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Faustball : TSV Lola ein guter Gastgeber

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Bei der Deutschen Meisterschaft der Jungen U14 besiegt der TV Vaihingen/Enz den SV Kubschütz im Finale mit 2:1. Die Himmelhan-Schützlinge werden am Ende Zehnter.

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erstellt am 17.Mär.2015 | 04:39 Uhr

Überraschung in Hohenlockstedt: Nicht der SV Kubschütz, der angetreten war, sich die Deutsche Faustballmeisterschaft der männlichen U14 zu holen, gewann den Titel, sondern der TV Vaihingen/Enz. In einem jederzeit hochklassigen Finale besiegten die Baden-Württemberger die stärker eingeschätzte Konkurrenz aus Sachsen mit 2:1 Sätzen. Dritter wurde der NLV Vaihingen (Stuttgart), der den TuS Wickrath im „Kleinen Finale“ mit 2:0 Sätzen bezwang.

Für den TSV Lola verliefen die Titelkämpfe nicht wie gewünscht: Schlagmann Kjell Butzke hatte sich rund vier Wochen vor den Meisterschaften eine Handverletzung zugezogen und konnte deshalb nicht eingesetzt werden. Damit war der Traum von einem Mittelplatz nicht mehr zu realisieren. Für den Nationalspieler gab es keinen adäquaten Ersatz. „Kjell hat uns an beiden Tagen gefehlt“, bedauerte Marcus Himmelhan den personellen Verlust.

Und dennoch: Unzufrieden brauchte Lolas Trainer mit dem Auftreten seiner Schützlinge nicht zu sein. Sie zeigten vollen Einsatz und kämpften aufopferungsvoll um jeden Ball, so dass die Vorrundenbegegnung gegen den VfL Pinnberg nur relativ knapp verloren ging. Im Spiel um Platz neun wurden dann alle Mühen belohnt: Der erste Satz ging an die Lolaner. In den beiden nächsten Durchgängen gestalteten die Himmelhan-Schützlinge das Spiel zumindest bis zur Hälfte offen. Nach 5:5 im zweiten und 5:5 im dritten Satz zog der Gegner dann aber doch langsam davon. Bemerkung von Wilfried Kellers (76) langjähriger Abteilungsleiter im TuS Wickrath: „So spannend kann auch ein Spiel um den neunten Platz noch sein.“

Als positiv stellte Marcus Himmelhan mit Blick auf seine Spieler heraus: „Alle haben es im Rahmen ihrer Möglichkeiten toll gemacht.“ Was Einsatz und Courage betreffen: Da könne er sich nicht beklagen. „Dem Umfeld ist gezeigt worden, dass da eine Mannschaft steht, die ihr Bestes gibt.“ Deshalb habe seitens der Faustballabteilung auch niemand die Halle mit dem Gefühl verlassen müssen, es sei umsonst gearbeitet und vorbereitet worden. Was die Zukunft betrifft, da sieht er sein gesamtes Team, dann wieder mit Kjell Butzke, auf einem guten Weg. „Es kann auch noch im nächsten Jahr in der U14 spielen. Die Zukunft gehört uns, definitiv – im Land wie auch auf Bundesebene.“

Das Endspiel war geprägt von der individuellen Stärke der beiden „Schlagmänner“: Sowohl Nils Kersch (Vaihingen/Enz) als auch Kai Mörbe (Kubschütz) spielten variantenreich, setzten ihre Nebenleute gut ein oder punkteten selbst. Bis zum 11:11 im dritten Satz war alles offen, dann wuchtete Nils Kersch einen Ball unerreichbar lang ins Feld, und Kai Mörbe traf beim Aufschlag das Band.

Günter Lutz, offizieller Vertreter der Deutschen Faustball-Liga und Veranstaltungsleiter, würdigte die Leistungen der Aktiven: „Vom spielerischen Niveau und von der Athletik der Mannschaften her waren das sehr hochkarätige Meisterschaften. Der Schülerfaustball ist bundesweit auf einem sehr guten Weg“ Jeder Halbfinalist hätte den Titel gewinnen können, denn Abwehr- und Angriffsteile seien in den Mannschaft sehr stark gewesen: „Aber wer gewinnen will, muss man auch die entsprechende Nervenstärke haben.“ Allen teilnehmenden Mannschaften attestierte Günter Lutz „hohes kämpferisches Niveau“.

Sein Dank galt dem TSV Lola und Faustball-Abteilungsleiterin Petra Himmelhan. „Die Organisation war hervorragend, alle Vereine waren zufrieden. Wir kommen gerne wieder zu euch.“

Auch Petra Himmelhan ist nicht abgeneigt, ein weiteres Mal als Ausrichter einer Deutschen Meisterschaft zu agieren. Mit Blick auf die hinter ihr liegende Veranstaltung betonte sie: „Alles ist gut gelaufen, denn alle haben gut mitgemacht. Ohne diese Helfer wäre eine solche Organisation auch nicht zu bewältigen.“ So eine Erfahrung täte allen gut: „Das schweißt die Abteilung auch zusammen.“

Nächste Faustball-Höhepunkte im Kreis Steinburg: 11./12. Juli – Faustball-Europameisterschaften U18 (männlich/weiblich) in Kellinghusen; 5./6. September – Deutsche Faustballmeisterschaften U14 (männlich/weiblich) in Kellinghusen. 

Vorrunde Gruppe A: 1. SV Kubschütz, 7 Punkte; 2. TV Vaihingen/Enz, 7; 3. TV Brettorf, 3; 4. TuS RW Koblenz; 3; Güstrower SC, 0.

Vorrunde Gruppe B: 1. TuS Wickrath, 8; 2. NLV Vaihingen (Stuttgart), 5; 3. TV Waibstadt, 4; 4. VfL Pinneberg, 3; 5. TSV Lola, 0. S

Spiele des TSV Lola: VfL Pinneberg 0:2 (15:14/11:9); NLV Vaihingen 0:2 (5:11/4:11); TuS Wickrath 0:2 (6:11/3:11); TV Waibstadt 0:2 (3:11/6:11).

Hauptrunde
Spiel um Platz 9: TSV Lola – Güstrower SC 1:2 (11:8/6:11/7:11) – in der Qualifikation scheiterte der TSV Lola zuvor am TuS Koblenz mit 0:2 (7:11/7:11) ; Spiel um Platz 7: TuS Koblenz – VfL Pinneberg 0:2 (8:11/7:11); Spiel um Platz 5: TV Brettorf – TV Waibstadt 2:1 (7:11/14:12/11:8); 1. Halbfinale: SV Kubschütz – NLV Vaihingen 2:0 (11:2/11:9; 2. Halbfinale: TuS Wickrath – TV Vaihingen/Enz 0:2 (11:13/5:11); Spiel um Platz 3: NLV Vaihingen – TuS Wickrath 2:0 (11:7/11:9); Finale: SV Kubschütz – TV Vaihingen Enz 1:2 (8:11/11:7/11:13).

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