Rüping bester Deutscher bei Nationenpreis in Norwegen

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Philip Rüping und Landaro Foto: sch

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21. Juli 2010, 03:59 Uhr

Breitenburg | Da freute sich auch Breido Graf zu Rantzau, Vorsitzender im Reiterverein Breitenburg: "Philip Rüping ist schon seit Wochen in guter Form und hat sehr viel Erfolg." Und tatsächlich: Das, was der 26 Jahre alte Berufsreiter mit Sitz auf dem Gelände von Schloss Breitenburg derzeit auf seinen Pferden zeigt, ist beachtlich: In Altenhof gewann er ein S**-Springen auf Landaro, ein neunjähriger gekörter Holsteiner Hengst, den Philip Rüping seit einem halben Jahr reitet. Danach siegte er auf demselben Pferd bei einem S***-Springen in Groß Wittensee.

"Diese Erfolge hatten mit dazu beigetragen, dass ich kurzfristig für den Nationenpreis in Drammen nominiert wurde und für Deutschland reiten durfte", freute sich Philip Rüping über die Anerkennung seiner Leistungen, die ihn bereits in früheren Jahren in sportliche Höhen getragen hatten: 2005 gewann er bei den Europameisterschaften der Jungen Reiter in Schaffhausen/Schweiz die Mannschafts-Goldmedaille.

In Norwegen bildete der Breitenburger zusammen mit Sören von Rönne (Neuendeich), Nisse Lüneburg (Uetersen) und Jörg Kreutzmann (Schretstaken) ein Team. "Wir schnitten mittelmäßig ab und wurden für den zweiten Umlauf nicht mehr zugelassen", bedauerte Philip Rüping den Ausgang seines ersten Senioren-Einsatzes für die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) auf internationalem Parkett. Allerdings, und das spricht für Philip Rüpings derzeit gute Form: Er erlaubte sich im Nationenpreis lediglich einen Abwurf, war auf Landaro bester Deutscher Reiter.

Es siegten übrigens die Norweger. "Sie waren auch ganz heiß darauf, vor eigenem Publikum zu gewinnen", erläuterte der Reiter die Situation in Drammen und erkannte die Leistung der Skandinavier neidlos an. "Sie kamen bei dem S****-Springen mit den bis zu 1,60 Meter hohen und 1,80 Meter tiefen Sprüngen am besten zurecht."

Erfolge, wenn auch noch nicht so große, feierte Philip Rüping auch auf einem anderen Pferd: Auf Chacho, ein achtjähriger Holsteiner Wallach, belegte er jüngst bei den Reitertagen in Herfart dritte Plätze - bei einem M**-Springen mit Siegerrunde und einem Zwei-Phasen-M*-Springen. Darüber hinaus war das Paar, das jetzt vier Monate zusammenarbeitet, in Wedel bei zwei M*- beziehungsweise M**-Prüfungen platziert. "Chacho geht schon ganz gut. Er ist zwar noch etwas schüchtern, aber man kann mit ihm schon in Richtung ein Sterne S-Springen mit Sprüngen ab 1,40 Meter Höhe und 1,50 Meter Tiefe gehen", ist sich Philip Rüping sicher, das Pferd langsam belasten zu können.

In den kommenden Wochen stehen für ihn mehrere Turniere auf dem Plan. Reiten will er in Rastede beim großen Oldenburger Landesturnier, in Elmenlohe und Dobruk und dort für die S***-Prüfungen nennen. Dort will er versuchen, "beim Großen Preis etwas abzubekommen".

Für die Deutschen Meisterschaften sei es in diesem Jahr "noch etwas zu früh" für ihn und Landaro, denn, so Philip Rüping: "Dass Pferd hätte zwar die Möglichkeiten. Doch ich habe ihn ja erst ein halbes Jahr." Das sei für eine optimale Vorbereitung ein zu kurzer Zeitraum. "Wenn man bei Deutschen Meisterschaften starten will, muss man besser zusammengewachsen sein, als wir es sind." Immerhin stünden dort Hindernisse auf dem Parcours, die EM- und WM-Niveau hätten. "Man muss realistisch sein, um da mitmachen zu können."

Philip Rüping ist aber nicht der einzige Breitenburger Reiter, der derzeit Erfolge feiert. Rolf Göran Bengtsson, schwedischer Nationenpreisreiter und Mitglied im RV Breitenburg, gewann jüngst mit dem Holsteiner Hengst, Casall La Silla, den Longines Grand Prix von Rotterdam. Im Stechen, mit Hindernishöhen von 1,60 Meter, besiegte Bentsson unter anderem Carsten-Otto Nagel.

Erste Plätze belegte Rolf Göran Bengtsson auch in Hertogenbosch/Holland und in Falsterbo. In seiner schwedischen Heimat leistete Bengtsson zudem Großes: Er sorgte mit zwei fehlerfreien Ritten beim Nationenpreis für den schwedischen Erfolg gegen den Rest der europäischen Elitereiter.

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