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Aus der Eifel in den Kreis Steinburg : Ohne Tennis geht bei „Manni“ Schütt nichts

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Zum 60. Geburtstag großes Einladungsturnier am Sonnabend, 30. August, auf Gelände des Itzehoer TV

„Besondere Anlässe erfordern besondere Aktivitäten“, sagte sich Tennis-Ikone Manfred Schütt. Zu seinem 60. Geburtstag organisiert der ehemalige Spitzenspieler und Trainer deshalb am Sonnabend, den 30. August, ein Doppelturnier mit ehemaligen und aktuellen Weggefährten auf der Platzanlage des Itzehoer Tennisvereins. „Es wird interessante Matches geben. Zuschauer und alle, die mit mir feiern wollen, sind herzlich willkommen. Es lohnt sich“, wirbt Schütt.

Die Wiege des über die Grenzen Schleswig-Holsteins bekannten Tennislehrers stand in der Eifel. In Monschau geboren folgte Schütt jedoch seiner damaligen Freundin zum Studium nach Hamburg. Erst dort begann er als 23-Jähriger mit dem Tennis. „Als Späteinsteiger habe ich mich aber sehr gut weiter entwickelt“, lacht Schütt. Dies hatte auch damit zu tun, dass er mit seinen Studienfächern Sport und Latein kein Lehramt gefunden hatte und deshalb die Ausbildung zum Tennislehrer absolviert hatte. „Ich habe dann 1978 in Kremperheide die Tennishalle übernommen. Das war zunächst rein kommerziell.“ Aber weil er leistungsorienriert habe trainieren wollen, sei er auch Vereinstrainer beim TSV Kremperheide und Itzehoer Hockey Club geworden. Sein Zahnarzt Holger Pook holte Schütt 1980 zum Itzehoer Tennisverein, bei dem er dann 11 Jahre arbeitete. 1991 tauschte der ITV jedoch seinen Tennislehrer gegen den Kellinghusener Thorsten Kolbe aus. Schütt löste im Gegenzug Kolbe beim TCK ab und feierte dort nicht nur als Trainer sondern auch als Spieler seine Triumphe. Mehrere Jahre als Nr. 1 im Jungsenioren-Regionalliga-Team des TCK sammelte Schütt eine Reihe von Landesmeistertiteln und wurde auch Norddeutscher Meister in verschiedenen Altersklassen. Bei den Herren 40 war Schütt seinerzeit sogar die Nr. 5 in Deutschland.

Regionalligaspieler ist der 60-Jährige immer noch, mittlerweile aber bei Fortuna Glückstadt. Seit drei Jahren spielt er dort in der Herren 55, die in dieser Zeit von der Verbands- in die Regionalliga durchmarschiert ist und gibt bei der Fortuna auch Trainerstunden. In Kellinghusen hatte Schütt nach mehreren Bandscheibenvorfällen nach zwölf Jahren aufgehört, um sich eine Pause zu gönnen. Seit 2004 trainiert er aber wieder beim Itzehoer Tennisverein. Dort hat er großen Anteil daran, dass es mit der Jugendarbeit kräftig voran geht. Nebenbei spielt er wie erwähnt für die Fortuna, wobei ihn eine Armverletzung aber derzeit zu einer Pause zwingt. „Ich habe immer noch unheimlich Spaß am Tennis. Schade dass ich zur Zeit etwas kürzer treten muss.“ Aber seine Triebfeder sei ohnehin die Arbeit mit den Jugendlichen und denjenigen, die im Tennis weiterkommen wollen. In dieser Hinsicht hat er nicht nur beim ITV ganze Arbeit geleistet, denn der „A-plus“-Trainerlizenzinhaber leitet auch den Bezirksstützpunkt West und ist Kreistrainer in Dithmarschen und Steinburg. „In Itzehoe allein haben wir über 100 Jugendliche im Training, darunter auch Talente wie Marie Weißheim, Tessa Brockmann und Leon Grassnickel, die alle drei zu den Besten im Verband gehören“, berichtet Schütt.

Ans Aufhören denke er mit 60 noch nicht. „Dafür fühle ich mich noch zu gut.“ Gleichwohl weiß Schütt auch, dass irgendwann einmal Jüngere ran müssen. „Ich werde langsam kürzer treten, aber versuchen neue Trainer zu fördern.“

Irgendwie stand Tennis mehr als 35 Jahre in Schütts Lebensmittelpunkt. Kein Wunder also, dass er seine Geburtstagsfeier mit dem geliebten Sport verbindet. „Ich wollte alle, die mich begleitet haben in ein Einladungsturnier einbinden. Es werden alte Bekannte, darunter auch einige starke Spieler, auf dem Court zu sehen sein“, sagt Schütt. Man solle sich überraschen lassen. Mindestens 16 Doppel werden ab 11 Uhr in vier verschiedenen Gruppen auf vier Plätzen ein Tie-Break-Turnier mit drei Gewinn-Tie-Breaks spielen. Auf dem Center-Court vor dem ITV-Clubheim wird es zusätzlich von 13 bis 16 Uhr eine Präsentation von guten Nachwuchsspielern und ein Spiel „Jung“ gegen „Alt“ geben. Das Endspiel des Doppelturniers steht um ca. 17 Uhr auf dem Progamm. Highlight soll schließlich gegen 18 Uhr ein Spitzenmatch werden, in dem sich eventuell Schütts Sohn Leon und Flemming Peters gegenüberstehen. Falls Leon Schütt wegen seiner Profi-Verpflichtungen nicht kann, könnten Moritz Wölck oder Joshua Schramm einspringen. „Auf jeden Fall werden wir Tennis vom Feinsten zu sehen bekommen“, verspricht Schütt, der seinem Verein dankbar ist, dass er die Platzanlage am Sonnabend nutzen darf. „Für alle Freunde sind übrigens Getränke und eine Bratwurst frei.“

Für den Itzehoer Tennisverein ist dieser besondere Termin natürlich auch Werbung. Vorsitzender Heinrich Gaußling freut sich jedenfalls genauso wie der Jubilar selbst auf die Veranstaltung: „Das passt gut in unser Programm und schließlich profitieren wir ja auch von Mannis Fähigkeiten. Ich wünsche ihm jedenfalls alles Gute zum Geburtstag und ein tolles Fest hier.“

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erstellt am 20.Aug.2014 | 05:00 Uhr

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