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Badminton : Udo Olsen Deutscher Meister

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Hohenlockstedter holt den Titel im Doppel der Alterklasse O75 / Im Einzel erst im Finale gestoppt

Udo Olsen (75), vielfacher Titelträger im Land und auch auf regionaler Ebene, ist jetzt auch Deutscher Meister: Der für den TSV Lola startberechtigte Badmintonspieler holte sich in Solingen zusammen mit Gerhard Grönboldt (Harburger SC) Gold im Doppel. Im Endspiel der Altersklasse O75 schlugen sie Walter Kapferer (SG Meerane) und Peter Uhlig (Radebeuler BV) in zwei Sätzen mit 22:20 und 21:12 relativ klar. Dass der Hohenlockstedter mit einer guten Form zu den nationalen Titelkämpfen gereist war, beweist auch sein zweiter Platz in der Einzelkonkurrenz der Altersklasse O75. Als Ungesetzter unterlag er im Finale Walter Kapferer in drei Sätzen mit 17:21, 21:9 und 18:21 denkbar knapp. Über seine Erfolge sagte der Hohenlockstedter im Gespräch mit unserer Zeitung: „Ich hatte darauf gehofft, Medaillen zu gewinnen, denn ich kannte die meisten meiner Gegner schon lange und weiß sie und mich richtig einzuschätzen.“

Begonnen hatten die Meisterschaften mit der Einzelkonkurrenz, in der Udo Olsen bis zum Endspiel hin siegreich blieb. Dass er es im Finale mit einem herausragenden Konkurrenten zu tun bekommen würde, war ihm schon vor dem ersten Aufschlag bewusst. „Walter Kapferer reiste als Titelverteidiger an und war als Erster der Setzliste auch der Favorit.“ Und dennoch: Nach dem zunächst standesgemäßen Gewinn des ersten Satzes mit 21:17 aus Sicht von Kaperfer drehte Udo Olsen in Durchgang zwei den Spieß um und holte sich den Punkt mit einem klaren 21:9. Die Sensation, als Ungesetzter das Finale zu gewinnen, gelang ihm dennoch nicht, denn der dritte Satz ging mit 21:18 wieder an die Konkurrenz aus Sachsen: „Ich habe nachher zu viele Fehler gemacht, bin mit Silber aber zufrieden, auch wenn die Goldene sehr nahe lag.“ Mit dem Edelmetall im Rücken hatte sich der Hohenlockstedter für das Doppel ein großes Ziel gesetzt: „Wir wollten die Goldene.“ Was ihn relativ sicher machte: „Gerhard und ich wussten aus den Einzeln, welche Stärken und Schwächen unsere Gegner hatten, das sollte uns helfen.“ Auch im Finale.

Doch den Sieg und die damit verbundenen Goldmedaillen so ohne weiteres hergeben, das wollten Walter Kapferer und Peter Uhlig offenbar dann doch nicht. Ergebnis: „Die beiden Sachsen machten es uns Norddeutschen zunächst sehr schwer. „Wir bekamen richtige Probleme gegen sie und lagen kurz vor Schluss des ersten Satzes mit 17:20 zurück.“ Doch dann holten Udo Olsen und Gerhard Grönboldt Punkt um Punkt auf und holten sich den Satz mit 22:20. „Damit haben wir sie gebrochen, denn danach waren Walter und Peter nicht mehr so gut drauf. Wir merkten, sie waren nervös“, erinnerte sich Udo Olsen an die entscheidenden Momente beim 21:12 im zweiten Satz. Der Traum vom Gold für die Kombination aus Hohenlockstedt und Hamburg war damit Realität geworden.

Dass beide ein sportliches Paar werden konnten, ist eher einem tragischen Umstand geschuldet. Udo Olsen: „Nachdem der Doppelpartner von Gerhard im vergangenen Jahr gestorben war, sprach er mich an, denn wir kannten uns von den Turnieren her.“ Weil zwischen beiden „die Chemie“ stimmte, willigte Udo Olsen ein. „Gerhard ist der Techniker unter den Spielern, und ich bin der, der mehr Power hat.“ Beides könne man im Spiel gut miteinander verbinden. „Der Eine bereitet vor, und der Andere schließt ab“, betonte Udo Olsen und erklärte damit „den Schlüssel zum Erfolg“.

Dass er ihn benutzen konnte, ist auch seiner Erfahrung zuzuschreiben. Seit 1968 Badmintonspieler, bestritt Udo Olsen zunächst Wettkämpfe für den ETSV Gut-Heil Itzehoe, ehe er 1983 zum VfL Kellinghusen wechselte. Seit Anfang des Jahrtausends kämpft er für den TSV Lola, für den er mit der dritten Mannschaft am Punktspielbetrieb der Kreisklasse teilnimmt.

Mit dem doppelten Erfolg von 2016 möchte Udo Olsen seine nationale Karriere aber nicht abschließen, zumal er für die Titelkämpfe im kommenden Jahr – wieder in Solingen – schon qualifiziert ist. Mit Blick auf die dortige Halle sagt er: „Sie liegt mir, denn die Lichtverhältnisse dort sind für mich optimal.“ Er habe in den vergangenen Jahren viel dazu gelernt, insbesondere aus den Niederlagen, die ihn letztlich aber weiter gebracht hätten. Sein Ziel für 2017: „Ich hoffe, dass ich gesund bleibe, denn ich möchte den Einzeltitel nach Hohenlockstedt holen.“

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erstellt am 02.Jun.2016 | 05:00 Uhr

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