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1. Segel-Bundesliga von Freitag bis Sonntag in Kiel: : Soyka will einstellig segeln

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Staatssekretär Dr. Fank Nägele drückt Itzehoer Team die Daumen

von
erstellt am 04.Jun.2015 | 05:00 Uhr

Zweite Runde der Segel-Bundesliga – diesmal in Kiel. Nach dem dritten Platz bei der ersten Regatta in Tutzing sind alle gespannt, was das Team der Itzehoer Seglervereinigung nun auf der Förde zu bieten hat. Zu den Fans des SVI gehört auch der Staatssekretär für Wirtschaft und Verkehr Dr. Frank Nägele, dem Steuermann Christian Soyka am Dienstag im Kieler Ministerium einen Besuch abstattete. In einem Pressegespräch ging es neben der Bundesliga auch um die Förderung des Segelsports.

Soyka hat Nägele im vergangenen Jahr beim Bundesligawettkampf auf dem Wannsee in Berlin kennengelernt. „Er war dort Fahrer eines der Schlauchboote, die die Segelteams zu den Booten bringen. Dass er Staatsseketär in Kiel ist, wusste ich da noch nicht. Auf jeden Fall war er mir gleich symphatisch“, sagt Soyka. Der Berliner Nägele ist passionierter Segler und Mitglied im Verein Seglerhaus am Wannsee, der die Bundesligawettkämpfe in der Hauptstadt ausrichtet. Segeln liegt dem Staatssekretär deshalb besonders am Herzen, weshalb ihn vor allem die Wahl Kiels zum Veranstaltungsort der olympischen Spiele in Hamburg gefreut hat. Das werde dem Segelsport hierzulande einen weiteren Schub geben. „Wichtig sind aber auch Veranstaltungen, wie die Segel-Bundesliga, um die Aufmerksamkeit in der Bevölkerung zu steigern“, sagt Nägele. Man wolle doch schließlich, dass es bei der Olympia-Abstimmung in Kiel ein positives Votum gebe. „Die Leistungssegelei wird in Schleswig-Holstein unterdurchschnittlich gefördert. Es gibt viel Luft nach oben und Olympia kann in diesem Zusammenhang einiges bewirken.“ Eine gute Landesförderung habe den Vorteil, dass Talente unabhängig von den Vereinen gefördert werden könnten, so Nägele.

„Die SVI ist als kleiner Verein allerdings auch auf die Förderung aus der regionalen Wirtschaft angewiesen“, ergänzt Soyka, der gleich Lob von Nägele für seine Marketingstrategien erhält. Der SVI sei gut aufgestellt, der Erfolg in der Segel-Bundesliga käme nicht von ungefähr. „Wir haben vom gemeinsamen Training mit anderen Teams auf der Hamburger Außenalster profitiert“, erklärt Soyka. Um noch besser zu werden und noch weiter nach oben zu kommen, müssten sich die drei Bundesligaclubs aus Schleswig-Holstein aber noch mehr vernetzen und Trainingsgemeinschaften bilden.

Für den Bundesliga-Wettkampf von Freitag bis Sonntag in Kiel hat sich der Itzehoer Steuermann einen einstelligen Platz in der Endabrechnung vorgenommen. „Wir können nicht davon ausgehen, dass wir weiterhin ganz oben mitsegeln können, denn die anderen Teams sind alle sehr stark besetzt“, so Soyka. Für die SVI seien diesmal neben ihm noch Sören Petersen, Kai Harder und Stefan Schimkowski nominiert. „Ich glaube, das ist die optimale Besetzung, denn es soll am Wochenende genug Wind geben.“ Mit einer Flautenregatta sei diesmal nicht zu rechnen, aber mit extrem wechselnden Winden, was vor allem auch einen guten Start nötig mache. „Das werden wir vorher noch mal üben.“

Dr. Frank Nägele ist ein Fan des Bundesliga-Formates. Je mehr Ergebnisse, umso spannender sei es, meint er. „Jeder segelt gegen jeden in überschaubaren Wettkämpfen, die noch dazu direkt von der Kiel-Linie aus zu beobachten sind.“ Es lasse sich schon von Land aus Spannung aufbauen. Das ist etwas anderes, als wenn man von weitem nur eine Menge Segel sieht.“ Außerdem habe jedes Team in den Einheitsbooten die gleichen Voraussetzungen. „Das frühere Schimpfen über das Material gibt es hier nicht.“ Dieses Format wäre auch etwas für Olympia und könne sogar für Berichte zum Beispiel im Sport-Studio interessant werden, wodurch noch mehr Zuschauer generiert werden würden, so Nägele.

Eine Prognose für das Wochenende sei schwierig, so Nägele „Ich drücke aber allen Schleswig-Holsteiner Teams die Daumen.“ Nachdem einige Vereine auf dem Starnberger See ihre Ziele verfehlt hätten, seien mehrere Wechsel auch auf den Positionen des Steuermannes vorgenommen worden. „Es können alle sehr gut segeln, deshalb sind auch in Kiel Überraschungen vorprogrammiert.“ In Tutzing habe ihn aber nicht so sehr das Abschneiden des Itzehoer Teams überrascht, weil das für Kontinuität stehe, sondern eher das der Flensburger auf Rang zwei. „Das gemeinsame Training hat sich für beide ausgezahlt“, ist Christian Soyka sicher. „Jetzt haben wir schon einmal ein kleines Polster, denn man weiß ja nie was noch kommt.“

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