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Leichtathletik : Starke Zeiten trotz großer Hitze

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Steinburger Langstreckler sammeln viele Podestplätzen bei der Landesmeisterschaft in Itzehoe. Viktor Kirsch verbessert sogar den M45-Landesrekord über 5000 Meter.

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erstellt am 30.Mai.2017 | 05:01 Uhr

Starke Leistungen boten die Steinburger Leichtathleten bei der Landesmeisterschaft auf den langen Bahnstrecken im Itzehoer Stadion. Der SC Itzehoe richtete die gemeinsamen Titelkämpfe der Leichtathletikverbände Schleswig-Holstein und Hamburg aus. Während die Wertung in den Jugend-, Frauen- und Männerklassen gemeinsam erfolgte, wurde in den Schülerklassen nach Landesverbänden getrennt. Gleichzeitig schrieb der KLV Steinburg Kreismeisterschaften aus, doch die Resonanz darauf war eher gering. Das größte Starterfeld trat dabei im 800-Meter-Lauf an: Alle sieben Teilnehmer aus unterschiedlichen Altersklassen kamen vom LC Oase Hingstheide.

Das war denn auch der einzige Wermutstropfen bei den Organisatoren: „Die Meldezahlen bei der Kreismeisterschaft sind leider sehr bescheiden gewesen“, sagte SCI-Abteilungsleiter Gerd Frähmcke. „Ansonsten lief alles gut, auch wenn die Aktiven ein wenig unter den hohen Temperaturen um die 30 Grad gelitten haben. Ansonsten haben wir positive Rückmeldungen bekommen. Aber unser eingespieltes Helferteam bemüht sich auch immer sehr darum, allen ein vernünftiges Ambiente zu bieten.“

Mit einem Paukenschlag wartete Viktor Kirsch über 5000 Meter der Männer auf. Der Läufer des LC Oase Hingstheide teilte sich das Rennen gut ein und lief lange gemeinsam mit seinem Teamkollegen Alexander Schilling. Am Ende unterbot Kirsch als Gesamtvierter in der Zeit von 15:39,79 Minuten den 24 Jahre alten Landesrekord um knapp vier Sekunden und freute sich wie ein Schneekönig. „Ich bin total zufrieden, das ist super gelaufen. Als jemand, der aus Sibirien stammt, musste ich aber sehr gegen die Hitze kämpfen. Ich hätte vorher gedacht: Ich bin schon ein Held, wenn ich so um die 16:00 laufe.“ Auch Alexander Schilling durfte sehr zufrieden sein, denn als Gesamtsechster in 15:51,60 steigerte er seine eigene Bestzeit über diese Strecke gleich um 30 Sekunden.

Nicht ganz so glücklich war der SCI-Läufer Tarje Mohrdieck über die 3000 Meter mit seiner Zeit. Zwar reichten ihm die 9:17,53 zur Landesmeisterschaft der männlichen Jugend U18. Doch das Ziel, in die Nähe der Norm für die Teilnahme bei der deutschen Meisterschaft (9:10 min.) zu laufen, schlug diesmal noch fehl. „Aber er kann es noch schaffen, bis etwa Mitte Juli hat er dafür noch Zeit“, macht Trainer André Beltz Mut. Mohrdiecks Teamkollege Malte Schmidt kam als Gesamtvierter (SH: 3.) in 10:15,61 ins Ziel.

Über 3000 Meter der männlichen Jugend M14/15 überzeugte auch Johan Makoschey (SC Itzehoe). Bei seinem ersten Bahn-Wettbewerb hielt er sich stets in der Spitzengruppe auf, lief am Ende als Dritter in 10:13,41 Minuten ins Ziel und kam in der Wertung für Schleswig-Holstein auf den zweiten Platz.

Ganz stark unterwegs waren die Itzehoer Mädchen. Den Anfang machte Alexa Michaelsen über die 2000 Meter der weiblichen Jugend W14. Sie lief vom Startschuss weg an der Spitze und vergrößerte den Vorsprung von Runde zu Runde. Am Ende lief sie fast 100 Meter vor der Zweiten ins Ziel und schaffte in 6:57,67 min. sogar eine persönliche Bestzeit.

Einen gemeinsamen Start über 3000 Meter gab es für die Mädchen der Altersklassen W18 und W16. Das dadurch größere Starterfeld führte schon bald Paulina Kayßer (SC Itzehoe) an, obwohl sie von Trainer Andre Beltz eine Aufgabe gestellt bekommen hatte. Sie sollte die ersten 2000 Meter etwas verhaltener angehen, um dann auf dem letzten Kilometer richtig Gas zu geben. Schon auf der vierten Runde (trotz Bremse) lief sie dem übrigen Feld davon. Den letzten Kilometer lief sie dann mit dem hervorragenden Schnitt von 3:12 Minuten und wirkte auch auf der Zielgeraden noch sehr frisch. „Aufgabe erfüllt, super gemacht“, freute sich Beltz über die starke Vorstellung seines Schützlings. Für ein gut besetztes Rennen am 9. Juni in Osterode über diese Distanz strebt Paulina Kayßer einen Schnitt von 3:15 für alle drei Kilometer an. In der W18-Wertung platzierten sich auch noch die SCI-Läuferinnen Johanna Grell (3./11:49,03) und Nina Gründel (4./11:57,07).

Im selben Rennen lief aber auch die jüngere Mia Böthern stark und sicherte sich nach 11:15,14 den Landestitel in der Altersklasse W16. Mit ihrer Zeit unterbot sie sogar die Norm für den Start bei deutschen Meisterschaft. Nun will sie das Gleiche auch noch mal auf ihrer Lieblingsstrecke 800 Meter probieren.

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