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Crosslauf-Landesmeisterschaften : Steinburger Läufer auf gutem Weg

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Viele starke Platzierungen bei den Titelkämpfen im Pünstorfer Gehölz – Lohn für engagierte Trainingsarbeit.

shz.de von
erstellt am 17.Dez.2013 | 04:59 Uhr

Wer die jüngsten Landescrossmeisterschaften im Pünstorfer Gehölz als Standortbestimmung für die hiesige Leichtathletik in dieser Spezialdisziplin wertet, der kann getrost mit aus dem schwierigen Gelände nehmen: Sie ist auf einem guten Weg. Eine solche Fülle herausragender bis guter Leistungen bei einer Cross-LM hatte es für die Steinburger Cross-Szene schon lange nicht mehr gegeben. Verantwortlich dafür waren die Aktiven des SC Itzehoe und der LC Oase Hingstheide, die in vielen Altersklassen zeigten, dass sie engagiert trainiert hatten und von ihren Trainern gut auf die Rennen vorbereitet worden waren: Schüler, Jugendliche, Erwachsene.

Noch bevor überhaupt der Startschuss für die Nachwuchsläufe gefallen war, prognostizierte SCI-Trainer André Beltz „gutes Abschneiden“ für seine Schützlinge. Und dazu zählten gleich mehrere Aktive: „Ich traue Anna Gehring viel zu und hoffe, dass ihr ein Erfolg nach dem nicht optimalen Saisonverlauf neues Selbstvertrauen gibt – auch für die Hallensaison, die nun vor ihr liegt.“ Am Ende erlief sich seine U18-Läuferin den Titel in ihrer Altersklasse. Einziger Schönheitsfleck in dem ansonsten gut gestalteten Rennen: Nachdem die spätere Gesamtsiegerin des Frauen- und Jugendrennens, Andrea Diethers, am letzten Anstieg und nach scharfem Antritt an Anna Gehring vorbeizog, blickte sich die Itzehoerin nach der nachfolgenden Konkurrenz unnötig um und löste so den Kontakt zur Rönnauerin vollends auf. „Das war das falsche taktische Signal an die Führende und hat Anna Boden gekostet“, bedauerte André Beltz.

Gespannt blickte der SCI-Trainer in Richtung Paulina Kayßer. Für die Schülerin aus seiner Trainingsgruppe war es der erste große Auftritt auf Landesebene: „Paulina ist sehr aufgeregt. Sie kann zwar laufen, muss sich heute aber auf sich selbst besinnen.“ Am Ende nutzte die W14-Läuferin ihre Chance und lief so mutig gegen schärfste Landeskonkurrenz, dass für sie ein Podiumsplatz heraussprang. Dass der erst 13-Jährigen zum Schluss auf schwerem Terrain die Kräfte schwanden, ist normal.

In Szene setzten sich aber auch andere Itzehoer Nachwuchsläufer – unter anderem die beiden U16-Läufer Philipp Gehring und Jacob Radau als Zweiter und Vierter. Und fast hätte es Philip Gehring seiner älteren Schwester nachgetan: Dem Fünfzehnjährigen fehlten nur zwei Sekunden zum Sieg.

Auf der längsten Strecke über 9160 Meter tat sich aus Itzehoer Sicht ebenfalls Großes: Fritjof Dirksen belegte bei den Männern nach starker Vorstellung den dritten Rang, und Malte Zander holte sich in der Altersklasse M30 Platz zwei: „Ich bin erst wieder seit ein paar Wochen im Training. Deshalb bin ich ohne Ambitionen zum Cross gekommen. Aber wenn man mit Spaß läuft, kann auch so etwas wie heute dabei herauskommen“, freute sich Fritjof Dirksen über die unerwartete Platzierung.

Unerwartet gut waren zum Teil auch die Hingstheider. Bisher glänzten in erster Linie deren Senioren, die mit Viktor Kirsch und der Seniorenmannschaft M40/45 heiße Eisen im Pünstorfer Feuer hatten und sich selbst auch bestätigten: Viktor Kirsch wurde Gesamtsieger auf der Senioren-Mittelstrecke, und als Team holte sich die LC Oase Hingstheide mit fünf Sekunden Abstand hinter dem Hamburger SV die Vizemeisterschaft.

Ins Rampenlicht kämpften sich aber auch andere aus der kleinen Steinburger Gemeinde – so zum Beispiel Philip Krützelmann als Zweiter der Altersklasse M14 und Matthias Kuhr als Vizemeister der Klasse M40. Dritter wurde Lars Lassen im Lauf der Seniorenklasse M40. Bezogen auf Philip Krützelmann bemerkte LC-Trainer Andreas Ehlers: „Das sah schon wie richtiges Laufen aus, aber Philip sollte ja auch couragiert rennen. Dass er allerdings so weit vorne liegen würden, das hatte ich nicht erwartet.“ Der so Gelobte war ebenfalls mit sich und der Welt zufrieden, fand aber noch „ein Haar in der Suppe“: „Die Schlussrunde ist noch ausbaufähig.“

Im Gespräch mit unserer Zeitung plädierte Andreas Ehlers dafür, dass sich insbesondere auch die jungen Aktiven der Landeskonkurrenz stellen. Das sei wichtig für ihre weitere läuferische Entwicklung. „Anders als bei den Steinburg-Cup-Rennen geht es hier von Anfang an zur Sache und für manchen dürfte es eine Überraschung gewesen sein, dass das Tempo von Anfang an hoch ist, statt gemächlich gesteigert wird.“

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