Basketball : Starke Defensive ist die Basis

Itzehoes Adrian Breitlauch (rechts) behauptet sich hier gegen Chris Frazier.
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Itzehoes Adrian Breitlauch (rechts) behauptet sich hier gegen Chris Frazier.

Die SCI-Eagles beenden in der 2. Bundesliga ProB ihre Negativserie mit einem 65:57 in Magdeburg.

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20. Januar 2015, 05:02 Uhr

Der Bann ist gebrochen. Dringend brauchten die Sport-Club Itzehoe Eagles ein Erfolgserlebnis in der 2. Basketball-Bundesliga ProB. Jetzt haben sie es: Bei den Otto Baskets Magdeburg gelang ein 65:57 (17:12, 14:17, 15:8, 19:20). „Wir haben ganz klar verdient das Spiel gewonnen, wir waren über die gesamte Zeit die bessere Mannschaft“, stellte Eagles-Coach Paul Larysz fest. „Vor allem defensiv haben wir ein sehr gutes Spiel abgeliefert.“ Denn auf ihr Wurfglück wollten sich die Itzehoer lieber nicht verlassen. Von Anfang an lagen sie in Führung, gestützt zunächst auf die Punkte von Renaldo Dixon und Jonathon Williams, der noch durch eine Krankheit geschwächt war. Zum Glück sei wenigstens das Fieber bei dem Amerikaner rechtzeitig verschwunden, sagte Larysz.

Im zweiten Viertel gerieten die Eagles einmal kurz ins Hintertreffen, antworteten aber nach einer Auszeit sofort mit Dreiern von Patrick Wischnewski und Jeff Wherry. Zur Halbzeit stand es 31:29 für die Gäste, die dann im dritten Viertel mit ihrer Verteidigung dominierten und den Vorsprung bis auf 46:37 ausbauten. Gleich zu Beginn des Schlussabschnitts traf Adrian Breitlauch zum 48:37, der nächste Stand aber war 48:48. Durch Schwächephasen hätten sich die Eagles in Schwierigkeiten gebracht, sagte Larysz. Die aufsteigende Form sei deutlich zu sehen gewesen, immer noch passierten aber zu viele leichte Fehler, immer noch fehlte in einigen Phasen die Konstanz. Aber auch das komme mit steigendem Selbstvertrauen durch Siege.

In vielen Punkten zeigten sich die Itzehoer verbessert. Zum Beispiel stoppten sie die Läufe ihres Gegners rechtzeitig: Nach dem 48:48 nahm Larysz eine Auszeit, im nächsten Angriff versenkte Breitlauch einen Dreier. Der aus dem Auslandssemester zurückgekehrte Flügelspieler und Neuzugang Renaldo Dixon hätten viel frischen Wind ins Spiel der Eagles gebracht, freute sich Larysz. Dennoch blieb es eng, wie so oft entschieden die Kleinigkeiten. Und die machten die Eagles richtig, waren in der Defensive zur Stelle und trafen in der entscheidenden Phase sechs Freiwürfe nacheinander – bislang nicht unbedingt die Stärke der Itzehoer.

Eine „gute Teamvorstellung“ hatte der Trainer gesehen, die Mannschaft habe besser harmoniert. „Jetzt ist die Erleichterung groß, sich nach der Durststrecke bewiesen zu haben, dass man Spiele gewinnen kann.“ Ihren Gegner aus Magdeburg haben die Eagles überholt, den direkten Vergleich gewonnen und damit die Ausgangslage für den Rest der Saison verbessert. Der Traum bleibt Platz acht: Der damit verbundene Einzug in die Play-Offs wäre der sichere Klassenerhalt. Ansonsten gelte es, genügend Punkte zu sammeln für die Abstiegsrunde der Plätze neun bis zwölf, nur der 13. steigt direkt ab. Diese Aufgabe bleibe bis zum letzten Spieltag, sagte Larysz. „Jetzt müssen wir daran arbeiten, eine kleine Serie zu starten.“ Am kommenden Wochenende haben die Eagles spielfrei, dann geht es zu den BSW Sixers.

Eagles: Jonathon Williams (17, 9 Rebounds), Renaldo Dixon (16), Adrian Breitlauch (13, 1 Dreier), Patrick Wischnewski (6, 2 Dreier), Johannes Konradt (5, 1 Dreier), Jeff Wherry (4, 1 Dreier), Kosta Karamatskos (3), Lars Kröger (1, 6 Rebounds), Nick Tienarend, Robert Daugs, Clayfell Harris.

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