auf der Rechnung gehabt hatte – die Hühnerbrücke. „Hoch lief es noch wunderbar: Die Arme mit und rauf.“ Aber „runter“ sei nicht so toll gewesen: „Da wurde ich ausgebremst. Ich hätte an dieser Stelle vorher üben sollen.“

Hinter Ute Krause tat sich dann aber Spannenderes: Zunächst war Reika Albers (48:05) erste Verfolgerin, doch dann gab Janin Hildebrand (46:48) Gas und überholte die Hamburgerin bei Kilometer drei. Bis zum Schluss vergrößerte sich der Vorsprung der Zweiten, die in Herzhorn ihre erste Langdistanz überhaupt absolvierte, auf fast 80 Sekunden. Mit dem dritten Platz konnte Reika Albers dennoch gut leben: „Ich war eineinhalb Jahre verletzt und bin mit meinem Ergebnis sehr zufrieden, denn eigentlich wollte ich ja nur dabei sein.“ Während des Rennens habe sie primär darauf geachtet, so zu laufen, dass Platz drei für sie nicht gefährdet war. Und das war dann auch die richtige Taktik für den persönlichen Erfolg, der weder von Uta Sjut (49:23) noch von Imke Albrechtsen (49:33) zu gefährden war.

Benjamin Sievers gewann das Rennen über 5,3 Kilometer bei den Männern wie er wollte. Zusammen mit den Langstrecklern gestartet, hielt er sich bis zur Gabelung der beiden Strecken an Viktor Kirsch und machte sich nach der Trennung für den Rest der Runde dann allein auf den Weg. Sowohl sein lange Zeit mithaltender Bruder Florian Sievers (18:53) als auch die beiden Hingstheider Philip Krützelmann (19:30) und Tim Berkhahn (19:50) standen gegen den starken Itzehoer Triathleten auf verlorenem Posten. „Für Freitagabend war das ein schöner Lauf, aber angestrengt hatte ich mich trotzdem“, betonte der Sieger.

Im Frauenrennen gaben zwei Schülerinnen den Ton an: Zunächst führte Johanna Grell (22:52) den Pulk an, musste die Führung nach einem Kilometer dann aber doch an Nina Gründel abgeben. Und die verteidigte die Spitze bis zum Schluss mit letztlich sicherem Vorsprung vor Johanna Grell. Hinter den beiden jungen Langstrecklerinnen erkämpfte sich Handballerin Carina Lipp (23:55) einen guten dritten Platz. Die rennentscheidende Szene bei Kilometer eins sah Nina Gründel so: „Ich fühlte mich stark genug, Johanna zu überholen und das Tempo dann auch zu halten.“

„Rundherum zufrieden“ zeigte sich nach der Veranstaltung Gerhard Sosat. Mit Blick auf die vorangegangenen Wetterkapriolen sagte der Organisationsleiter, dass er nicht damit gerechnet habe, den Hühnerbrückenlauf ordentlich über die Bühne zu bekommen. Als es blitzte und donnerte habe er das Schlimmste befürchtet: „Aber unsere jungen Teammitglieder hatten gemeint, dass wir das schaffen. Und dann lässt man sich eben mitziehen.“

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