zur Navigation springen

Erste Startsirene ertönt am 16. Mai : Segler Vereinigung Itzehoe startet jetzt in der Ersten Bundesliga durch

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Nach dem dritten Platz in der Relegation auf der Flensburger Förde geht es nun um Punkte auf dem Starnberger See

von
erstellt am 06.Mai.2014 | 05:00 Uhr

Die Relegation für die Deutsche-Segel-Bundesliga (DSBL) bewies vor Glücksburg, dass das Format auch im Segelsport perfekt funktioniert: 61 Vereine aus ganz Deutschland kämpften um ihren Einzug in die Erste und Zweite Bundesliga. Die besten fünf qualifizierten sich für die oberste Klasse und segeln innerhalb der Liga gegen die 13 Vereine, die in der Tabelle der Ersten Bundesliga 2013 mindestens den 13. Platz erreicht hatten. Mit am Start vor Glücksburg auf der Flensburger Förde war auch ein Team der Seglervereinigung Itzehoe (SVI). Nach zehn Rennen in Sechser- und Achterfeldern auf Booten der Typen J/70 und J/80 stand fest, dass Christian Soyka, Stefan Schimkowski, Sören Petersen und Hinnerk Müller und Ersatzsegler Kai Harder, der auch als Coach fungierte, ihr Ziel für den SVI erreicht hatten: Itzehoe ist dabei, wenn vom 16. bis 18. Mai auf dem Starnberger See bei München die Startsirene ertönt und es für 18 Vereine erstmals um Punkte in der Bundesligasaison 2014 geht.

Möglich gemacht hat die Herausforderung Erste Segel-Bundesliga für den SVI letztlich eine geschlossene Teamleistung. Die Crew um Skipper Christian Soyka belegte bei der Relegation drei erste, vier zweite und drei dritte Plätze. „Damit haben wir die sauberste Serie von allen gesegelt, die sich bei der Relegation für die Erste Bundesliga qualifiziert haben“, sagt Christian Soyka. Es sei nicht darum gegangen, Relegationssieger zu werden, sondern unter die ersten Fünf zu kommen. Taktik der Itzehoer sei nach Worten von Christian Soyka gewesen: „Sauber segeln ohne Risiko von Frühstarts oder Protesten der Gegner, denn wenn man nur eine von den zehn Wettfahrten schlecht segelt, dann war es das mit der Relegation.“

Nachdem die Bundesliga bereits im vergangenen Jahr intensiv von ihnen beobachtet wurde, haben sich die Itzehoer professionell auf die Relegation vorbereitet. Zum abschließenden dreitägigen Trainingscamp in Glücksburg, eine Woche vor der Relegation, nahmen die besten sechs Teammitglieder eine interne Ausscheidung vor, denn die Bundesliga wird grundsätzlich mit einer Crewstärke von vier gesegelt. „Da wir dort auf den gleichen Booten trainierten, die auch bei der Relegation zum Einsatz kamen, konnten wir die besten vier für diese Boote und dieses Revier festlegen“, erklärt Christian Soyka.

Maximal kann der Kader jedes Vereins in der Bundesliga 20 Segler umfassen, elf sind bereits benannt. Für Dr. Henning Ueck, Erster Vorsitzender der SVI, ist das dann auch der Grund, die Basis im Verein größer zu machen. „Für die Aufgabe Erste Segel-Bundesliga ist sie noch zu schmal, wir müssen sie noch breiter machen. Denn das erste Ziel des SVI für diese Jahr sei klar: Sicherer Klassenerhalt, um ab 2015 ganz vorne mitspielen zu können.“

Dass der Erfolg des SVI letztlich Erste Segel-Bundesliga heißen würde, hatte der Verein nicht zwangsläufig angenommen: Dr. Henning Ueck: „Dass wir uns für die Zweite Segel-Bundesliga, für die die Relegation vor Glücksburg ebenfalls lief, qualifizieren könnten, war uns klar. Aber wir hatten nicht mit soviel zahlenmäßiger Konkurrenz gerechnet – auch der Veranstalter nicht.“ Ab Januar gingen bei ihm immer mehr Meldungen ein. „Bei so vielen teilnehmenden Vereinen war es letztlich schwer, im Vorwege eine genaue Einschätzung über die Platzierung unseres Teams bei der Relegation abzugeben.“
Christian Soyka und allen Verantwortlichen im SVI ist klar, dass die kommenden Wochen und Monate „viel intensives Training erfordern“. Immerhin träfen die Itzehoer bei den Punkte-Regatten auf die besten Segelvereine der Republik, gespickt mit Welt- und Europameistern sowie nationalen Meistern und Olympioniken. Zwar ist das Team um Christian Soyka auf höchstem Profiniveau in der Melges 32 Klasse gesegelt und mehrfacher Weltmeister in X-99 Klasse, doch es gäbe zu den größten Clubs in der Segel-Bundesliga einen Unterschied: „Die anderen Mannschaften können aus einem größeren Pool von Teammitgliedern melden und haben für jedes Revier ihre Spezialisten“ hebt Christian Soyka hervor. Ziel des Vereins sei, neben dem bereits vorhandenen Elfer-Team, ältere Jugendliche und junge Erwachsene aus dem SVI in den eigenen Pool zu integrieren.

Die zu segelnden Kielboote J 70 in der Bundesliga werden zwar vom Veranstalter gestellt. Um gegenüber den anderen Segelvereinen jedoch konkurrenzfähig zu sein, hat der SVI eine neue J 70 für das intensive Training bestellt. Zusätzlich soll das neue Boot auch bei nationalen und internationalen Einheitsklassenregatten teilnehmen. Denn: „Regattasegeln ist das beste Training.“ sagt Christian Soyka

Haupttrainingsstandort wird die Marina Baltic Bay in Laboe sein, die das Team um Christian Soyka bereits seit Jahren logistisch und Materiell unterstützt. Dr. Henning Ueck: „Unser Team muss trainieren. Das geht auf unsere Stör mit seiner Ebbe und Flut nur sehr bedingt. Zwar lernt man hier hervorragend, sich auf die unterschiedlichsten Windbedingungen und Strömungen einzustellen, in der Bundesliga sind jedoch andere Dinge gefragt wie saubere Starts, Manöverabläufe, Geschwindigkeit und das Zusammenspiel der Crew“
Segeln in der Bundesliga hat seinen Preis. Es muss ein sehr hoher finanzieller, logistischer und materieller Aufwand betrieben werden. Dr. Henning Ueck und der stellvertretende SVI-Vorsitzende, Uwe Hanse, rechnen mit einer hohen fünfstelligen Summe. Sie würden sich freuen, wenn auch aus der Region „finanzielle, logistische und materielle Hilfe“ kommen könnte. Eines sollten alle wissen: „Unser Aufstieg in die Erste Segel-Bundesliga“, so Dr. Henning Ueck, „ hat Bedeutung für die ganze Region, nicht nur für das ganze Regatta-Segeln, und ist ein Riesen Erfolg, von dem wir längere Zeit gut haben wollen.“


● Kontakt zum SVI über Teammanager und Skipper Christian Soyka, Telefon 0171/7091189 und christian@soykaholo.de.







Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen