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Handball : Ohne Angst gegen die Favoriten

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Höhepunkt der Saison: Die Frauen der HSG Kremperheide/Münsterdorf spielen beim Pokal-Final-Four des HVSH in Altenholz.

von
erstellt am 06.Mär.2015 | 05:32 Uhr

Zu ihrem absoluten Saison-Höhepunkt machen sich an diesem Wochenende die Handballerinnen der HSG Kremperheide/Münsterdorf auf den Weg. Diesmal geht es aber nicht um Landesliga-Punkte, sondern um das Pokal-Final-Four des Schleswig-Holsteinischen Handball-Verbandes (HVSH) in der Edgar-Meschkat-Halle in Altenholz. Zunächst treffen die Schützlinge von HSG-Trainer Jens Molkow dort im Halbfinale am Sonnabend (Anpfiff: 16 Uhr) auf den SH-Liga-Zweiten HSG Reinfeld/Hamberge.

Das Molkow-Team kämpfte sich mit zum Teil sehr beeindruckenden Leistungen in dieses Endturnier. Vor allem das überragende 29:26 gegen den zwei Spielklassen höher agierenden THW Kiel in eigener Halle hat bei den Steinburgerinnen eine regelrechte Pokal-Euphorie ausgelöst. „Die Mannschaft hat es sich wirklich verdient“, sagt der zum Saisonende ausscheidende HSG-Coach. „Wir wollen das Ganze in erster Linie genießen, denn so schnell wird sich so ein solches Erlebnis in nächster Zeit wohl nicht wiederholen lassen. Natürlich träumt man immer auch ein bisschen vom Weiterkommen, aber da müsste schon wirklich sehr viel zusammenpassen.“

Andererseits: Wer schon mal so weit gekommen ist, hat nichts zu verlieren und will deshalb auch alles versuchen. Jeder kennt die Aussage von den eigenen Gesetzen des Pokals. Molkow hat sich den Gegner vorher bereits angesehen: „Selbstverständlich ist Reinfeld klarer Favorit. Die Mannschaft ist uns körperlich klar überlegen, verfügt über schnelle Außen und ein sehr variables Abwehrspiel. Aber wir sind gut vorbereitet und haben keine Angst.“

Dazu gibt es auch keinen Grund. Denn nach einer sehr durchwachsenen Hinrunde hat das junge Steinburger Team aus den letzten sieben Spielen 11:3 Punkte geholt und sich so vorzeitig den Klassenverbleib gesichert – klares Indiz einer spielerischen Weiterentwicklung. „Zu der vorhandenen Schnelligkeit hat sich die Mannschaft mittlerweile auch eine gute taktische Disziplin erarbeitet“, lobt Molkow. „Auch im Abschluss sind wir mittlerweile ruhiger und überlegter geworden.“ Die Korsettstangen im Angriff sind zwar Jule Eggers, Lina Hinze und Jasmin Mogge. Aber Molkow weiß, dass sein Team nur mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung gegen Reinfeld konkurrenzfähig ist. Personell kann der KreMü-Coach bis auf die familär verhinderte Katrin Henke aus dem Vollen schöpfen. Aus der A-Jugend sind außerdem noch Lina und Laura Sandkamp mit von der Partie sowie Torhüterin Svenja Mevert. Über mangelnde Unterstützung wird sich das Team auch nicht beklagen müssen: Zwei Fan-Busse mit fast 100 Anhängern werden sich auf den Weg gen Altenholz machen. „Die sorgen ganz sicher ordentlich für Stimmung“, freut sich Molkow.

Im zweiten Halbfinale stehen sich nach der Partie der Steinburgerinnen ab 18 Uhr Landesligist MTV Heide sowie der Drittligist und Titelverteidiger SV Henstedt-Ulzburg. Da war doch was mit HU? Sollten die KreMü-Frauen tatsächlich den Einzug in das Endspiel schaffen, könnte voraussichtlich die alte Mannschaft von Jens Molkow der Gegner sein. „Das wäre der absolute Wahnsinn“, sagt Molkow. „Aber damit beschäftigen wir uns natürlich im Vorwege überhaupt nicht.“ Die Finalpartien (ab 14 Uhr Spiel um Platz drei; ab 16 Uhr Endspiel) folgen am Sonntag.

Neben spannendem Handball erwartet die Besucher ein Tippspiel als Mitmach-Aktion: Zu jeder Partie können die Gewinner attraktive Preise wie Bundesliga-Tickets für Spiele des THW Kiel, SG Flensburg-Handewitt und des HSV Handball oder eine Kurzreise mit der Stena Line nach Göteborg gewinnen. Einlass ist am Sonnabend um 15 Uhr und am Sonntag ab 13 Uhr. Die Karten an der Tageskasse kosten acht Euro (Erwachsene) und vier Euro (Jugendliche bis 16 Jahre).

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