zur Navigation springen

Triathlon : Starkes Debüt für Fortuna Glückstadt

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Erster Triathlon in der Elbestadt wird ein voller Erfolg. Lisa Sieburger und Marcel Krüger gewinnen dabei die Sprintdistanz.

Das war doch mal ein gelungener Einstand: Beim ersten Glückstädter Triathlon klappte am Sonnabend nahezu alles wie am Schnürchen. Allenthalben verdientes Lob gab es deshalb für die Organisatoren des ETSV Fortuna Glückstadt von Zuschauern und Athleten. „Das ist wirklich eine prima Veranstaltung“, urteilte zum Beispiel Volker Buhmann. Der zweite Vorsitzende des SC Itzehoe war auf der Sprintdistanz gestartet. „Auf der Radstrecke war es längst nicht so knifflig, wie es angesichts der Witterung zu befürchten war. Und in den Kurven muss man ohnehin vorsichtig fahren.“ Sogar der Dauerregen dieser Tage legte zumindest für die Zeit der Veranstaltung eine Pause ein und sorgte für guten Publikumszuspruch am Glückstädter Hafenkopf. Mit 19,8 Grad konnte das Wasser im Hafenbecken locker mit der Außentemperatur mithalten.

Auch die örtlichen Organisatoren um Fortuna-Chef Thomas Gründel, Silke Gründel, Peter Thormählen und Tina Gosemann waren insgesamt sehr zufrieden. Und das nicht nur, weil die Felder schon im Vorfeld ausgebucht waren. „Die Resonanz von allen war superpositiv“, resümiert Thomas Gründel. „Viele Auswärtige, die Glückstadt bis dahin noch nicht kannten, waren vom Ambiente sehr angetan. Es war ja zudem schon sehr reizvoll, einerseits Top-Triathleten zu sehen, aber eben auch diejenigen, die bei uns ihren ersten Wettbewerb dieser Art absolviert haben. Es war toll, in wie viele freudig-erschöpfte Gesichter man da geblickt hat.“

Insgesamt sei der Eindruck so gut gewesen, dass die Veranstaltung mit Sicherheit eine Fortsetzung finden wird. „Wir brauchen dann sicher den einen oder anderen Sponsor dazu, aber es gibt schon sehr viele positive Signale diesbezüglich.“ Auch die Kampfrichter der Schleswig-Holsteinischen Triathlon-Union (SHTU), die ja Eindrücke von sehr vielen Veranstaltungen haben, hätten dazu ermuntert.

Ein echtes Ärgernis gab es aus Veranstalter-Sicht aber doch: „Es ist schon schlimm, dass einige Leute Absperrungen, aber auch die Hinweise unserer Helfer einfach ignorieren“, klagt Thomas Gründel. „Das kann gerade an der Radstrecke so unglaublich gefährlich werden.“ Zum Glück kam es am Sonnabend zu keinem Unfall.

In sportlicher Hinsicht dominierten auf der Sprintdistanz Lisa Sieburger (TuS Griesheim, 1:06,17 Std.) und Marcel Krüger (SC Itzehoe, 1:05,25) das Geschehen. Die Hessin mit familären Wurzeln in Glückstadt gehörte bereits zum B-Kader der Deutschen Triathlon-Union und startete auch schon im Weltcup. In Glückstadt kletterte sie nach den 500 Metern Schwimmen fast zeitgleich mit der späteren Zweiten Chantal Boubakeur (Pinneberg) aus dem Hafenbecken. Beim ersten Wechsel hatte sie im direkten Vergleich zwar noch einige Sekunden verloren. Doch auf der Raddistanz fuhr sie einen klaren Vorsprung von etwa 1:30 Min. heraus und auch auf dem abschließenden Fünf-Kilometer-Lauf war sie mit 19:21 Minuten am schnellsten. Boubakeur, die für das Frauenteam des SC Itzehoe in der Regionalliga startet, sicherte auf der Laufstrecke ihren Vorsprung auf die Drittplatzierte Fenja Dibbern (Athletico Büdelsdorf) ab. In die Top-Ten schafften es auch Johanna Grell (4.) und Leonie Jensen (7.; beide SC Itzehoe).

Bei den Männern hatte es zu Beginn noch nicht nach dem Erfolg von Marcel Krüger ausgesehen. Nach dem Schwimmen lag der spätere Sieger noch an zwölfter Stelle, doch sowohl auf dem Rad als auch auf der Laufstrecke zeigte er seine Klasse und lieferte die mit Abstand schnellsten Zeiten. Am Ende hatte der SCI-Athlet fast zwei Minuten Vorsprung vor Lasse Heiden vom USC Kiel und weitere 20 Sekunden vor dem Drittplatzierten Dirk Mieling (Team Erdinger Alkoholfrei). Mit Christian Kock (4., Laufen ohne Leiden), Wilko Westphal (8.; Feuerwehr Glückstadt), Nils Meyer (9.; SC Itzehoe) und Robin Muxfeldt (10; MTV Wilster) schafften es weitere Steinburger Athleten unter die besten Zehn.

Schnellste Männerstaffel im spannenden Wettkampf-Format „Teamsprint“ war nach Addition aller vier Starter der SV Enge-Sande mit 2:02,30 Stunden. Bei den Frauen waren die „Turbofrösche“ des SC Itzehoe (2:17,24) in der Besetzung Jacqueline Menzel, Christine Leppert, Alexandra Kattge und Helga Böhm nicht zu schlagen. Bestes Mixed-Team war der SC Itzehoe I (1:57,31) mit Jakob Radau, Alicia Stölting, Paulina Kayßer und Marvin Salto. Dieses Quartett blieb als einziges von 17 gestarteten unter der Grenze von zwei Stunden.

Die Adressaten der Ausschreibung waren aber nicht nur die Triathlon-Cracks, sondern gerade auch jene, die mal hineinschnuppern wollen – wie Nele Hamann aus Wilster, die ihr Triathlon-Debüt gab. „Es hat viel Spaß gemacht. Ich fühle mich zwar kaputt, aber dabei total gut“, sagte die 21-Jährige nach dem Zieleinlauf. Einzeln seien die Disziplinen ja leicht machbar, aber die Kunst liege darin, alles hintereinander weg zu machen. Das fange schon beim Massenstart im Wasser an. „Ich hatte dauernd irgendwelche Füße im Gesicht und bin dann auch erst einmal weit nach hinten gefallen.“ Beim ersten Wechsel nach dem Schwimmen waren die Hände so zittrig, dass sie lange brauchte, um in die Schuhe zu kommen. Auf dem Rad galt es dann, die höchstmögliche Konzentration zu halten – vor allem in den engen Kurven. „Vor dem Laufen habe ich dann gedacht: Egal, was passiert – ich will da einfach nur durchkommen.“ Das hat aber gut geklappt, denn im Ziel landete sie mit 1:32:04 auf Rang 16 von 30 Finisherinnen. Sehr geholfen habe ihr die Anfeuerung im Feld, aber auch von den Zuschauern.

Resultate im Internet unter http://my1.raceresult.com

zur Startseite

von
erstellt am 03.Jul.2017 | 04:37 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen