16. Itzehoer Störlauf : Samba, Champions und Gänsehaut

Pure Laufbegeisterung: 4200 der zuvor angemeldeten Aktiven überquerten am Sonnabend auf verschiedenen Strecken die Ziellinie.
Pure Laufbegeisterung: 4200 der zuvor angemeldeten Aktiven überquerten am Sonnabend auf verschiedenen Strecken die Ziellinie.

Läufer und Zuschauer feiern bei der größten Sportveranstaltung der Region in Itzehoe, Münsterdorf und Qelixdorf wieder ein sportliches Volksfest

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11. Mai 2015, 05:00 Uhr

Erneut wurde der Itzehoer Störlauf – diesmal schon bei seiner 16. Auflage – zu einem wahren Volksfest mit Tausenden Besuchern auf dem Veranstaltungsgelände im Cirencester-Park und an den Laufstrecken. Der Stimmungspegel der Beteiligten lag zwischen freudig und euphorisch.

Daran konnte auch die etwas durchwachsene Witterung nichts ändern. Morgendlicher Dauerregen und die Tagesprognosen ließen Schlimmes befürchten. Doch am Mittag kurz vor dem ersten Start schloss der Himmel seine Schleusen wieder und hielt bis auf wenige Tropfen lange dicht. Erst beim abendlichen Abbau wurden die vielen Helfer wieder naß und bekamen eine Ahnung, wieviel Wetterglück man zuvor gehabt hatte...

Überaus zufrieden war auch Organisationsleiterin Susanne Hansen: „Es insgesamt war eine fröhlich-entspannte Atmosphäre – sowohl unter den Läufern als auch unter den Zuschauern. Wir haben sehr positive Rückmeldungen bekommen.“ Einzelne berechtigte Kritikpunkte wolle man aufnehmen und in die Vorbereitung zum nächsten Störlauf einfließen lassen. Ein Riesenlob zollte sie der RBZ-Klasse, die zum zweiten Mal beim Auf- und Abbau half und eine Riesenhilfe gewesen sei. Überhaupt könne man sich auf eine stets wachsende Schar von Helfern, gerade auch im Orga-Team, stützen. „Wir sind sehr dankbar dafür, das macht wirklich großen Spaß“, sagt Susanne Hansen.

Sehr traurig sei man allerdings darüber, dass beim Zwei-Kilometer-Lauf erstmals Kinder abgewiesen werden mussten, obwohl dieser schon von 300 auf 450 Startplätze aufgestockt worden war. „Vielleicht teilen wir beim nächsten Mal den Lauf, dann gäbe es zwei Starts über diese Strecke.“

Dass die Begeisterung für das Laufen soviel mehr ist als das Geschehen in den Spitzenrängen eines jeweiligen Wettbewerbes, zeigte sich einmal mehr überdeutlich. Gänsehaut pur, wenn die Läufer mit dem Queens-Klasssiker „We are the champions“ auf die Strecke gehen und das hundertfache Getrappel der Laufschuhe auf dem Asphalt die Musik verdrängt und allmählich zum dominierenden Geräusch wird. So gingen rund 4500 Läufer und Walker (inklusive Kinderlauf) jeden Alters auf die unterschiedlichen Distanzen von 400 m beim Kinder- und Handicap-Lauf bis zum Halbmarathon (21,1 km). Auch an den Strecken ließ das Hochgefühl kaum nach, die Begeisterung in Oelixdorf und vor allem in Münsterdorf sorgte für einen Schauer nach dem anderen. Auf dem Rückweg kündigten die Trommeln der Samba-Trommeln das nahende Ziel an, ehe die Aktiven unter großem Jubel einliefen. Manch einer ließ sich von seinem privaten Fanklub mit LaOla-Wellen feiern oder feierte sich einfach selbst. Zudem war die Chance groß, von Moderator Peter Poppe auch noch namentlich kurz vor dem Zieleinlauf persönlich begrüßt zu werden.

Für viele ist der Störlauf auch eine Familien-Angelegenheit geworden – wie bei Hans-Friedrich Tiemann (67). Der ehemalige Steinburger Kreispräsident ging mit seinen Enkelinnen Carlotta (7) und Alina (9) sowie seinem Schwiegersohn Malte Heesch (40) gemeinsam im zweiten Fünf-Kilometerlauf an den Start. „Wir haben hier unseren privaten Drei-Generationen-Lauf ausgerichtet“, berichtet er mit einem Schmunzeln. „Das Schönste auf der Strecke war der Wendepunkt. Da konnte man sehen, wer noch alles so hinter einem lief. Das hat noch mal einen Schub gegeben.“ Trainiert habe übrigens jeder für sich, und beim Lauf sei man auch nicht zusammen geblieben. Tiemann: „Da muss jeder sein eigenes Tempo laufen.“ Mit den Enkeln Bobo (2), Lola (4; beide im Kinderlauf am Start) und Charlie (5; im 2  km-Lauf) gab es zudem weitere aktive Familienmitglieder.

Ansonsten gab es im Park für Athleten und Zuschauer wieder viele Möglichkeiten für Kurzweil. Die Verpflegungs- und Informationsstände wurden gut besucht und die angebotene Massage wurde auch schon von manchem der Fünf-Kilometer-Läufer in Anspruch genommen. So herrschte bis zum Schluss reges Treiben in der Zeltstadt. Ob Spitzen-, Nachwuchs- oder Freizeitläufer: Kaum jemand konnte sich dieser Stimmung entziehen. Sie alle sollten sich den nächsten Störlauf-Termin vormerken: Am 21. Mai 2016 wird es die 17. Auflage geben. Aber viele Starter wird man wohl auch vorher schon mal auf anderen Wettbewerben des Steinburg-Cups sehen. Der nächste ist der Glückstädter Citylauf am 30. Mai.

● Transponder sollten schnellstmöglich in den Filialen der Volksbank Raiffeisenbank oder in der Rundschau-Geschäftsstelle (IZ, Sandberg) abgegeben werden. Fundsachen sind ab Dienstag in der NR-Sportredaktion (Durchwahl 04821/605-5470).

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