Handball SH-Ligen : Sieg und Niederlage

Erneut erwies sich Kim Kardel als der treffsicherste Herzhorner Schütze.
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Erneut erwies sich Kim Kardel als der treffsicherste Herzhorner Schütze.

Während sich die Herzhorner Handballer in Kronshagen nicht überraschen ließen, mussten die MTV-Frauen in Reinfeld eine Niederlage hinnehmen.

shz.de von
25. November 2013, 05:04 Uhr

SH-Liga Frauen
SG Reinfeld/Hamberge – MTV Herzhorn 21:17 (11:5). „Die zweite Halbzeit war gut und darauf müssen wir aufbauen“, sagt Herzhorns Trainer Michael Janke. Er hielt die Reinfelderinnen trotz ihres Tabellenplatzes durchaus für schlagbar. Nach wie vor ist jedoch die schlechte Chancenverwertung das große Manko der Blau-Gelben.

Die Begegnung begann zäh und war gezeichnet durch zwei starke Abwehrreihen. Dabei präsentierten sich insbesondere die Herzhornerinnen sehr stark und ließen kaum etwas durch. Gestützt auch noch durch eine hervorragend aufgelegte Mareike Struck zwischen den Pfosten lagen sie in der 13. Minute lediglich 1:2 hinten und hatten bis zu diesem Zeitpunkt schon fünf Hochkaräter vergeben. Ab Mitte der Halbzeit stellten die Gastgeberinnen ihre Deckung auf eine offensivere Formation um und damit erwischten sie ihre Gegnerinnen eiskalt. Diese verspielten reihenweise ihre Bälle und lagen schnell klar und deutlich zurück. Aus einem 2:2 (14.) machten die Reinfelderinnen ein 9:4 (25.) und gingen mit einem klaren 11:5-Vorsprung in die Pause.

Bei den Blau-Gelben gab es in der Halbzeit klare Anweisungen vom Trainer. Er forderte deutlich mehr Bewegung ohne Ball und dies setzten seine Frauen auch um. Immer wieder kamen sie eins gegen eins zum Erfolg und präsentierten sich als gleichwertiger Gegner. In der 47. Minute verkürzten sie durch einen Treffer von Carina Lipp auf 14:17 und schöpften wieder ein wenig Hoffnung.

Doch die Gastgeberinnen spielten in der Schlussphase clever genug, um diesen Vorsprung zu halten und ließen sich auch zum Ende hin durch eine offensive Abwehr der Blau-Gelben mit zwei vorgezogenen Spielerinnen nicht aus dem Konzept bringen. Dichter als auf drei Tore ließen sie Herzhorn nicht heran. Die Blau-Gelben befinden sich nun endgültig im Abstiegskampf.

MTV Herzhorn: Eike Jankowski, Mareike Struck, Elina Hesse 4 (1), Yana Hesse 4 (2), Maike Langenberg 2 (1), Svetlana Frizler 1, Anja Stoldt, Lena Schecht 2, Annika Schulz 1, Carina Lipp 3.

SH-Liga Männer
TSV Kronshagen – MTV Herzhorn 27:30 (13:14). Lange Zeit ging es Tor um Tor und keiner der beiden Kontrahenten offenbarte große Schwächen. Dabei bot Lasse Janke eine gute Leistung sowohl im Angriff als auch in der Deckung. Die Gastgeber präsentierten sich äußerst ballsicher und erlaubten sich kaum Fehler. Damit stellten sie die Herzhorner Abwehr, die an diesem Tag nicht ganz wie gewohnt zur Sache ging, vor Probleme und nach neun Minuten stand es nach einem Treffer von Lukas Lorenzen lediglich 6:4. Die Kronshagener hielten jedoch weiterhin dagegen und in der 14. Minute fiel der 8:8-Ausgleich. Es blieb weiter eng, die Treffer zum 13:12 und 14:13 durch Lasse Janke bescherten die Timm-Schützlinge eine denkbar knappe Führung zur Pause.

Es wurde auch nach dem Wiederanpfiff nicht deutlich besser, im Gegenteil: Die Herzhorner ließen etwas nach und ließen die Gastgeber in der 36. erstmalig in Führung gehen (17:16). Immer wieder verzettelten sich die Blau-Gelben im Angriff, schlossen zu schnell ab und bedingt auch durch einige Zeitstrafen lagen sie in der 45. Minute mit 19:22 hinten. Dies wollte Trainer Jens Timm sich so nicht weiter ansehen, nahm timeout und „rüttelte“ seine Männer wach.

Diese Maßnahme kam zur rechten Zeit, denn die Mannschaft kämpfte sich wieder heran. In der 48. Minute glich Jörn Burghauser zum 23:23 aus und die Partie war wieder völlig offen. In der 50. Minute beim Stande von 26:26 hielt Marc Saggau dann einen Strafwurf und spätestens nach dieser Aktion waren die Blau-Gelben hellwach.

Die letzten Minuten standen dann ganz im Zeichen der Gäste. Mit dem 29:26 (58.) durch Stephan Hinrichs fiel die Vorentscheidung zu Gunsten der Herzhorner und Kim Kardel verwandelte anschließend einen Strafwurf zum 30:27-Endstand. Damit hatten die Timm-Schützlinge in einer jederzeit ausgeglichenen Partie das glücklichere Ende für sich.

MTV Herzhorn: Marc Saggau, Tjark Bernhard, Kim Kardel 11 (3), Theo Boltzen, Stephan Hinrichs 6, Lasse Janke 4, Christian Fahl, Jörn Burghauser 3, Lukas Lorenzen 3, Lasse Pingel 1, Lukas Olde, Finn Kardel, Ludger Lüders, Lutz Wamser 2

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