Handball : Sieg und Niederlage für Herzhorn

Carina Lipp sucht nach der Lücke in Reinfelds Deckung.
Carina Lipp sucht nach der Lücke in Reinfelds Deckung.

Die Frauen des MTV verlieren gegen Reinfeld trotz starkem Kampf, dafür lassen die Männer gegen Kronshagen nicht anbrennen.

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17. März 2014, 05:08 Uhr

SH-Liga Frauen

MTV Herzhorn – HSG Reinfeld-Hamberge 22:27 (10:12). „Unser Gegner war diese fünf Tore einfach besser als wir. Aber meine Frauen haben toll gekämpft und nie aufgesteckt“, zeigte sich Trainer Michael Janke nicht gänzlich unzufrieden. Die Begegnung begann recht ausgeglichen und bis zum 3:3 in der 7. Minute hielten die Blau-Gelben gut mit. Dann jedoch mussten sie immer wieder der körperlichen Übermacht ihrer Gegnerinnen Tribut zollen. Diese verstanden es clever, ihre Stärken auszuspielen und gingen in der 12. Minute mit 7:3 in Führung. In dieser Phase nahm Michael Janke eine Auszeit und ließ danach die beiden gegnerischen Rückraumspielerinnen in kurze Deckung nehmen.

So ganz den gewünschten Erfolg brachte diese Maßnahme jedoch nicht und so hielten die Reinfelderinnen bis zum 10:6 (20.) ihren Vorsprung. Dann jedoch ging ein Ruck durch das Herzhorner Team und plötzlich lief es viel besser. Tor um Tor verkürzte der MTV und in der 28. Minute glich Lena Schecht zum 10:10 aus. Am Ende der Halbzeit fehlte jedoch ein wenig die Cleverness und so lag man zur Pause mit 10:12 hinten.

Und die Janke-Schützlinge begannen nach dem Wiederanpfiff gut. Bis zur 40. Minute waren sie durchaus ebenbürtig und nach dem 14:14 durch Elina Hesse hatten sie sogar die Möglichkeit, in Führung zu gehen. Durch einige unnötige Fouls gerieten sie jedoch in Unterzahl und diese Chancen ließen sich die Gäste nicht nehmen. Sie setzten sich wieder auf 19:16 ab und hatten damit eine kleine Vorentscheidung herbei geführt.

Doch die Blau-Gelben ließen sich nicht hängen und bewiesen wie schon so oft, wie gut die Moral in der Mannschaft ist. Mit einer tollen kämpferischen Leistung kamen sie erneut heran und verkürzten in der 48. Minute auf 18:19. Doch der letzte Kick fehlte und sie schafften es nicht, das Blatt zu wenden. Im Gegenteil: Ihre Gegnerinnen setzten sich 23:18 ab und damit war die Partie endgültig entschieden. Mit 22:27 gab es zwar eine klare Niederlage, doch die Herzhorner Leistung gab auch Anlass zu Hoffnung für die letzten wichtigen Spiele, die dann die Entscheidung über den Klassenverbleib bringen.

MTV Herzhorn: Eike Jankowski, Mareike Struck – Simona Martin, Anja Stoldt 4 (2), Hybra Küksel, Carina Lipp 1, Lanice von Pereira 3, Janna Wilcke, Yana Hesse 6 (3), Elina Hesse 4, Svetlana Frizler 1, Lena Schecht 3, Wiebke Vogel

SH-Liga Männer

MTV Herzhorn – TSV Kronshagen 26:19 (11:9). Zu keiner Phase der Partie hatten die Besucher das Gefühl, die Begegnung könnte für den MTV verloren gehen. „Ich war ganz entspannt, in einigen Phasen waren wir nicht konsequent genug, doch insgesamt waren wir drückend überlegen“, so Trainer Jens Timm nach einer Partie, in der er auch die Gelegenheit nutzte, viel zu wechseln. Aus einer geschlossen guten Mannschaftsleistung ragte Keeper Marc Saggau heraus, der in Phasen, in denen die Gäste heran kamen, überragend hielt.

Die Hausherren legten gleich ein 3:0 vor, ehe die Kronshagener in der 4. Minute zum 1:3 verkürzten. Von Beginn an agierte der Herzhorner Mittelblock gewohnt aggressiv und beweglich und so boten sich für die Gegner kaum Möglichkeiten zu sicheren Abschlüssen. Beim Stand von 5:1 (9.) sah sich dementsprechend der Gäste-Coach bereits gezwungen, timeout zu nehmen und seine Männer neu einzustellen. Zwar gelang sofort das 2:5, doch die Hausherren blieben weiterhin dominierend. Dennoch verstanden sie es nicht, sich deutlich abzusetzen. Klare Chancen im Angriff blieben auch bei ihnen eher „Mangelware“ und so stand es zur Pause nur 11:9.

Nach dem Seitenwechsel machten die Blau-Gelben frühzeitig alles klar. Lutz Wamser, Stephan Hinrichs und Jörn Burghauser erhöhten auf 14:10 (33.), doch im Anschluss spielten sie im Angriff ein wenig zerfahren und so hielten die Gäste den Rückstand noch im Rahmen. Ab 42. Minute zogen die Timm-Schützlinge jedoch unaufhaltsam davon. Malte Hinrichs brachte den Ball zum 16:12 im gegnerischen Tor unter und Finn Engelbrecht-Grewe erhöhte mit einem Tempogegenstoß auf 17:12.

Innerhalb weniger Minuten führten die Herzhorner nun mit einer konsequenten Phase die Entscheidung herbei. Mitte der Halbzeit lagen sie mit 21:14 uneinholbar vorne und schraubten dannach das Ergebnis immer höher. In der 56. Minute traf Kim Kardel zum Zehn-Tore-Vorsprung (26:16) und erst danach ließen die Hausherren im Druck etwas nach. Die bis dahin ganz starke MTV-Abwehr erlaubte sich einige Unkonzentriertheiten und auch im Angriff wurde „einfach mal drauf geworfen“. Doch das schmälerte die gute Herzhorner Leistung keinesfalls mehr und auch die vier von vier vergebenen Strafwürfe waren an diesem Tag ohne Bedeutung. Zu keiner Zeit bot die Partie einen spannenden Fight – der Leistungsunterschied zwischen der Topmannschaft der Liga und dem Tabellenvierten war einfach zu deutlich.

MTV Herzhorn: Marc Saggau, Tjark Bernhard, Ludger Lüders, Lutz Wamser 3, Lukas Olde, Lasse Janke 2, Jörn Burghauser 2, Fynn Engelbrecht-Greve 3, Stephan Hinrichs 3, Theo Boltzen 5, Kim Kardel 2, Lasse Pingel 1, Malte Hinrichs 5
Zeitstrafen: 4/2
SR: Siebels/Schröder

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