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Wald- und Heidelauf des TSV Kremperheide : Saison entspannt verabschiedet

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

220 Aktive auf Strecken zwischen drei und zehn Kilometer ohne Zeitnahme

von
erstellt am 07.Okt.2015 | 10:11 Uhr

Der TSV Kremperheide rief, und 220 Aktive aller Altersklassen schnürten sich die Sportschuhe an, um bei sonnigem Wetter durch die Nordoer Heide zu laufen oder zu walken. Zur Auswahl zum Abschied aus der Wettkampf-Saison standen ihnen mehrere Strecken mit Längen zwischen drei und zehn Kilometern. Dazu gab es einen Bambinilauf, um auch den Jüngsten zu signalisieren, dass körperliche Betätigung für jedes Alter geeignet ist.

Während sich ein Teil der Sportler aus den Kreisen Steinburg, Dithmarschen, Pinneberg und Schleswig-Flensburg eher gemächlich durch die herbstliche Natur bewegte, nutzten andere die Gelegenheit, um die Form zu überprüfen. Doch ob langsam oder schnell: Gewinner waren am Ende alle, denn im Vordergrund stand nicht der Wettkampf, sondern die gemeinsame sportliche Betätigung fernab jeglichen Leistungsdrucks. Wie beim Lägerdorfer Silvesterlauf werden auch beim Wald- und Heidelauf keine Zeiten gestoppt.

Tobias Klähn (16) lobte die sehr übersichtlich und gut einsehbare sechs Kilometer Strecke, auf der zahlreiche Streckenposten standen, um sicheres Geleit zu geben. Sehr gut gefallen habe ihm auch, dass sich viele Zuschauer im Zielbereich befanden, um die Aktiven anzufeuern. „Das motiviert zusätzlich“, meinte der Itzehoer.

Noch viel vor hat in diesem Jahr Ute Krause (49), die sich in direkter Vorbereitung auf einen Halbmarathon Mitte des Monats in Hamburg befindet. Insofern passte die Teilnahme am Wald- und Heidelauf sehr gut in ihren Trainingsplan. „Das Wetter ist wunderbar, und die Menschen hier sind sehr freundlich. Ich freue mich schon jetzt auf das nächste Jahr“, sagte die mehrfache Seniorenlandesmeisterin aus Itzehoe. Die zehnte Auflage der Veranstaltung wolle sie auf keinen Fall verpassen.

Wie Ute Krause, die sechs Kilometer lief, nutzten auch Anna Gehring (18), Jakob Voigt (19) und Philip Krützelmann (16) den Zehner für einen beherzten Tempolauf. Dennoch ließen es sich die Topläufer vom SC Itzehoe nicht nehmen, das „süße Angebot“ des TSV Kremperheide anzunehmen und sich während des Laufes ein Stück Schokolade in den Mund zu stecken. Darüber hinaus hatte Jakob Voigt Gefallen daran gefunden, dass der Zeitplan so aufgestellt war, dass die einzelnen Läufe praktisch gleichzeitig im Ziel ankamen: So wurden wir von vielen anderen Teilnehmern angefeuert“, freute sich der Leichtathlet über die Anteilnahme anderer.

Sönke (54/Kremperheide) und Daniel Lohse (28/Itzehoe) hatten es ebenfalls nicht bereut, am Wald- und Heidelauf teilgenommen zu haben. Vater und Sohn bewältigten die zehn Kilometer Runde „als Gespann“. Beide lobten die landschaftlich reizvolle Strecke und empfanden die Atmosphäre im Gelände und das gesamte Drumherum im Veranstaltungsbereich als sehr angenehm. Auffallend für Daniel Lohse - der DJ: „Diese Art der Unterhaltung finde ich großartig.“ Großer Zuspruch bei ihnen dafür, dass der Veranstalter auf die Zeitnahme verzichtet. Auch wenn so auf Wettkampfcharakter verzichtet wird, der Wald- und Heidelauf hätte großen Wert, es mache einfach nur Spaß, dabei zu sein. Als „Wiederholungstäter“ wollen Sönke und Daniel Lohse im kommenden Jahr auf jeden Fall wieder mit von der Partie sein.

Dass auch Kinder mit Behinderungen Teil des Wald- und Heidelaufes sein können, machte der zehnjährige Arved aus Wrist deutlich. Er war mit seiner Mutter Antje Hachenberg zur Veranstaltung gekommen und hatte sich am Bambinilauf beteiligt. „Arved hat es sehr viel Spaß gemacht. Toll fand er das Laufen mit der Musik“, betonte Antje Hachenberg und stellte heraus, dass sie die Kinderbetreuung des Veranstalters als „ein Mega-Highlight“ empfand: „Der Laufclown fiel mir besonders auf, weil er eine Art Identifikationsfigur ist und als Motivationsschub dient.“ Sie habe für ihren Jungen und sich empfunden, dass der TSV Kremperheide alle sehr herzlich aufgenommen hat. „Wir haben das Gefühl bekommen, dass wir dazugehören. Im nächsten Jahr kommen wir bestimmt wieder.“

Zufrieden war auch der TSV Kremperheide. Für das Orga-Team meinte Axel Schülke: „Es freut uns, dass der Wald- und Heidelauf so gut angenommen wird – auch von Familien, die immer wiederkommen.“ So zum Beispiel Familie Schuchardt aus Tellingstedt mit fünf Personen.

Die Schnellsten: Anna Gehring, Jakob Voigt, Philip Krützelmann über zehn Kilometer; Tobias Klähn, Janne Paul Rechenberg (12/Kremperheide), Ute Krause über sechs Kilometer; Niklas Beck (13/Kremperheide), Maximilian Bosshauer (11/Krempermoor), Goda Rossen (13/Süderbrarup) über drei Kilometer; Kathrin Klähn (42/Itzehoe), Wiebke Nahrwold (Lohbarbek), Heiko Klemmsen (Kremperheide) über sechs Kilometer Walken.

 

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