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Pellkartoffellauf : Start-Ziel-Sieg des Lokalmatadors

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Romy Wischmann und Frederic Süßmann gewinnen in Hohenlockstedt über 10 km. Auf der halben Distanz sind Paulina Kayßer und Jakob Radau Schnellste nicht zu schlagen.

Beste Laufbedingungen beim Hohenlockstedter Pellkartoffellauf sorgten durchweg für gute Ergebnisse: Über zehn Kilometer waren Romy Wischmann (41:47) und Frederic Süßmann (35:08) die Schnellsten, und im Fünf-Kilometer-Lauf sorgten Paulina Kayßer (19:36) und Jakob Radau (18:27) für die besten Zeiten.

Dass der in Hohenlockstedt wohnende Frederic Süßmann über die Mitteldistanzen flott unterwegs sein kann, hatte er in der Vergangenheit oftmals bewiesen. Dass er aber auch die nötige Puste hat, um längere Strecken für sich zu entscheiden, stellte er mit seinem Sieg über die zehn Kilometer nachdrücklich heraus. Am Ende lag die wahrlich nicht langsame Konkurrenz über eine Minute zurück.

Die Grundlage für seinen Sieg legte Frederic Süßmann bereits zu Beginn des Rennens: Kaum war der Startschuss verhalt, das lag der spätere Sieger bereits in Front und baute die führende Position peu á peu aus. Hinter ihm bildete sich schnell eine siebenköpfige Verfolgergruppe, die bis Kilometer fünf auch gut zusammenarbeitete, dann aber auseinanderfiel. Mit dabei waren Andreas Ehlers (36:20), Kai Neumann (36:27), Kurt Lünnemann (36:41), Manuel Mohr (36:50), Lars Lassen (36:51), Matthias Rotzoll (36:59) und Sven Teegen (39:07).

Zunächst unternahm Kai Neumann einen Ausreißversuch, konnte sich aber nicht entscheidend lösen und wurde von Andreas Ehlers drei Kilometer vor Schluss eingeholt. Gemeinsam liefen beide dem Ziel entgegen, bis Andreas Ehlers 150 Meter vor Schluss zum Endspurt ansetzte und das bessere Ende für sich hatte.

„Es lief super gut für mich“, freute sich Frederic Süßmann über seinen Erfolg. Zum Schluss sei es für ihn zwar „am härtesten gewesen“, dennoch habe er nie das Gefühl gehabt, er könne einbrechen. „Nur auf den ersten fünf Kilometern hatte ich gedacht, es könnte am Ende noch knapp werden.“ Angesichts der Leistung von Frederic Süßmann sprach Andreas Ehlers von einem verdienten Start-Ziel-Sieg des Ersten.

Bei den Frauen hatte Romy Wischmann in Dörte Siebke (42:03) mehr Konkurrenz als ihr lieb sein konnte. „Mit soviel Gegenwehr hatte ich gar nicht gerechnet“, kommentierte die Siegerin dann auch die Tatsache, dass sie die spätere Zweite erst auf dem letzten Kilometer niederkämpfen konnte. „Ich habe dann sehr viel in den Schlussspurt investiert, weil ich mich nicht einholen lassen wollte“, stellte Romy Wischmann im Ziel heraus.

Als Romy Wischmann an ihr vorbeizog, sei der Schreck für sie nicht groß gewesen: „Ich hatte mir während des Rennens immer wieder die Frage gestellt, ‚Wann kommt sie?’“, gab Dörte Siebke zu erkennen, dass sie mit Platz zwei letztlich ganz zufrieden war. „Ich bin super glücklich, dass es nach längerer Verletzungspause schon wieder so gut lief.“ Bis Kilometer acht sah es zunächst so aus, als könnte der dritte Platz an Susanne Schönebeck fallen, doch dann mobilisierte Steffi Kattge (42:36) ihre Kraftreserven und zog unaufhaltsam an der Kremperheiderin vorbei. Zu dem Zeitpunkt lagen Ute Krause (44:46) und Iris Koch (46:14) bereits soweit zurück, dass für sie das Erklimmen eines Podiumsplatzes außer Reichweite war.

Bedauerlich für den Ausgang des Männerrennens über fünf Kilometer war, dass die Besten nicht in einem Lauf starteten: Jakob Radau (18:27), Sven Lüders (18:39) und Marcel Krüger (19:07) kämpften im zweiten Fünfer, währende Patrick Roß (18:54) und Alexander Schilling (19:01) für den ersten gemeldet hatten. Eine Tatsache, die aus sportlicher Sicht keinen Sinn macht, weil sich die Spitzenläufer nur aus dem Weg gingen, statt ein gemeinsames Rennen zu gestalten.

Der spätere Sieger, Jakob Radau, ging sein Rennen betont vorsichtig an: Nachdem er nach dem ersten Kilometer noch an vierter Stelle lag, besann er sich danach seiner Stärken und folgte Sven Lüders mit geringem Abstand. Einen Kilometer vor Schluss dann der entscheidende Vorstoß von Jakob Radau auf die Spitze: „Da konnte ich nicht mehr folgen“, erkannte Sven Lüders die Leistung des Siegers an.

Bei den Frauen hatte Paulina Kayßer letztlich leichteres Spiel, als sie zuvor geglaubt hatte, dennoch sei sie „mit Druck“ gelaufen. „In Hohenlockstedt ist immer gute Konkurrenz am Start, weil der Pellkartoffellauf der letzte Lauf im Cup-Wettbewerb ist. Erst nach drei Kilometern war ich mir sicher, hier auch gewinnen zu können.“ Hinter der Führungsläuferin kämpften Nina Gründel (20:26), Johanna Grell (21:22) und Mia Böthern (21:42) um die Positionen, ohne Paulina Kayßer gefährden zu können.

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erstellt am 01.Okt.2013 | 05:00 Uhr

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