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Norddeutsche Judo-Meisterschaften : SCI-Duo kämpft sich nach vorn

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Mikael Galstyan Erster, Jana Schädlich Zweite

Damit war nicht unbedingt zu rechnen – doch nach Titelgewinn und Vizemeisterschaft bei den Norddeutschen Meisterschaften freut sich die Judo-Sparte des SC Itzehoe jetzt umso mehr. Mikael Galstyan war in der U18-Konkurrenz -50 kg nicht zu schlagen und Jana Schädlich musste lediglich im Finale ihrer Gegnerin gratulieren.

Jana Schädlich war mit 14 Jahren eine der jüngsten Teilnehmerinnen in der U18-Konkurrenz –60 kg. Respekt zeigte sie gegen ihre älteren Gegnerinnen jedoch nicht, gewann dreimal vorzeitig und stand damit im Finale. Dort war sie dann jedoch unglücklich im Bodenkampf in eine Haltetechnik ihrer Gegnerin geraten, aus der sie sich nicht mehr befreien konnte. Trotzdem freute sie sich riesig, denn mit dem Einzug ins Finale hatte sie sich für die Deutschen Meisterschaften in Herne qualifiziert. Aufgrund ihres jungen Alters ist der zweite Platz bei den Norddeutschen fast schon als sensationell zu bezeichnen, zumal Jana Schädlich bei den Landesmeisterschaften nur Dritte war. Aber nun soll noch mehr folgen: „Vielleicht kann ich auch in Herne einige Kämpfe gewinnen“, hofft Schädlich.

Vereinskollege Mikael Galstyan wird sogar als Norddeutscher Meister nach Herne fahren. Mit seiner Schnelligkeit hatte der gebürtige Armenier, der seit einem Jahr beim SCI auf der Matte steht, seinen ersten Gegner total überrascht. Nach nur zehn Sekunden hatte er den Kampf mit seiner Lieblingstechnik, dem Schulterwurf, beendet. Danach wurde es schwieriger für den mit seiner Familie aus der Ukraine nach Deutschland geflüchteten 16-Jährigen. Aber zehn Sekunden vor Schluss war er im zweiten Kampf mit einer Außensichel erfolgreich und stand im Finale. „Dort war es nicht einfach für mich“, erzählt er. „Der Kampf ging über die volle Distanz und wurde am Ende durch eine kleine Wertung entschieden.“ Galstyan hatte erneut einen Schulterwurf angesetzt, aber den Gegner nicht komplett auf den Rücken geworfen. Es war jedoch ein verdienter Sieg, denn der Itzehoer war der eindeuttig aktivere Kämpfer. Sein Kontrahent hatte sogar zwei Verwarnungen wegen Passivität einstecken müssen. Mikael Galstyan kämpft zwar erst seit einem Jahr für den SCI, hat aber in Odessa bereits reichlich Judo-Erfahrung gesammelt. Nun will er bei den Deutschen Meisterschaften am 4./5. März noch einen draufsetzen. „Ich möchte dort ganz weit nach vorn kommen“, sagt er.

Galstyan ist wie Jana Schädlich Blau-Gurt-Träger. Die Prüfung hatte er erst im Dezember bestanden. Beide sind Riesentalente, die der Judo-Abteilung des SCI noch viel Freude bereiten dürften. „Wir sind mit der Entwicklung unserer Abteilung sehr zufrieden“, sagt Übungsleiterin Birgit Philipp. „Es kommen noch einige Talente nach.“

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erstellt am 16.Feb.2017 | 05:30 Uhr

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