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Handball-Landespokal : Pokalkracher zum Jahresausklang

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Männer des MTV Herzhorn erwarten heute im Viertelfinale den Drittligisten THW Kiel II.

von
erstellt am 20.Dez.2013 | 05:04 Uhr

Durchaus eine Erfolgsgeschichte war der Auftritt der Handballer des MTV Herzhorn in den bisherigen Partien des Handball-Landespokals. Nun steht am heutigen Freitag-Abend (Anpfiff: 20.15 Uhr) das Viertelfinale an – die letzte Runde vor dem Final-Four-Turnier Anfang März kommenden Jahres in Altenholz. Allerdings kommt mit dem Drittligisten THW Kiel II ein ganz harter Brocken in die Glückstädter Sporthalle Nord.

Zwei Spielklassen liegen zwischen dem SH-Ligisten Herzhorn, der als Zweiter mit 18:4 Zählern weiter seine Aufstiegshoffnungen hegen kann, und der Bundesliga-Reserve aus der Landeshauptstadt. Deshalb setzt MTV-Coach Jens Timm seine Erwartungen für diese Partie nicht allzu hoch. „Wir hätten das Final Four gern mal mitgespielt, aber in Anbetracht unseres verletzungsbedingt stark reduzierten Kaders, hängen die Trauben verdammt hoch. Wir sind krasser Außenseiter und eigentlich chancenlos, wollen aber mit den Möglichkeiten, die wir zur Verfügung haben, vernünftig auftreten und den Zuschauern ein unterhaltsames Spiel bieten.“ Kampflos werden sich die Gastgeber sicher nicht geschlagen geben, der Favorit wird sich den Sieg also schon verdienen müssen. Es wäre gewiss der größte Fehler der Zebras, mit der Überheblichkeit des vermeintlich Stärkeren aufzutreten.

Die THW-Reserve belegt zur Zeit einen gesicherten Platz in der 3. Liga (10./16:14). Die Kieler unter dem Trainer-Gespann Raul Alonso und Ulrich Tobinski hatten sich nach dem Aufstieg im vergangenen Jahr noch einmal kräftig verstärkt, um rechtzeitig den Klassenverbleib zu sichern. Zusammen mit dem Drittliga-Spitzenreiter SV Hennstedt/Ulzburg gehören sie zu den Favoriten im diesjährigen HVSH-Pokal. Dort stiegen die Zebras als Drittligist erst im Achtelfinale ein und schalteten in fremder Halle den Oberligisten SG Wift deutlich mit 36:22 aus. Die Herzhorner setzten sich beim Lokalrivalen TSV Kremperheide (28:24) durch und eliminierten in eigener Halle Oberligist TSV Alt Duvenstedt mit 31:30 aus dem Wettbewerb.

Wie schon in den letzten Partien der SH-Liga müssen die Herzhorner verletzungsbedingt auf Sven Hesse, Lukas Lorenzen (beide Schulterverletzung), Lasse Pingel (Rippenprellung), Kim Kardell (Sprunggelenksverletzung) und Lasse Dieckmann (Rückenbeschwerden) verzichten. Auch „Urlauber“ Christian Fahl steht nicht zur Verfügung. Bleibt dennoch zu hoffen, dass wieder einmal die eigenen Gesetze des Pokals greifen und die Gastgeber mit lautstarker Unterstützung ihrer Anhänger möglichst lange einen offenen Kampf liefern können. Die Steinburger wollen jedenfalls – unabhängig vom Spielstand – befreit aufspielen. Denn was mit einer starken Abwehrarbeit und einem Klasse-Torhüter dahinter möglich ist, zeigte man zuletzt im Achtelfinalkrimi gegen den klassenhöheren TSV Alt Duvenstedt.

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