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Leichtathletik : Schilling distanziert Konkurrenz

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Läufer und Walker haben gute Bedingungen beim 25. Glückstädter Citylauf. Auch Johanna Grell und Fynn Sänger liegen in ihren Wettbewerben vorn.

Beste Bedingungen fanden rund 420 Läufer und Walker beim 25. Glückstädter Citylauf vor. Lediglich mit dem zum Teil starken Wind auf dem Deichabschnitt hatten viele zu kämpfen. Die Spitzenläufer störten sich daran allerdings wenig.

Auch der Veranstalter Fortuna Glückstadt war mit dem Verlauf sehr zufrieden: „Es ist alles gut gelaufen. Es gab keine Notfälle und keine Unfälle“, sagte Heiko von der Lieth für das Orga-Team. „Ins Schwitzen gebracht hat unsere EDV-Leute nur ein ausgefallener Laptop. Da mussten wir improvisieren. Aber auch das hat geklappt.“ Bereits am Abend des Veranstaltungstages waren die Ergebnisse im Internet zu sehen.

Die meisten Sieger setzten sich am Ende klar durch – wie Johanna Grell über die fünf Kilometer der Frauen. „Ich war von Anfang an vorne“, sagte die Siegerin vom SC Itzehoe. „Bis zum Ziel habe ich dann auch keine Konkurrentin hinter mir mehr wahrgenommen.“ Sie lief in 20:22 Minuten ins Ziel und hatte letztlich über eine Minute Vorsprung vor der zweitplatzierten Laura Nischik (21:37). Noch mal knapp zwei Minuten dahinter schaffte auch Johanna Labuj (23:25), Fußballerin von Holstein Kiel (vorher SV Neuenbrook/Rethwisch) beim „Heimat-Urlaub“ noch den Sprung auf das Treppchen.

Eilig hatte es auch Fynn Sänger über die 5000 Meter. Der 18-Jährige vom SC Itzehoe lief noch die ersten zwei Kilometer gemeinsam mit Sebastian Uridat (LG Eintracht Frankfurt). Doch am Deich lief Sänger seinem Kontrahenten, der seine leichtathletischen Anfänge bei der LG Wedel/Pinneberg hatte, trotz des kräftig blasenden Gegenwindes dann doch davon und kam nach 17:33 Minuten ins Ziel. Für die Siegerehrung ließ sich der SCI-Läufer mit gutem Grund entschuldigen: Er wollte schnell zur Silberhochzeitsfeier seiner Eltern. „Ich hatte anfangs versucht, das Tempo hochzuhalten“, sagte der Zweitplatzierte Sebastian Uridat (18:12). „Aber auch wenn Fynn sich dann doch abgesetzt hat: Ich bin total zufrieden mit dem Lauf. Meine Hauptstrecke ist eigentlich der Halbmarathon, aber ich streue auch mal kürzere Läufe ein, um an der Grundschnelligkeit zu arbeiten.“ Ihm dicht auf den Fersen blieb mit Johan Makoschey (18:23) ein weiterer Läufer des SC Itzehoe.

Beeindruckend war die Überlegenheit von Alexander Schilling (LC Oase Hingstheide). Vom Startschuss weg setzte er sich ab und führte schon zur Hälfte der Zehn-Kilometer-Strecke mit 50 Sekunden Vorsprung vor dem Itzehoer Xhevat Krasniqi. Noch größer war mit ca. 1:20 Minuten Krasniqis Abstand zum nächstplatzierten Stefan Hintze (ebenfalls Oase Hingstheide). An den Platzierungen änderte sich im weiteren Verlauf nichts mehr, nur die Abstände wuchsen weiter an. Im Ziel hatte Schilling (34:12) einen riesigen Vorsprung vor den nachfolgenden Krasniqi (36:43) und Hintze (39:23).

Letztlich wusste der Sieger genau, bei wem er sich zu bedanken hatte. „Meine Frau Margarita ist mit unserem kleinen Sohn immer dabei und unterstützt mich sehr. Ohne sie wäre das so alles gar nicht möglich.“ Seinen Start in Glückstadt verstand er übrigens als eine Art Training für den Brokstedter Dorflauf. „Dort will ich meine eigene Bestzeit von 33:58 Minuten unterbieten.“

Knapper war der Verlauf bei den Frauen. Die ersten drei Kilometer liefen die spätere Siegerin Manuela Sporleder (AG Hamburg-West) sowie die beiden SCI-Athletinnen Carolin Johannsen und Nina Gründel noch gemeinsam. Dann musste Nina Gründel abreißen lassen. Auf den nächsten Kilometern machte Sporleder Druck, doch Carolin Johannsen ließ sich nicht abschütteln. „Ich hatte eigentlich immer Sichtkontakt und war zum Teil bis auf fünf Meter dran“, sagte die Itzehoerin nach dem Lauf. „Erst kurz vor dem Ziel hat sich sich dann doch abgesetzt. Trotzdem bin ich total zufrieden mit dem Lauf. Ich wollte meinen dritten Platz vom Hühnerbrückenlauf steigern, das habe ich geschafft.“ Groß war der Abstand der Siegerin (43:32) zur Zweiten (43:43) nicht. Auf Rang drei kämpfte sich dann noch Nina Gründel (45:05) und kann sich mit dem Titel der besten Glückstädterin auf dieser Strecke trösten. Sie erhält dafür ebenso den traditionellen Wanderpokal wie ihr männliches Pendat Thomas Fuß (45:19).

Zuvor strahlte der Lauf-Nachwuchs mit der Sonne um die Wette bei den Wettbewerben über die kürzeren Strecken zwischen 250 und 1000 Meter. Da wurde mit großer Begeisterung um die Plätze gerannt und eifrig abgeklatscht – so wie es Moderator Peter Poppe vor dem Start vorgemacht hatte. Meist mit einem Lächeln quittierten dann die Jüngsten die lautstarke Anfeuerung beim Zieleinlauf auf dem historischen Marktplatz.

 


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erstellt am 19.Jun.2017 | 04:42 Uhr

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