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Werfer-Mehrkampf : Probleme nur mit dem Drehstoß

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die neue Technik beim Kugelstoßen funktioniert diesmal nur bedingt. Dennoch holt sich Marlo Burych die deutsche Vizemeisterschaft im Wurf-Mehrkampf der Altersklasse M35. Ihm gelingen in Zella-Mehlis zwei Tagesbestweiten.

Marlo Burych hat sein Ziel erreicht: Bei den nationalen Titelkämpfen im Wurf-Fünfkampf, veranstaltet vom Deutschen Leichtathletikverband im thüringischen Zella-Mehlis, holte sich der für den TSV Lola startberechtigte Senioren-Wettkämpfer eine Medaille in der Altersklasse M35 ab. Am Ende wurde es Silber und das insgesamt achte Edelmetall, das der 38-Jährige von Deutschen Meisterschaften mit nach Hohenlockstedt brachte. Geschlagen wurde Marlo Burych bei 2892 Punkten nur von Sören Voigt (TSV 1862 Erding), der mit 3229 Zählern aus der Meisterschaft gegangen war.

Ein Blick in die Ergebnisliste offenbart die absoluten Stärken des Lolaners innerhalb des Mehrkampfes: 14,74 Meter mit dem 15 Kilogramm schweren Gewicht hatte seit vier Jahren kein Athlet in seiner Altersklasse mehr geworfen, und mit den 44,04 Metern im Hammerwurf rangiert der Hohenlockstedter in dieser Disziplin derzeit an achter Stelle der Deutschen Bestenliste (M35) und an Stelle drei bei den Männern M20 in Schleswig-Holstein.

Das einzige Manko innerhalb der fünf Teildisziplinen ergab sich für Marlo Burych im Kugelstoßen. Da hätte er den weiten Stoß über 13 Meter gerne sicher gestanden: „Wenn das der Fall gewesen wäre, hätte ich in Zella-Mehlis drei Tagesbestweiten aufgestellt, und ich wäre etwas näher an Sören Voigt herangerückt.“ Der Grund für die Unsicherheit beim Ausstoß der Kugel: „Ich habe mich auf die Drehstoßtechnik umgestellt. Aber um gut herauszukommen, dafür ist meine Technik noch nicht stabil genug.“

Dass es besser werden könnte, dafür hat Marlo Burych Gründe: „Ich habe in Uwe Mundt seit gut zwei Monaten einen erfahrenen Trainer, der mich weiterbringen soll.“ Von der Zusammenarbeit mit dem Lübecker verspreche er sich viel, denn immerhin trainiere Mundt mit Oliver Rohwer den aktuellen Weltmeister (M40) im Kugelstoßen. Und der erreichte im Jahr 2011 bei seinem Sieg in Sacramento/USA 16,50 Meter.

Im Gespräch mit unserer Zeitung stellte Marlo Burych heraus, dass er mit dem Ziel nach Zella-Mehlis gefahren sei, dort eine Medaille zu holen: „Ich war dementsprechend nervös und ging extrem motiviert in den Wettkampf hinein. Da kann es sein, dass ich dicht mache und verkrampfe und technisch nicht so sauber arbeite.“ Statt „mit roher Gewalt“ vorzugehen hätte er lieber „saubere Technik spielen lassen“ sollen. Insgesamt sei er mit seiner Punktzahl aber ganz zufrieden gewesen.

Zugute gekommen seien ihm im Zusammenhang mit dem Erfolg seine turnerische Vorbildung aus 26 Jahren Turnsport und die vorhergehende konzentrierte Vorbereitung. In der direkten DM-Vorbereitung habe er drei Monate lang sechsmal pro Woche in Einheiten bis zu dreistündiger Dauer trainiert. „Länger kann man das harte Training aber nicht durchhalten, sonst geht man am Stock“, denkt Marlo Burych auch an die Regeneration und an den geordneten Trainingsaufbau im Hinblick auf das nächste Jahr. Und das solle ihn ein Stück näher an Sören Voigt heranbringen.

Danken will Marlo Burych aber nicht nur seinem neuen Trainer Uwe Mundt. Mitentscheidend für die guten Leistungen sind nach seiner Überzeugung die gewährte Unterstützung durch seine Familie, und auch das Entgegenkommen des TSV Lola und seines Arbeitgebers, der Firma Pohl-Boskamp, seien dafür wichtig gewesen. Vieles käme eben vorher zusammen, ehe ein Athlet Meisterschaftsmedaillen entgegen nehmen kann.

Und das sind die Einzel-Ergebnisse von Marlo Burich innerhalb des Wettkampfes bei der Senioren-DM: Hammerwurf – 44,04 Meter; Kugelstoß – 11,95 m; Diskuswurf – 33,10 m; Speerwurf – 36,03 m; Gewichtwurf – 14,74 m.

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erstellt am 15.Sep.2013 | 11:15 Uhr

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