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1. Segel-Bundesliga : SVI freut sich über den Klassenerhalt

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Itzehoer Crew landet in Hamburg auf Platz zehn und ist auch in der Endabrechnung nach sieben Regatten Zehnter

Eigentlich war der letzte Wettkampftag der 1. Bundesliga ein gebrauchter Tag für die Seglervereinigung Itzehoe (SVI). Doch am Ende war die Freude groß, dass der Klassenerhalt ohne Relegation geschafft war. „Wir haben unser Minimalziel ersegelt. Mehr als der zehnte Platz war im Gesamtklassement sowieso nicht mehr möglich“, sagte Steuermann Christian Soyka. Damit sei man zufrieden. In der kommenden Saison müsse allerdings einiges verbessert werden, so Soyka kritisch. „Heute wurden uns auf der Außenalster die Grenzen aufgezeigt.“

Nachdem am ersten Tag wegen Flaute die Boote gar nicht erst zu Wasser gelassen worden waren, trumpfte die Itzehoer Crew – neben Cristian Soyka gehörten Stefan Schimkowski, Kay Harder und Hinnerk Müller zur Besatzung – am Freitag groß auf. Nach sechs Flights bei schwachem Wind lagen die Itzehoer auf dem dritten Platz. Zweimal hatte man dabei die Konkurrenz komplett hinter sich gelassen. „Der Freitag lief fast optimal. Es war für uns ein System zu erkennen, denn die Winddreher blieben in einem zeitlichen Fenster.“ Das habe sich am Sonnabend jedoch grundlegend geändert. Der Wind sei wesentlich stärker gewesen und habe innerhalb kürzester Zeit gedreht. „Darauf konnten wir uns nie richtig einstellen. Bei solchen Verhältnissen muss man schnell reagieren. Da waren andere wesentlich besser.“

Dies galt vor allem für den Berliner Yacht Club, der in Hamburg souverän gewann, den Zweitplatzierten Münchner Yacht Club, den neuen deutschen Meister Deutscher Touring Yacht-Club aus Tutzing am Starnberger See, aber auch den Düsseldorfer Yacht Club, die allesamt mit jungen Teams unterwegs waren. Es wurde hart gesegelt und da konnte selbst Altmeister Jochen Schümann nicht ganz mithalten. Der Olympiasieger wurde in Hamburg zwar insgesamt Sechster, die Relegation konnte er für seinen Yachtclub Berlin Grünau jedoch nicht verhindern.

Für den SVI lief es am Sonnabend mehr schlecht als recht. Drei vierte, zwei fünfte und gar ein sechster Platz ließen die Itzehoer immer weiter zurückfallen. Ein wenig Pech war auch dabei, als man beispielsweise bei der Zieleinfahrt vom vorfahrtberechtigten Kieler Yacht-Club so weit abgedrängt worden war, dass man wegen Tonnenberührung noch einen Kringel drehen musste. Das bedeutete anstatt vierter, sechster und damit letzter Rang. Zwei Punkte weniger hätten bei der Hamburg-Regatta am Ende immer noch für den siebten Platz gereicht. So wurde es der zehnte und das auch nur, weil es wenigstens im zehnten Flight ganz ordentlich lief, in dem mit Rang zwei die beste Platzierung am Sonnabend heraus gesegelt wurde. Die beiden anderen Teams aus Schleswig-Holstein machten es jedoch noch schlechter. Sie belegten zum Schluss Platz 14 (Kieler Yacht Club) und 15 (Flensburger Segel-Club). Das war für beide enttäuschend, denn sie hatten auf Platz vier im Endklassement spekuliert. Damit fielen sie in der Abschlusstabelle jedoch auf Rang acht (Kiel) und neun (Flensburg) zurück.

„Wir müssen uns besser vorbereiten, mehr trainieren und uns dabei auch zusammenschließen, damit wir Schleswig-Holstein besser vertreten können“, fordert Christian Soyka. Beim SVI werde man die Ergebnisse jetzt erst einmal sacken lassen, doch spätestens in drei Wochen wolle man die gesamte Saison noch einmal in Ruhe analysieren und schon frühzeitig für das nächste Jahr planen. „Das Ziel ist, besser zu werden. Dafür müssen wir einiges tun und vor allem rechtzeitig damit beginnen“, mahnt Soyka. Im Moment überwiege jedoch noch die Freude: „Wir sind heilfroh, dass wir ohne Relegation weiter in der 1. Bundesliga segeln.“ 

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erstellt am 02.Nov.2015 | 05:00 Uhr

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