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1. Segel-Bundesliga : Rote Laterne für Itzehoer Crew

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

SVI beim Auftaktrennen auf dem Starnberger See ans Tabellenende durchgereicht

von
erstellt am 03.Mai.2016 | 16:47 Uhr

Abgehängt – die Seglervereinigung Itzehoe ist beim Bundesliga-Auftakt auf dem Starnberger See hinterhergefahren. Christian Soyka, Kai Harder, Sören Petersen und Hinnerk Müller traten nach dem ersten Rennen als Tabellenschlusslicht der 1. Segel-Bundesliga die Heimreise an.

„Es war ein rabenschwarzer Auftakt. Wir haben eine richtige Backpfeife bekommen“, gibt Steuermann Christian Soyka zu. Starnberg habe klar gezeigt, wo man derzeit stehe und was man besser machen müsse. Die norddeutschen Bundesligaclubs, mit denen die Itzehoer im Vorwege unter Wettkampfbedingungen trainiert hatten, wurden bis auf den Norddeutschen Regattaverein (NRV) ebenfalls nach hinten durchgereicht. Lübeck, Flensburg, Hemelingen (Bremen) und Kiel standen am Ende nur unwesentlich besser da als die Itzehoer. Dass es auch anders geht, zeigte der NRV, der als Spitzenreiter genau auf der anderen Seite der Tabelle rangierte. „Die Hamburger haben allerdings auch ein Trainingslager auf Malta gemacht und mächtig investiert. Da können wir allein schon aus monetären Gründen nicht mithalten,“ so Soyka.

Aber auch die süddeutschen Clubs hatten sich in Trainingslagern, hauptsächlich auf dem Gardasee, optimal vorbereitet und kamen mit den Bedingungen bei ständigen Winddrehern wesentlich besser zurecht. „Die Abstimmung zwischen Taktiker und Steuermann hat bei uns nicht so funktioniert, wie wir es uns eigentlich vorgestellt hatten.“ Daran müsse jetzt gearbeitet werden, um wieder konkurrenzfähig zu werden.

Zwar hatten die Itzehoer am Sonntag auf ihr altes System umgestellt und dadurch noch ein paar Punkte gut gemacht. Es reichte aber nicht mehr, um die rote Laterne abzugeben. „Immerhin war noch ein erster und ein zweiter Platz dabei, was uns gezeigt hat, dass wir das Segeln nicht verlernt haben.“ Daraus müsse man jetzt neuen Mut schöpfen. „Wir werden den Kopf nicht in den Sand stecken. Schon am kommenden Wochenende wollen wir bei einer Einheitsregatta in Berlin versuchen, einiges zu verbessern“, sagt Christian Soyka. Taktiker Kai Harder soll beispielsweise mehr Freiheiten erhalten, damit er sich noch besser auf die Windbedingungen konzentrieren kann. Außerdem will der SVI einen Trainer verpflichten, der von außen die Fehler im Boot analysieren soll.

Wegen Windstille ging am Freitag auf dem Starnberger See nicht allzu viel. In ihrem einzigen Rennen wurden die Itzehoer Letzter. „Im Gegensatz zu den anderen Flights, hat man uns keine Möglichkeit gegeben, sich einzusegeln. Das war ein ganz entscheidender Faktor, denn wir sind mit den neuen Segeln der Bundesliga-Einheitsboote nicht zurechtgekommen und waren schon am Start abgeschlagen“, erklärt Christian Soyka. Dadurch verunsichert, sei auch am Sonnabend überhaupt nichts gelaufen. Drei fünfte und zwei sechste Plätze ließen die Itzehoer nach dem zweiten Tag abgeschlagen am Tabellenende übernachten. Der Rückstand war schon zu groß, da nützten am Sonntag auch ein Rennsieg und der zweite Patz zum Abschluss nichts mehr. Den Lübecker Yachtclub hatte man zwar noch eingeholt, doch der hatte mehr zweite Plätze als die SVI herausgefahren und wurde somit Vorletzter. Nur einen Punkt besser war der Flensburger Segel-Club, der am Sonntag völlig eingebrochen war und viermal Letzter wurde. Nun stehen alle drei Teams aus Schleswig-Holstein im Tabellenkeller und müssen sich einiges einfallen lassen, um dort beim nächsten Rennen Ende Mai auf dem Bodensee wieder heraus zu kommen.

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