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Handball-Oberligen : Selbstbewusste Außenseiter

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Herzhorner Handball-Teams wollen sich in ihren Oberliga-Partien gegen die Spitzenteams SG Wift und AMTV Hamburg so teuer wie möglich verkaufen.

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erstellt am 06.Okt.2017 | 12:13 Uhr

Derzeit grüßen die beiden Handball-Oberliga-Teams des MTV Herzhorn aus dem gesicherten Mittelfeld. Am Wochenende haben sie es jeweils mit Mannschaften von der Tabellenspitze zu tun.


Oberliga Männer


MTV Herzhorn (7./4:4) – SG Wift (1./6:0). Mit den „Bären“ der SG Wift empfangen die Schützlinge von MTV-Trainer Manfred Kuhnke einen alten Oberliga-Bekannten. Dabei gelten die Gäste aus Neumünster um die Rückraum-Strategen Stock und Kretschmer auch als „Angstgegner“, denn in den vergangenen Jahren schnitt der MTV nur selten erfolgreich in den direkten Vergleichen ab. „Um so mehr wird es Zeit, dass wir jetzt mal den Bock umstoßen“, sagt der Herzhorner Coach. Nach dem 27:21 in der Auswärtspartie in Preetz am vergangenen Dienstag sind Zuversicht und Selbstvertrauen bei den Blau-Gelben zurückgekehrt. „Da haben die Jungs im Angriff phasenweise ganz gut zusammengespielt. Das ging teilweise schon in die Richtung, die ich mir so vorstelle.“ Vor allem die beiden Youngster Birger Dittmer (9 Tore) und Nico Bielefeldt (3) ließen ansteigende Form erkennen. Mit einer geringen Fehlerquote, guten Abschlüssen und einer weiterhin stabilen Abwehr sollten die Herzhorner nicht chancenlos sein.

Der Spitzenreiter konnte sich im Gegensatz zu den MTV-ern mit einer ganz normalen Trainingswoche auf diese Partie vorbereiten. Doch einen zu großen Substanzverlust fürchten die Herzhorner nicht. Zwar plagt sich noch Abwehr-Stabilisator Ludger Lüders mit Knöchelproblemen, aber dennoch geht Kuhnke davon aus, am Sonnabend (Anpfiff: 17.30 Uhr) wieder die Qual der Wahl zu haben.


Oberliga Frauen


AMTV Hamburg (3./6:2) – MTV Herzhorn (9./4:4). Auch die Damen des MTV holten sich am Feiertag der deutschen Einheit eine gehörige Portion Selbstvertrauen, als sie dem Bredstedter TSV in eigener Halle beim 35:27 die ersten Minuspunkte beibrachte. „Wirklich erwartet hatte ich das eigentlich nicht, umso erfreulicher war das Ergebnis“, sagte MTV-Trainer Olaf Winter. „Es zeigt sich mittlerweile, dass die Mädchen die taktischen Impulse der Bank immer besser umsetzen. Andererseits können wir im Trainerteam auch immer besser einschätzen, wer mal eine Pause braucht oder gerade auf einer anderen Position besser aufgehoben ist.“ Am Sonnabend geht das Team nun wieder auf Reisen, diesmal ist Titelmitfavorit AMTV Hamburg ab 18 Uhr der Gastgeber. Die Hamburgerinnen verloren überraschend deutlich mit 16:26 in Ellerbek. Winter: „Im Moment ist die Liga wirklich eine Wundertüte. Ich vermute mal, dass dem AMTV die A-Jugendlichen aus dem Bundesliga-Team gefehlt haben.“ Personell entspannt sich die Lage bei den Blau-Gelben allmählich. Zwar wird man aus gesundheitlichen Gründen wohl noch einige Wochen auf Verena Wagner und Sarah Baudzus verzichten müssen, aber ansonsten freut Winter sich über einen fast vollständigen Kader. Erstmals nach langer Zeit hat das Trainerteam mal wieder 13 Spielerinnen zur Verfügung. „Wir wollen den spielerischen Aufwärtstrend auch in Hamburg bestätigen“, sagt Winter. „Mal schauen, was am Ende dann als Ergebnis dabei herauskommt.“
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