Schönebeck und Dirksen gewinnen auf langer Strecke

Sieger über zehn Kilometer: Fritjof Dirksen. Fotos: sch (2)
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Sieger über zehn Kilometer: Fritjof Dirksen. Fotos: sch (2)

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08. September 2009, 12:02 Uhr

Kellinghusen | Susanne Schönebeck und Fritjof Dirksen über zehn Kilometer sowie Alicia Stölting und Tim Lüders über fünf Kilometer: Das waren die Besten beim Liliencron-Lauf. An den Rennen auf der unvermessenen Strecke rechts und links der Stör beteiligten sich über 300 Athleten aller Altersklassen.

Am Ende wurde es doch noch ein sicherer Sieg für Fritjof Dirksen. Bis über die Streckenhälfte hinaus lief Tim Rabe in seinem Windschatten und wollte sich trotz aller Tempowechsel nicht abschütteln lassen: "Bei Kilometer sechs war es dann passiert, da setzte sich Fritjof von mir ab", beschreibt Tim Rabe den entscheidenden Moment im Rennen. Dass "diese Spielereien auf der Strecke" vom späteren Sieger geplant waren, daraus machte der im Ziel keinen Hehl: "Ich wollte mich auf keinen Endspurt einlassen, denn ich konnte meine Form nicht richtig einschätzen." Fritjof Dirksen steckte noch ein Triathlon vom vorhergehenden Wochenende in den Beinen. "Ich hatte vor dem Start noch dicke Beine, aber unterwegs ging es dann doch ganz gut."

Und wie: Letztlich siegte Fritjof Dirksen mit 21 Sekunden Vorsprung vor Michael Knüppel, der Tim Rabe bei Kilometer acht überholte und dem Itzehoer auf den verbleibenden zwei Kilometern über eine halbe Minute abnahm. "Nachdem Fritjof sich von mir gelöst hatte, habe ich das Tempo rausgenommen", erklärte Tim Rabe den "Klassenunterschied".

Wenig zu kämpfen hatte die Siegerin des Frauenlaufes über zehn Kilometer: Susanne Schönebeck lief dem Feld von Anfang an voraus. "Bei Kilometer vier habe ich mich umgesehen, aber ich habe keine Konkurrenz gesehen", erklärte die Siegerin im Ziel. Insgesamt sei es für sie ein ruhiger Lauf gewesen. "Ich hatte niemanden, der mir in die Hacken lief."

Am ehesten konnte noch Maria Meiners-Gefeken mithalten. Die frühere Steinburg-Cup-Siegerin will aber selbst "keine Konkurrentin" mehr sein. Die Zeiten, in denen sie schnell gelaufen ist, seien vorbei. "Ich laufe nur noch zum Spaß." Doch das machte sie immer noch recht ordentlich und lag am Ende 38 Sekunden vor Bettina Schuldt.

Die spannendsten Rennen erlebten die wenigen Zuschauer an der Strecke über fünf Kilometer. Hauteng ging es bei den Männern zu. Zunächst machten sich Tim und Sven Lüders auf und davon. Am Rensinger See hatte Peer Sönksen es endlich geschafft, sich von seiner schlechten Startposition aus nach vorn zu arbeiten. 400 Meter vor Schluss lag das Trio immer noch dicht bei dicht. Dann erhöhte Tim Lüders den Druck und überquerte die Ziellinie nach spannendem Schlusssport eine Sekunde vor Peer Sönksen. Nicht mehr folgen konnte Sven Lüders. Zwölf Sekunden Rückstand hatte er im Ziel auf seinen siegreichen Bruder.

Enttäuscht war Peer Sönksen über das verlorene Laufduell nicht. Es habe nur zulange gedauert, bis er sich von ungünstiger Stelle nach vorn arbeiten konnte. "Ich hatte von Anfang an viele überholen müssen, erst im Wald habe ich Tim und Sven gekriegt." Erstaunlich an dem zweiten Platz des Schülers: Erst einen Tag vor dem Liliencron-Lauf beteiligte sich Peer Sönksen an einem 1000-Meter-Rennen und lief mit 3:17,46 Minuten eine Landesspitzenzeit für die Altersklasse M 11. Die Belastung des Vortages war dem Elfjährigen beim Liliencron-Lauf aber nicht mehr anzumerken.

Einen Start-Ziel-Sieg feierte Alicia Stölting auf der Fünf-Kilometer-Strecke. Nur Ute Krause war in der Lage, dem Schritt der Zwölfjährigen zu folgen. Im Ziel trennten beide lediglich sechs Sekunden. "Für mich war es ein schöner Lauf", betonte die Schülerin im Ziel. Vorsichtig laufen musste sie nur am Rensinger See. "Da war es total matschig. Ich habe gesehen, wie jemand fiel." Dem wollte sie sich nicht anschließen.

"Der Abstand zwischen mir und Alicia war während des Rennens immer gleich. Deshalb hatte ich auch lange Zeit gehofft, an Alicia heranzukommen", sagte Ute Krause nach dem Wettkampf. Leider habe das dann doch nicht mehr geklappt. "Insbesondere die letzten 500 Meter waren anstrengend. Viel länger hätte ich das hohe Tempo auch nicht mehr halten können." Dritte des Rennens wurde Kira Kardel, die aber nie die Chance hatte, den Führungsläuferinnen zu folgen.

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