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Deutsches Turnfest : Trampoliner bringen Pokal und Medaillen mit

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Auch Nachwuchs des SC Itzehoe in Berlin erfolgreich

von
erstellt am 15.Jun.2017 | 05:00 Uhr

Berlin war für die Trampolinturner des SC Itzehoe (SCI) eine Reise wert. Sowohl beim Deutschen Turnfest als auch bei den darin eingebetteten Deutschen Meisterschaften auf dem Großgerät und auf dem Doppelmini-Trampolin waren die Schützlinge der Trainer Daniel Schmidt und Nicole Bolten mit einem Pokalsieg beziehungsweise einer Silber- und einer Bronzemedaille erfolgreich. Eine noch bessere Bilanz blieb ihnen verwehrt: Dreimal scheiterten sie als Vierte knapp an einem Treppchenplatz. Höhepunkt aus Sicht der Itzehoer war das Turnen auf dem Doppelmini-Trampolin, ein Gerät, auf denen sie bei nationalen Titelkämpfen auch in der Vergangenheit oftmals Edelmetall geholt hatten.

Optimal verliefen die Einzelkonkurrenzen auf dem Doppelmini für Jule Böhm. Sie holte sich hier zu ihrer eigenen Überraschung die Silbermedaille. Jule zeigte in den vier Durchgängen von Vorkampf bis Finale insgesamt drei Doppelsalto – zur Freude von Daniel Schmidt waren sie von der Ausführung her „tadellos und super hoch gesprungen“. Kein Vergleich zu dem, was sie noch bei den Landesmeisterschaften gezeigt hatte. „Die Steigerung in der Schwierigkeit von 7,7 auf 10,2 war deutlich, echt souverän und selbstbewusst“, lobte der Trainer.

Dass sich das SCI-Team mit Saskia Dibbern, Patrik Ehlert, Laura König und Wiebke Mansfeld auf dem Doppelmini letztlich ins Finale vorkämpfen konnte, hatte auch mit Daniel Schmidt zu tun, der als Wettkämpfer des Norderstedter SV (NSV) im Vorkampf seinen ersten Durchgang „vermasselt“ hatte. Dadurch fiel der NSV um einen Platz hinter den SCI zurück und verpasste so den Einzug ins Finale um einen Rang. Bei der Entscheidung zeigten die Itzehoer eine geschlossene Mannschaftsleistung: „Alle Vier erturnten jeweils mehr als 30 Punkte. Da fängt es schon an gut zu werden“, lobte Schmidt die Konkurrenz von der Stör. Niemand sei aus der Mannschaft herausgefallen. Als Team hätten die Itzehoer „super geturnt“ und wären zu Recht Dritter geworden.

Ins Synchron-Finale kämpften sich Wiebke Mansfeld und Partnerin Emilie Mohrholz vor. „Was sie dort zeigten, war sehr ordentlich, aber nicht immer synchron. Beide können aber trotzdem zufrieden sein, denn ihre Haltung war ganz ordentlich“, stellte Daniel Schmidt heraus.

Für Furore sorgte beim Pokalturnen Lara Hülsemann. Bei ihrem Sieg auf dem Großgerät gab sie mehr als 100 Konkurrentinnen das Nachsehen. Nachdem sich die Jugendliche als Achte des Vorkampfers regelrecht ins Finale gezittert hatte, zeigte sie dort, so Daniel Schmidt, „eine fantastische Kür“. Selbstverständlich war die Leistung aber nicht. „Beim Training in Berlin und beim Einturnen vor dem Wettkampf hat eigentlich nichts richtig gut geklappt. Vor der Pflicht wäre ich froh gewesen, unter die besten Zwanzig zu kommen“, betonte Lara Hülsemann im Gespräch mit unserer Zeitung. Grundlage für den Erfolg war offenbar die Stimmung, die die Itzehoerin vor dem Finale hatte: „Ich habe mir gesagt, dass ich mich nicht verschlechtern kann, aber Spaß haben möchte.“ Das habe dann für Entspannung und die nötige Konzentration gesorgt, „um den größten Erfolg auf dem Großgerät zu haben, den ich je hatte“.

Mit Blick auf das Deutsche Turnfest mit seinen diversen Wettbewerben stellte Daniel Schmidt heraus, dass die Veranstaltung immer ein sportliches Großereignis ist, „bei dem man sieht, was man machen muss, um das zu erreichen, was man will“. Wenn diesmal nicht jeder das geschafft hat, was er sich vorher vorgenommen hatte – und das gelte auch für Itzehoer –, dann habe das auch damit zu tun gehabt, dass die Kampfrichter sehr auf die exakte Ausführung der Sprünge geachtet hätten: „Schon ein krummes Bein führte zu Punktverlusten.“ Wie genau und scharf gerichtet wurde, erfuhren Laura König, Wiebke Mansfeld und Patrik Ehlert. Als jeweils Vierte der Doppelmini-Konkurrenzen lagen sie nicht mehr als maximal zwei zehntel Punkte hinter den Medaillenplätzen zurück. Daniel Schmidt: „Da entscheiden Nuancen.“

Ergebnisse

 


Deutsche Meisterschaften Synchron: 7. Wiebke Mansfeld/Emilie Mohrholz (NSV) – weibliche Jugend B; 8. Patrik Ehlert/Paul Ehlert – männliche Jugend B; 13. Lara Hülsemann/Jule Böhm – weibliche Jugend A.

Deutsche Meisterschaften Großgerät: 10. Wiebke Mansfeld – weibliche Jungend B; 13. Paul Ehlert – männliche Jugend B; 16. Patrik Ehlert – männliche Jugend B.

Deutsche Meisterschaften Doppelmini-Trampolin (Einzel): 2. Jule Böhm – weibliche Jugend A; 4. Laura König – Turnerinnen; 4. Patrik Ehlert – männliche Jugend B; 4. Wiebke Mansfeld – weibliche Jugend B; 6. Saskia Dibbern – weibliche Jugend A, 9. Lara Hülsemann – weibliche Jugend B.

Deutsche Meisterschaften Doppelmini-Trampolin (Mannschaft): 4. SC Itzehoe (Saskia Dibbern, Patrik Ehlert, Laura König, Wiebke Mansfeld) – Turner 16 plus.

Pokalturnen: 1. Lara Hülsemann – weibliche Jugend B; 13. Jule Böhm – weibliche Jugend A; 25. Jan Mansfeld – männliche Jugend C; 59. Mareike Warnat – weibliche Jugend C; 103. Vanessa Kühne – weibliche Jugend B.



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