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Basketball : Starke erste Hälfte reicht nicht

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Sport-Club Itzehoe Eagles verlieren in der 2. Bundesliga ProB nach der Freitag-Schlappe auch gegen Spitzenreiter Rostock.

von
erstellt am 23.Feb.2015 | 04:59 Uhr

Die ersten 20 Minuten waren ein Basketball-Fest, nach den zweiten 20 Minuten feierten dann doch die Gäste: Die Sport-Club Itzehoe Eagles haben in der 2. Basketball-Bundesliga ProB nach dem 63:72 vom Freitag Abend bei den Dresden Titans auch gestern Abend gegen den Tabellenführer Rostock Seawolves verloren. Die Viertelergebnisse zum 66:79 lauteten: 20:18, 22:13, 11:26, 13:22.

Mit einer Ball-Raum-Verteidigung wollten die Eagles die Rostocker in Schwierigkeiten stürzen – und dieser Plan sei in der ersten Hälfte voll aufgegangen, stellte Coach Paul Larysz fest. Sofort übernahmen die Gastgeber mit hoher Intensität und viel Einsatz das Kommando, die Seawolves kamen nur zu schwierigen Würfen und trafen wenig. Auch in der Offensive lief es bei den Eagles, vor allem bei Jonathon Williams, der allein im ersten Viertel zehn Punkte erzielte.

Das zweite Viertel lief ähnlich ab, wurde aber sogar noch besser. Als zweimal Adrian Breitlauch und einmal Nick Tienarend per Dreier den Vorsprung auf zehn Punkte schraubten (33:23, 16. Minute), standen die Zuschauer in der randvollen Lehmwohldhalle Kopf. Selbst die große Rostocker Fan-Delegation mit mehreren Trommeln kam nicht mehr an gegen den Lärm der Itzehoer Fans, unterstützt von den Trommeln der Samba-Gruppen von Norbert Niehuus. Sogar ein eigentlich missratener Angriff führte noch zum Erfolg, als die Eagles den verlorenen Ball zurückerkämpften und Jonathon Williams ihn nach mehrmaligem Nachsetzen in den Korb tippte. 42:31 stand es zur Pause – „wir haben einen super Job gemacht in der ersten Halbzeit“, sagte Larysz.

Die Pause hätte aus Eagles-Sicht nicht sein müssen, und es war klar: Danach würde der Tabellenführer versuchen, den Lauf der Partie zu ändern. Genau in dieser Phase hätten die Eagles Fehler gemacht und den Gästen Selbstvertrauen geschenkt, analysierte Larysz. „Dadurch haben sie ihren Rhythmus gefunden.“ Die Ball-Raum-Verteidigung sei immer ein Vabanquespiel. Rostock sei bei Dreiern nicht das stärkste Team – doch mit der neu gewonnenen Sicherheit und dank des überragenden Yannick Anzuluni (23 Punkte, 6 Dreier) hatte der Spitzenreiter am Ende eine Quote von fast 60 Prozent. Nun kamen die Gäste freier zum Wurf, denn die Eagles wurden müde nach der anstrengenden Reise nach Dresden und der Niederlage am Freitagabend.

Rostock war spielfrei gewesen und schraubte die Intensität hoch. „Wir konnten in dem Punkt einfach nicht zusetzen“, sagte Larysz. „Das kann man sich gegen ein Top-Team wie dieses nicht erlauben.“ Dennoch, in fast allen Statistiken lagen die Mannschaften auf Augenhöhe bis hin zu den Fouls: 16 bei den Eagles, bei den Seawolves trotz der intensiven Verteidigung eines weniger.

Die Müdigkeit schadete auch der Konzentration, reihenweise vergaben die Eagles beste Wurfchancen. Mit zwei Dreiern im dritten Viertel holte Johannes Konradt die Führung noch einmal zurück, dann traf Anzuluni, und die Gastgeber konnten nicht mehr dagegen halten. Zwar stand es vor dem letzten Viertel nur 53:57, doch sieben Minuten lang blieben die Itzehoer dann ohne Feldkorb. Die Partie war gelaufen und brachte den Eagles ein weiteres Problem: Robert Daugs knickte um und erweiterte das Lazarett. Wie lange er ausfällt, steht noch nicht fest.

 

Eagles: Jonathon Williams (17), Adrian Breitlauch (13, 3 Dreier), Renaldo Dixon (9), Kosta Karamatskos (9), Johannes Konradt (8, 2 Dreier), Nick Tienarend (6, 2 Dreier), Jeff Wherry (2), Clayfell Harris (2), Robert Daugs, Patrick Wischnewski.

 

 

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