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Deutsche Leichtathletik-Meisterschaften U16 in Köln : Paulina Kayßer rennt allen davon

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Itzehoerin mit überlegenem Start-Ziel-Sieg über 3000m – Nina Gründel Zehnte

von
erstellt am 12.Aug.2015 | 05:00 Uhr

Mit einem Start-Ziel-Sieg hat Paulina Kayßer am vergangenen Wochenende eindrucksvoll den Titel bei den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften U16 über 3000 m gewonnen. Die Nachwuchsathletin des SC Itzehoe lief die Strecke in 10:15,16 Minuten. Ebenfalls ein starkes Rennen hatte mit Nina Gründel die zweite Läuferin des SCI gezeigt, die in 10:47,15 Minuten Zehnte wurde.

Um in Köln starten zu dürfen, mussten beide Itzehoerinnen sowohl eine Normzeit über 3000m als auch über 300m schaffen. Die Zusatzleistung über 300m soll eigentlich einer frühzeitigen Spezialisierung vorbeugen, wird aber im kommenden Jahr wieder abgeschafft. Beide hatten aber auch diese Norm locker drauf und konnten daraufhin die Ferien nutzen, um sich vor dem Endlauf in Köln in Topform zu bringen. Das ist ihnen hervorragend gelungen.

Paulina Kayßer war aufgrund ihrer Jahresbestleistung über die 3000m als Favoritin an den Start gegangen, kam mit dieser Bürde aber sehr gut klar, obwohl ein enormer Druck auf der 15-Jährigen lastete. Nach dem Startschuss ging die Itzehoer Schülerin wie geplant an die Spitze. „Sie sollte schnell ins Rennen einsteigen und schauen, wie die Konkurrenz reagiert“, erklärt Trainer Andre Beltz die Taktik. Den ersten Kilometer lief Kayßer in 3:18 min und zog damit das Feld auseinander. Folgen konnte ihr nur die Ingolstädterin Lisa Basener. Der zweite Kilometer wurde zwar etwas langsamer (3:33min), doch Kayßer und Basener setzten sich weiter vom übrigen Feld ab. Auf dem letzten Kilometer begann die Itzehoerin dann die entscheidende Attacke, verschärfte noch einmal das Tempo und konnte sich 600m vor dem Ziel von der Ingolstädterin lösen. Kilometer drei hatte Paulina Kayßer in 3:24 min gelaufen – das war für Basener zu schnell. Die ärgste Konkurrentin lief über 11 Sekunden nach Kayßer durchs Ziel.

Nina Gründel lieferte ebenfalls ein ganz starkes Rennen, in dem sie ihre persönliche Bestzeit um 23 Sekunden verbessern konnte. In einer achtköpfigen Gruppe ging sie den ersten Kilometer in 3:25 min sehr schnell an. Im Gegensatz zu der führenden Kayßer bekam sie im Gedrängel schon mal unsanft einen Ellenbogen ab, so dass Gründel sich auf dem zweiten Kilometer etwas zurückfallen ließ und deutlich langsamer (3:42 min) wurde. Auf den letzten 1000 Metern musste die Läuferin vor Gründel abreißen lassen, wodurch eine Lücke entstand, die die SCI-Athletin nicht mehr zulaufen konnte. Auf sich allein gestellt rannte sie den letzten Kilometer dennoch etwas schneller (3:40min) und durfte sich schließlich über Rang zehn im Feld der besten 23 deutschen U16-Läuferinnen freuen. Für Nina Gründel war dies ein starkes Ergebnis bei einer starken Verbesserung.

Trainer Andre Beltz strahlte nach dem Wettkampf mit seinen beiden Läuferinnen um die Wette. „Paulina, natürlich als deutsche Meisterin ganz besonders, aber auch Nina können stolz auf ihre Leistungen in Köln sein“, so Beltz. Sie hätten sich über die Saison durch kontinuierliches Training immer weiter verbessert und seien zum Höhepunkt der Saison super drauf gewesen. „Sie haben die mentale Belastung gut weggesteckt und sich von ihrem Weg nicht abbringen lassen. Das war Spitze.“

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