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Interview mit Inter Türkspor-Trainer Sevket Kilic : „Sind wahnsinnig enttäuscht“

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Inter Türkspor-Coach Sevket Kilic erklärt, warum sein Team in Wilster nicht angetreten ist.

Ein Sonderbericht eines Schiedsricher-Assistenten sowie die aus eigener Sicht fehlende Wahrnehmung der eigenen Interessenlage beim Kreisfußballgericht haben den Fußball-Kreisligisten Inter Türkspor Itzehoe zu einer ungewöhnlichen Protest-Aktion veranlasst, um auf die als nicht gerechtfertigt empfundenen Urteile aufmerksam zu machen. Hintergrund sind Vorkommnisse beim und nach dem Spiel am 22. September bei der SG Geest 05. Die Schützlinge von Trainer Sevket Kilic (Foto) traten am Sonnabend zum Spiel bei Alemannia Wilster nicht an. Der Inter-Coach nimmt im Interview Stellung und schildert seine Sicht.

Gleich fünf Urteile hat das Kreisgericht jetzt gegen Inter-Akteure gefällt. Sie sind mit Ihrer Mannschaft aus Protest deshalb nicht in Wilster angetreten. Können Sie das näher erklären?
Wir sind vom Kreisfußballgericht enttäuscht, weil wir uns benachteiligt fühlen. Die uns gegenüber durch den Schiedsrichter-Assistenten zur Last gelegten Beleidigungen stimmen nicht. Wir hatten uns durch eine mündliche Verhandlung erhofft, dass die Unstimmigkeiten und Widersprüche ausgeräumt werden. Leider hat man uns trotz mehrerer Zeugen keinen Glauben geschenkt. Fast drängt sich die Vermutung auf, dass es der mündlichen Verhandlung gar nicht bedurft hätte, weil das Ergebnis schon vorher feststand. Wir wissen nicht mehr, wie wir uns gegen die falschen Anschuldigungen wehren können und wollten durch diese Protestaktion auf unser Problem aufmerksam machen und die Sache nicht mit den Urteilen auf sich beruhen lassen.

Torhüter Yalzin Yilmaz und Abwehrspieler Marcel Dettmann haben im Spiel am 22. September bei Geest 05 die Rote Karte gesehen. Waren die Platzverweise aus Ihrer Sicht berechtigt?
Von Yalzin Yilmaz auf keinen Fall. Er hat sich mit beiden Händen nur an den Kopf gefasst. Er quittierte damit eine nicht geahndete Abseitssituation. Der Schiri-Assistent hat dies als Vogel zeigen bewertet. Marcel Dettmann ist für Yilmaz dann ins Tor gegangen und hat in der letzten Aktion des Spiels einen gegnerischen Spieler umgegrätscht. Diese Rote Karte kann man geben.

Der Schiedsrichter-Assistent Justin Fedde hat einen Sonderbericht angefertigt, in dem außerdem Nino Lappanese, William Gueridonn und Sie als Trainer schwer belastet werden. Lappanese wurde wegen Bedrohung und Gueridonn und Sie wegen wiederholter Beleidigung bestraft. Wie bewerten Sie das?

Ich möchte klipp und klar zu meiner Person sagen, dass die angeblichen mir zur Last gelegten Beleidigungen Blödsinn sind. Zu Nino Lappanese kann ich sagen, dass er nach dem Sportlergruss direkt in die Kabine gegangen ist. Da war gar nichts. Wir sind wahnsinnig enttäuscht, was da jetzt behauptet wird. Die Schuldzuweisungen für William Gueridonn finde ich unmöglich. Der Schiri-Assistent will im Spiel Beleidigungen bei einer Diskussion bei einer Freistoßentscheidung gehört haben, obwohl er 40 Meter vom Geschehen entfernt stand.



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erstellt am 22.Okt.2013 | 17:30 Uhr

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