Reitsport : Starkes Feld in Parcours und Viereck

Der „Große Preis von Kellinghusen“ ist die wichtigste Springprüfung bei den Kellinghusener Reitertagen: Im vergangenen Jahr nahm an dem S-Springen mit Stechen auch Kristin Kirchner auf Elba-Montanja teil. Das Paar belegte Rang zwei.
Der „Große Preis von Kellinghusen“ ist die wichtigste Springprüfung bei den Kellinghusener Reitertagen: Im vergangenen Jahr nahm an dem S-Springen mit Stechen auch Kristin Kirchner auf Elba-Montanja teil. Das Paar belegte Rang zwei.

S-Dressur und S-Springen zählen bei den Kellinghusener Reitertagen zu den Höhepunkten des Turnierwochenendes.

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22. August 2018, 11:50 Uhr

Viel vorgenommen haben sich die Offiziellen der Reit- und Fahrschule Kellinghusen (RFSch). Von Donnerstag bis Sonntag lassen sie auf ihrem Gelände in der Schützenstraße insgesamt 37 Prüfungen richten. Erwartet werden über 750 Reiter, die 1630 Pferde vorstellen werden. „Über den Zuspruch der Dressur- und Springreiter für das Kellinghusener Turnier freuen wir uns sehr“, betonte Vereinspressesprecher Dennis Kahnau. Selbstverständlich seien die über 1900 Nennungen nicht, denn es liefen zur selben Zeit an anderen Orten im Land weitere Reitveranstaltungen, so zum Beispiel in Emkendorf, Boostedt, Löwenstedt und Groß Wittensee.

Zu den herausragenden Prüfungen des Turniers zählen auf den Spring- und den Dressurplätzen eine S-Dressur (Sonntag ab 12.30 Uhr) sowie das Zeitspringen der Klasse S (Sonnabend ab 18 Uhr) und der Große Preis von Kellinghusen (Sonntag ab 15.45 Uhr), ein Springen ebenfalls der Klasse S mit Stechen um den Sieg. Dennis Kahnau: „Für den Großen Preis erwarten wir wieder 50 Paare. Eventuell werden es noch einige mehr werden, weil der Turnierveranstalter in Schenefeld sein zeitgleiches Turnier mit mehreren S-Springen und S-Dressuren abgesagt hat.“ So hat sich Nationenpreisreiterin Ragna Mann aus Nutteln nun entschlossen, in Kellinghusen in der Dressur zu starten.

Apropos Dressur: Nachdem sich die RFSch im vergangenen Jahr entschieden hatte, erstmals eine S-Dressur in das Prüfungsprogramm mit aufzunehmen, war sie vom hohen Interesse der Aktiven selbst überrascht. „Daher“, so Dennis Kahnau, „haben wir die Startplätze auf 45 Paare begrenzt.“ Sein Resümee: „Eine Dressur dieser Klasse bindet zwar enorm viele Helfer, hebt aber auch deutlich die Attraktivität der Veranstaltung.“

Dass sich Kellinghusen zu einer guten Adresse für Dressurreiter entwickelt, beweist ein absolut neues Angebot: Am Freitagabend (ab 18 Uhr) wird eine Dressurprüfung der Klasse M** (Kür) gerichtet, für die sich Dressurreiter Anfang Juni beim Turnier in Hademarschen qualifizieren konnten. Dennis Kahnau: „Die einstudierte Dressur-Kür wird mit eigens mitgebrachter Musik auf dem geforderten Niveau präsentiert. Können, Eleganz und künstlerischer Aspekt in Harmonie mit der Musik werden hier bewertet.“

Kahnau stellte heraus, dass es für einen Reitsportverein unerlässlich ist, den Nachwuchs zu fördern. Deshalb bekommen auch diesmal wieder junge Reiter Gelegenheit, sich auf dem großen Reitplatz zu präsentieren und an Prüfungen für die Leistungsklassen 5 und 6 teilzunehmen. Eine dieser Prüfungen ist das Springen um den Rekord-Steinburg-Cup, das in Kellinghusen am Freitagnachmittag „für aufstrebende Talente und erfahrene Reiter“ aus dem Bereich des Kreisreiterbundes Steinburg mit der fünften Qualifikation beginnt und Sonnabend (ab 11.15 Uhr) mit dem Finale endet. Dennis Kahnau: „Beim Rekord-Cup kommt es auf Talent, Geschick und Leidenschaft zum Springsport an. Die Quali-Turniere der Nachwuchsserie werden als Stilspringen auf A*-Niveau ausgetragen. Erst im Finale zählt im Stechen der schnellste fehlerfreie Ritt.“

Ein Blick in die Gesamt-Nennlisten zeigt, dass sich auch in diesem Jahr bekannte Reiter den Anforderungen in Kellinghusen stellen wollen. Zu den namhaftesten Akteuren zählen neben Ragna Mann insbesondere Janne-Friederike Meyer-Zimmermann und Nisse Lüneburg, der 2012 und 2014 das Deutsche Springderby in Hamburg-Klein Flottbek auf Calle Cool gewonnen hatte. Beteiligen wollen sich aber auch Ex-Weltmeister Sören von Rönne sowie die dänische Nationenpreisreiterin Charlotte von Rönne (ehemals Lund).

Aus dem Bereich des Kreisreiterbundes Steinburg wollen ebenfalls zahlreiche erfolgreiche Reiter ihre Visitenkarten auf dem Springplatz und auf den zwei Vierecken und eventuell auch in der Halle abgeben. Genannt haben unter anderem Sonja Franzenburg-Much und Lena Dühring in der Dressur sowie Lena Glisic (ehemals Timm), Jessica Magens, Isabell Jahr, Steffen Dehmelt und Kevin Much. In den Startlöchern stehen aber auch die Kellinghusener Reiter, sie werden versuchen, um den Sieg beim Rekord-Cup mitzureiten.

Der Veranstalter teilt mit, dass an allen Prüfungstagen freier Eintritt besteht. Eingeladen wird zudem zu einer „Stiefelparty“ am Sonnabend ab 21.30 Uhr.

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