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Handball : Trotz guter Einstellung auf verlorenem Posten

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Ersatzgeschwächt verlieren die Oberliga-Handballerinnen des MTV Herzhorn 19:35 gegen AMTV Hamburg.

Erneut ab es in der Handball-Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein eine herbe Niederlage für die Frauen des MTV Herzhorn. Sie unterlagen in eigener Halle dem AMTV Hamburg mit 19:35 (10:20).

Doch anders als in den vergangenen Spielen war Trainer Michael Janke dennoch nicht unzufrieden. Die Blau-Gelben mussten auf fünf Stammspielerinnen verzichten und kurzfristig fiel auch noch Sarah Winkowski aus. Es fehlte fast der komplette Herzhorner Rückraum, und so standen die verbleibenden Spielerinnen vor einer schier unlösbaren Aufgabe.

„Unsere Gäste waren klar eine Klasse besser als wir“, räumte Janke ein. „Dennoch hat meine Mannschaft es relativ gut gemacht. Die Frauen haben nicht die Köpfe hängen gelassen und versucht, gegenzuhalten. Ich bin froh, dass wir in Anbetracht der Hamburger Übermacht keine 40 Tore eingefangen haben.“ Für ihn kommen die entscheidenden Spiele in den nächsten Wochen. Gegen die eigentlich schlagbaren Mannschaften wird sich dann zeigen, ob der Klassenverbleib für die Herzhornerinnen machbar ist.

Die Gastgeberinnen lagen in dieser Partie schnell zurück. Zwar traf Maike Langenberg in der zweiten Minute zum 1:1, doch danach zeigten die Hamburgerinnen schnell, wer das Spiel bestimmte. Innerhalb weniger Minuten zogen sie auf 9:2 auf und davon, ehe Yana Hesse in der 11. Minute erst den nächsten Herzhorner Treffer zum 3:9 erzielte.

Die Blau-Gelben zeigten zwar in dieser Begegnung eine sehr gute Einstellung, doch immer wieder verstrickten sie sich in technischen Fehlern und erlaubten damit ihren Gegnerinnen, über den Gegenstoß einfache Tore zu erzielen. So hatte der MTV kaum einmal die Möglichkeit, die Deckung zu formieren, denn die Hamburgerinnen nutzten jeden Fehler im Angriff schnell und konsequent. Dabei bot die Herzhorner Deckung, wenn sie dann mal stand, eine gute Leistung. Man hielt dagegen, und so taten sich ihre Gegnerinnen manchmal schwer, Tore zu erzielen. Doch die vielen Fehler im Angriff machten alle Bemühungen in der Deckung zunichte, und so lagen die Janke-Schützlinge bereits zur Pause nahezu uneinholbar mit 10:20 hinten.

Auch nach dem Seitenwechsel standen die Blau-Gelben auf verlorenem Posten. Ihre Gegnerinnen waren zu stark und auf allen Positionen klar besser besetzt, zumal die Personaldecke der Gastgeberinnen sehr ausgedünnt war. Umso achtenswerter war die Einstellung der Spielerinnen. Obwohl chancenlos, versuchten sie mitzuspielen und steckten nie auf. Sie wollten zumindest die Niederlage in einem erträglichen Rahmen halten. Zwar erhöhten die Hamburgerinnen ihren Vorsprung sofort auf 23:10, doch viel weiter ließen die Herzhornerinnen sie nicht davonziehen. Sie hielten dagegen, agierten weiterhin in der Abwehr aggressiv und auch, nachdem mit Annkristin Schmidt in der 42. Minute durch eine Rote Karte eine weitere Spielerin ausfiel, steckten sie nicht auf.

Mit dem 16:34 (49.) hatten sie dann den höchsten Rückstand, doch trafen sie danach noch einige Male. Mit dem 19:35 folgte eine zwar hohe Niederlage, die jedoch in Anbetracht der dezimierten Mannschaft und der dennoch gezeigten Leistung Hoffnung gibt, dass in den wichtigen kommenden Spielen der Klassenerhalt noch geschafft werden kann.

MTV Herzhorn: Eike Jankowski, Svenja Mevert, Wiebke Vogel, Annkristin Schmidt, Yana Hesse 4, Elina Hesse 3, Maike Langenberg 4, Simona Martin 1, Joele Riedeberger 1, Janna Wilcke 1, Lina Hinze 5, Sarah Baudzus

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