Handball : Schmerzhafte Schlappe

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Herzhorns Oberliga-Frauen verlieren Schlüsselspiel im Abstiegskampf mit 26:28 beim ATSV Stockelsdorf.

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19. Februar 2018, 04:44 Uhr

Tief enttäuscht kam Trainer Olaf Winter gestern von der richtungweisenden Partie der Oberliga-Handballerinnen des MTV Herzhorn beim ATSV Stockelsdorf zurück. Nach einem umkämpften Spiel unterlag sein Team mit 26:28 (12:13). Es wäre bei einer annähernd normalen Leistung deutlich mehr drin gewesen. „Spiel vermurkst, Leistung vermurkst. Von meinen Leistungsträgerinnen erwarte ich, dass sie mit den Köpfen beim Spiel sind und sich nicht nur mit ihren Befindlichkeiten beschäftigen. Als Team hätten wir gewonnen. Eine solche Disziplinlosigkeit geht nicht in der Oberliga“, haderte der Coach mit der Vorstellung der Truppe.

Doch es gab auch einige Lichtblicke bei den Blau-Gelben. So Lina Hinze, die ein tolles Spiel lieferte und zwölf Treffer erzielte, wie auch Sarah Winkowski, die immer wieder starke Aktionen hatte.

In dieser so wichtigen Partie im Kampf gegen den Abstieg entspann sich von Beginn ein enges Spiel, in dem keiner der beiden Kontrahenten klare Vorteile auf seiner Seite hatte. Die Führungen wechselten, und allenfalls gelang es einer Mannschaft, sich mit zwei Treffern abzusetzen – das hatte jedoch nie lange Bestand. Doch das Spiel hätte zumindest für die Gäste anders laufen können. Sechs Mal wurde der Ball ohne Bedrängnis in der ersten Halbzeit einfach weggeworfen. Zu unkonzentriert agierten die Spielerinnen und wäre dies anders gelaufen, hätte die Blau-Gelben mit einer Führung und nicht einem 12:13-Rückstand in die Pause gehen können und müssen.

Doch dieser Rückstand hätte ohne weiteres schnell wettgemacht werden können. Verena Wagner und Jule Hinze agierten im Herzhorner Rückraum mit Druck, ließen den Ball laufen, und es gab immer wieder hochkarätige Chancen. Doch wirklich rund lief es trotzdem nicht, und erst in der 42. Minute brachte Lina Hinze ihr Team nach langer Zeit mal wieder in Führung (18:17). Doch Stockelsdorf legte erneut vor. Immer wieder glichen nun die Blau-Gelben aus, und so kam es zu einer hochdramatischen Schlussphase. Beim 25:25 (56.) war alles offen, ehe eine unnötige Zeitstrafe gegen Elina Hesse für zusätzlichen Druck sorgte. In der 59. Minute trafen die Gastgeberinnen zum 27:26, und die Winter-Schützlinge vergaben dann die Chance, zumindest noch den Ausgleich zu erzielen. So jedoch setzte ATSV noch einen drauf und durfte über ein 28:26 jubeln.


MTV Herzhorn: Mareike Struck, Vera Radden, Yana Hesse 8, Elina Hesse, Maike Langenberg, Mona Beck, Annika Schulz, Sarah Winkowski 3, Lina Hinze 12, Jule Hinze 1, Verena Wagner 1, Sarah Baudzus 1.

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