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Basketball : Semjon Weilguny trainiert bei Nowitzki-Entdecker

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Itzehoer Basketball-Talent hat viel gelernt im Camp von Holger Geschwindner.

von
erstellt am 24.Jun.2016 | 05:06 Uhr

Dirk Nowitzki. Den Namen kennen auch viele Nicht-Basketballer. Aber Holger Geschwindner? Der Name ist eher etwas für Experten. Geschwindner hat Nowitzki mit seinen Trainingsmethoden zum besten deutschen Basketballer aller Zeiten und Star in der amerikanischen Profiliga NBA gemacht. Einen kleinen Einblick bekam jetzt Semjon Weilguny (14) aus der Jugend der Itzehoe Eagles: Acht Tage lang besuchte er ein Basketball-Camp von Holger Geschwindner am Starnberger See.

Eine große Vorstellung sparte sich der Gastgeber: „Jeder wusste, wer da war“, sagt Semjon. Das erste Training des Tages fand auf dem Wasser statt: Drei Stunden Rudern, das sei anstrengend, trainiere aber den ganzen Körper. In der Halle ging es dann noch zweimal am Tag vor allem um Technik und weniger ums Rennen, was dem Itzehoer gelegen kam: Drei Wochen lang habe er zuvor nicht Basketball gespielt. Die meisten anderen Teilnehmer waren zwei bis drei Jahre älter – Semjon Weilguny wurde für das Camp vorgeschlagen von Marvin Willoughby, seinem Trainer bei den Piraten Hamburg aus der Jugend-Basketball-Bundesliga.

„Interessiert und neugierig“ sei er hingefahren. Seine Lehren rund um Basketball betreibt Geschwindner im „Institut für angewandten Unfug“, Semjon Weilguny aber erlebte viel Sinnvolles. Anfangs wurden nur Korbleger gemacht, möglichst technisch sauber, aber zuvor mit Drehungen und Bewegungen, die den Basketballern Einiges an Koordination abverlangten. Und ein 2,18 Meter großer Spieler habe für eine besondere Aufgabe bereit gestanden: „Immer, wenn wir auf den Ball geguckt haben, durfte er uns wegblocken.“ Stets den Korb im Blick und die Übersicht behalten, Ruhe bewahren und die eigene Technik anwenden – darum ging es, und dabei habe er viel gelernt, sagt der 14-Jährige. Als in den letzten Tagen gespielt wurde, durften die Sportler nur einmal dribbeln, denn der Pass sei immer schneller.

Semjon Weilguny steht bereits im Fokus der Nationaltrainer, als Teil des Teams Nord wird er sich in den kommenden Monaten auf das Bundesjugendlager in Heidelberg im Herbst vorbereiten, wo es um Plätze in der U15-Nationalmannschaft geht. Ab Sommer besucht er ein Sport-Internat in Hamburg, wird aber auch weiter für die Eagles aktiv sein. So profitiert der Verein auch von den „richtig guten Tipps, die man sonst nicht bekommt“ beim Camp von Geschwindner, der längst nicht der Kauz sei, als der er oft dargestellt werde: „Er war immer ganz locker, nett und witzig und hat nie geschimpft“, berichtet der 14-Jährige.

Und Nowitzki? Die Teilnehmer bekamen ein T-Shirt mit den Berechnungen für den „perfekten Wurf“, so der Titel des Films über das Duo Nowitzki/Geschwindner. Ansonsten war der NBA-Star kein Thema: „Er redet nicht so viel darüber.“

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