zur Navigation springen

Turnen : Streben nach Eleganz und Perfektion

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die 15-jährige Marie Gründel vom ETSV Fortuna Glückstadt betreibt seit neun Jahren Leistungssport.

Pokalkampf des Kreisturnverbandes Steinburg in Hohenlockstedt – mit dabei an den Geräten Boden, Balken, Sprung und Stufenbarren und eine der Siegerinnen: Marie Gründel vom ETSV Fortuna Glückstadt (ETSV). Das Turnen, so berichtet die 15-Jährige im Gespräch mit unserer Zeitung, betreibe seit ihrer frühesten Kindheit: Ihre ersten Schritte auf dem Hallenboden in der Elbestadt machte sie beim Mutter- und Kindturnen. Danach, im „Zwergenalter“ von vier bis sechs Jahren, war sie Mitglied einer Gruppe, die zwar noch kein Leistungstraining betrieb, aber schon etwas zielgerichteter Körperkraft aufbaute und mit Hilfe von Beweglichkeitsübungen auf das Geräteturnen hinarbeitete. Den eigentlichen Leistungssport betreibt sie nun schon seit rund neun Jahren, und unter der Anleitung von Harald Kolbow, der sie auch heute noch trainiert, hat sie ihre Turnwettkämpfe absolviert.

Neben vielen Kreismeisterschaften und Siegen bei Pokalwettkämpfen holte sie sich in der Zwischenzeit fünf Landesmeistertitel im Gerätevierkampf und war mehrfach bei Turngruppenwettkämpfen (TGW) mit dem ETSV auch auf nationaler Ebene erfolgreich: Zweimal wurde sie mit ihrem Team Bundespokalsieger und einmal Deutsche Vizemeisterin in einer Konkurrenz, die aus Bodenturnen, Tanzen, Werfen und Pendelstaffel besteht. Mit Blick auf ihre Vielseitigkeit stellt Marie Gründel heraus, dass sie sich am liebsten mit dem Bodenturnen beschäftigt, weil das auch Teil der TGW-Wettkämpfe ist. Doch mittlerweile habe sie sich auch zu einem „Balkenfan“ entwickelt.

Ihre gesamten sportlichen Aktivitäten könne sie noch gut mit der Schule vereinbaren. „Noch habe ich keinen Klausurstress. Deshalb bekomme ich das mit dem Unterricht noch gut hin, auch wenn es manchmal schwierig ist, Schule und Sport miteinander zu vereinen und nichts zu kurz kommen zu lassen. Aber das ist völlig in Ordnung.“ Sie sei sich aber sicher, dass die folgenden drei Jahre auch für sie schwieriger zu gestalten sind, denn da arbeitete sie dann auf die Abiturprüfungen am Detlefsengymnasium hin. „Da muss ich gucken, wie ich das am besten hinkriege.“ Und wenn schulisch alles glatt läuft und der Körper mitspielt, würde sie sich ab 2016 gerne zur Kürturnerin entwickeln. „Bisher habe ich mich im Wettkampf ausschließlich dem Pflichtturnen gewidmet.“

Was sie am Turnsport besonders fasziniere? „Eleganz und Perfektion der Übungen.“ Sie arbeite gern an der Verbesserung ihrer Haltung und habe den Ehrgeiz, die turnerischen Elemente so perfekt wie möglich zu beherrschen. „Es motiviert mich einfach, besser zu werden.“

Für sie selbst sei der Turnsport die richtige Freizeitbeschäftigung. Wer es ihr gleichtun wolle, müsse sich überlegen, ob er leistungsmäßig turnen und etwas erreichen will. „Man muss Spaß haben am Ausprobieren und man muss auch ehrgeizig sein.“ Vor allem dürfe man sich nicht von Misserfolgen aus der Bahn werfen lassen. „Wichtig ist, immer weiter zu machen und sich nicht unterkriegen zu lassen. Auch mir ist schon etwas misslungen.“ Aber wenn sie dann im entscheidenden Moment vom Balken gefallen ist, habe sie sich bemüht, sich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen. „Ich habe dann das nächste Gerät angesteuert und mir gesagt, dass ich dann eben dort die Punkte holen muss, die ich vorher verloren habe.“

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen