Hockey : Sylja Paul hofft jetzt auf Länderspiele

Steht im Tor der A-Mädchen des  Itzehoer HC oftmals im Brennpunkt: Sylja Paul.
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Steht im Tor der A-Mädchen des Itzehoer HC oftmals im Brennpunkt: Sylja Paul.

Torhüterin des Itzehoer HC hat den Sprung in den U16 Jahres-Nationalkader geschafft.

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29. November 2013, 17:05 Uhr

Bekommt der Itzehoer Hockeyclub (IHC) bald eine Nationalspielerin? Torhüterin Sylja Paul hat beim Sichtungstraining in Hannover den Sprung in den U16-Jahreskader geschafft. Wenn im kommenden Jahr Ostern die nächsten Länderspiele stattfinden, darf die 15-Jährige auf einen Einsatz hoffen.

Als die im Stadtteil Tegelhörn groß gewordene Itzehoerin mit sieben Jahren zusammen mit Klassenkameradinnen der EMA-Schule beim IHC schnupperte, dachte natürlich noch niemand an eine Karriere im Hockey-Sport. Und schon gar nicht im Tor. „Zuerst wurde überhaupt keine Torhüterin gebraucht, weil wir nur auf kleine Tore gespielt haben. Erst mit neun ging es los mit großen Toren.“ Da habe sie sich dann freiwillig gemeldet, als niemand zwischen die Pfosten wollte, erzählt Sylja Paul. „Es hat mir gut gefallen, so dass ich gerne dabei geblieben bin.“ Mittlerweile hat sich die Schülerin zu einer Klasse-Torhüterin entwickelt, die bereits etliche Einsätze in der Landesauswahl hinter sich hat. Seit drei Jahren ist sie die Nr. 1 in der SH-Auswahl. Auch den Bundestrainern blieb das Können der Steinburgerin nicht verborgen. Sie luden Sylja zum Sichtungstraining nach Hannover ein, wo sie sich neben drei anderen Torhüterinnen für den U-16 Kader qualifiziert hat.

„Die Sichtung war hart.“ Dort sei das Hauptaugenmerk zunächst auf Sprintfähigkeit und Ausdauer gelegt worden. „Erst am Ende wurde auch gespielt, wobei die Torhüterinnen eher weniger beschäftigt waren.“ Sie habe immer das Gefühl gehabt, gut mithalten zu können. Dies bestätigte sich schließlich bei der Auswertung des Lehrgangs. Sylja bekam viel Lob für ihre Einsatzbereitschaft. Allerdings müsse sie noch etwas an ihrer Schnelligkeit und Wendigkeit arbeiten. Dass dies geschehen wird, ist eigentlich keine Frage, denn die 15-Jährige hat großen Ehrgeiz entwickelt und trainiert dreimal die Woche mit ihrem Trainer Oliver Rohwedder. „Ich habe ihm viel zu verdanken. Er macht ein Supertraining, genau wie seine Vorgängerin Dagmar Stammann, die ebenfalls sehr viel für mich getan hat“, lobt Sylja ihre Heimtrainer. Dass sie sehr oft im Mittelpunkt stehe, sei natürlich auch ein Grund für die Nominierung zum Sichtungslehrgang gewesen. „Wir sind den anderen Mannschaften oftmals körperlich unterlegen, weil wir hauptsächlich mit B-Jugend-Spielerinnen in der A-Jugend antreten“, erzählt sie.

Ein Bild konnte man sich davon beim letzten Heimspiel gegen Rissen machen. Sylja Paul hatte durch mehrere gute Abwehraktionen mit dafür gesorgt, dass am Ende beim 2:2 ein Punkt für die IHC-Mädchen heraussprang. Die Tore hatten Mareike Schmidt und Daria Rowedder erzielt.

„Ich spiele gern in dieser Mannschaft. Wir verstehen uns sehr gut“, sagt Sylja, die allerdings auch schon ein Probetraining in Flottbek absolviert hat. „Man hat mir beim Sichtungslehrgang empfohlen, zu einem größeren Verein zu wechseln. Flottbek war an mir interessiert und ich habe das Angebot zum Probetraining natürlich angenommen.“ Dort seien die Perspektiven besser, so dass sie wohl zur Feldsaison nach Hamburg gehen werde – auch wenn ihr das sehr schwer falle. „Ich möchte aber weiterkommen und vielleicht einmal Bundesliga spielen“, sagt die Itzehoerin, die an der KKS in drei Jahren ihr Abitur machen will. Neben Hockey und Schule bleibt nur wenig Zeit für weitere Hobbys. Sylja hat aber auch Gefallen an Musik und spielt mit der Clarinette sogar ein Instrument. „Mehr geht jedoch nicht, denn schließlich muss ich auch noch mal etwas mit meinen Freundinnen unternehmen“, schmunzelt die 15-Jährige. Dass das Torwarttraining aber weiter im Vordergrund stehen wird, daran besteht kein Zweifel, denn die ehrgeizige Itzehoerin will die Chance, im Nationalteam antreten zu können, unbedingt nutzen.

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