Sportpolitik : Über Steinburgs Grenzen hinweg

Wichtige Unterschrift: Der KSV-Vorsitzende Himmet Kaysal unterzeichnet den SEP-Vertrag im Beisein der Vertreter der anderen beteiligten Kreise und der Fachhochschule Potsdam.  Fotos: Reiner Stöter (2)
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Wichtige Unterschrift: Der KSV-Vorsitzende Himmet Kaysal unterzeichnet den SEP-Vertrag im Beisein der Vertreter der anderen beteiligten Kreise und der Fachhochschule Potsdam. Fotos: Reiner Stöter (2)

Drei Ämter aus drei Kreisen planen künftig ihre Sportentwicklung gemeinsam.

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21. Mai 2019, 14:46 Uhr

Schenefeld | Es ist ein Leuchturmprojekt, einzigartig nicht nur in Schleswig-Holstein. Die Kreissportverbände Steinburg, Dithmarschen und Rendsburg/Eckenförde haben eine kreisübergreifende Sportentwicklungsplanung (SEP) vereinbart, die insgesamt 38 Kommunen in den Ämtern Schenefeld, Mitteldithmarschen und Mittelholstein umfasst. Den Startschuss gaben Maren Schümann (KSV Steinburg), Hans-Jürgen Hemm (Dithmarschen) und Ekkehard Krull (Rendsburg) bei einer Kick-Off-Veranstaltung in Schenefeld, zu der gleichermaßen Vertreter aus Vereinen, Gemeinden, Schulen und Kitas eingeladen waren.

Warum gerade diese Gemeinden in den SEP eingebunden sind, erläuterten Bastian Jacobsen vom Landessportverband sowie Prof. Dr. Michael Barsuhn und Konstantin Plate von der Fachhochschule Potsdam. Sie begleiten das Projekt wissenschaftlich und nehmen den Bedarf an Sportstätten und die Bedürfnisse der Bevölkerung in diesem Raum unter die Lupe. Die Ergebnisse sollen dann in den Gemeinden diskutiert und danach umgesetzt werden.

Vor allem auf dem Land sinken die Bevölkerungszahlen, bei steigender Lebenserwartung und erhöhtem Bedarf an Mobilität. Aus diesem Grund ist die SEP in diesem Bereich angesiedelt. Kernfrage ist, wie der ländliche Raum insgesamt attraktiv bleiben kann und zugleich vermieden wird, dass er im Vergleich zu Ballungsräumen um größere Städte weiter zurückfällt. Die Steigerung der Lebensqualität und der Erhalt der (sozialen) Infrastruktur spielen dabei eine wesentliche Rolle – darunter gerade auch Sport und Bewegung.

Das Institut für kommunale Sportentwicklungsplanung der Fachhochschule Potsdam wird in Kürze mit der Bestands- und Bedarfsanalyse der Bedingungen für Sport und Bewegung beginnen. Im Anschluss wird eine Bestands-Bedarfs-Bilanzierung durchgeführt, die als Basis für die Erarbeitung von Handlungsempfehlungen dient und somit eine bestmögliche Versorgung mit Sport- und Bewegungsangeboten zum Ziel hat.

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