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2. Basketball-Bundesliga ProB : Riesenjubel über ersten Eagles-Sieg

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Itzehoer Korbjäger gewinnen zum Saisonauftakt mit 81:68 gegen die Dresden Titans

von
erstellt am 29.Sep.2014 | 05:00 Uhr

Schon Minuten vor dem Ende applaudierten die 500 Zuschauer stehend. Dann stand die Uhr auf Null – Riesenjubel. Die Sport-Club Itzehoe Eagles haben ihr erstes Spiel in der 2. Basketball-Bundesliga ProB gegen die Dresden Titans mit 81:68 gewonnen. Viertelergebnisse: 23:18, 23:9, 12:23, 23:18.

Mit viel Selbstvertrauen wollten die Gastgeber nach guter Vorbereitung in die Partie gehen, und das gelang eindrucksvoll. Die ersten Zweitliga-Punkte in der Eagles-Geschichte erzielte Jonathon Williams, kurz darauf versenkte Patrick Wischnewski den ersten Dreier. Dass es ein Start-Ziel-Sieg wurde, lag aber vor allem an hervorragender Verteidigung. Mit großem Einsatz und hoher Konzentration machten die Gastgeber ihrem Gegner das Leben schwer, der schon am Vortag angereist war und morgens noch trainiert hatte. „Wir haben uns innerhalb weniger Minuten auf die Dresdener eingestellt und da alles perfekt gemacht“, stellte Eagles-Coach Paul Larysz fest. Das gab dann auch die Sicherheit für die Offensive: Kurz vor Ende des ersten Viertels trafen die Titans trotz starker Eagles-Defense einen Dreier, doch direkt im Gegenzug spielten die Itzehoer im Angriff Johannes Konradt frei, der mit einem Dreier antwortete.

Die Szene wiederholte sich zu Beginn des zweiten Viertels, bald lag der Vorsprung jenseits der zehn Punkte. Die Verteidigung legte weiter zu, die Titans kamen kaum noch zu klaren Würfen. Es war in dieser Phase kaum zu sehen, dass die Eagles Probleme hatten: Yannick Evans hatte schon früh vier Fouls auf dem Konto, auch Aufbauspieler Paolo Mancasola kam wegen Fußproblemen auf nur wenig Spielzeit. Umso wichtiger war der Auftritt von Kosta Karamatskos, der in die Rolle des Führungsspielers schlüpfte, viel zur defensiven Stabilität beitrug und Ruhe in den Angriff brachte. Den Schlusspunkt vor der Halbzeit setzte Levi Levine mit einem Dreier zum 46:27.

Nach dem Wechsel änderte sich das Bild. Dresden punktete, die Eagles waren im Loch. Die ersten Aktionen gingen daneben, „dann kommt man ins Schwimmen“, sagte Larysz. Die Titans kämpften und brachten es so auch zur Überlegenheit unter den Körben. Immer wieder verloren die Eagles den Defensivrebound, die Statistik insgesamt ging an die Gäste. Schleunigst müsse sich das ändern, sagte Larysz. „So viele zweite Chancen, das kann sich rächen in einem engeren Spiel.“

Die Eagles kämpften sich durch das dritte Viertel und punkteten nur vereinzelt. Bis auf fünf Punkte kamen die Dresdener heran, doch Sekunden vor dem Ende des Abschnitts war es wieder Karamatskos mit einer wichtigen Aktion: Er stahl im Spielaufbau der Gäste den Ball und vollendete zum 58:50 vor dem letzten Viertel. In diesem schraubte Williams mit zwei Freiwürfen den Vorsprung wieder auf zehn Punkte, darunter fiel er nicht mehr. Karamatskos traf einen Dreier, Clayfell Harris steigerte sich nach schwachem Beginn unter dem Korb und staubte vorne mehrfach ab. Dann noch ein Dreier von Nick Tienarend – nun hatten die Eagles ihren Rhythmus wieder und stets die passende Antwort parat. Für Dresden sei die Aufholjagd ein Kraftakt gewesen, doch die Itzehoer hätten sie dann zermürbt, meinte Larysz. „Wir haben einfach die längere Bank.“ So durfte ein gelungener Einstieg in die 2. Bundesliga gefeiert werden. Am kommenden Sonnabend geht es nach Recklinghausen.

Eagles: Jonathon Williams (23), Kosta Karamatskos (10, 1 Dreier), Nick Tienarend (9, 2 Dreier), Clayfell Harris (9, 9 Rebounds), Lars Kröger (7), Yannick Evans (6), Patrick Wischnewski (6, 1 Dreier), Johannes Konradt (6, 2 Dreier), Levi Levine (5, 1 Dreier), Paolo Mancasola, Robert Daugs.

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