Handball : Noch eine Rechnung offen

20 Punkte im Visier: Kapitän Lutz Wamser (r.) will mit seinen Herzhorner Teamkollegen die Erfolgsbilanz auch im Rückspiel gegen St. Pauli weiter ausbauen.
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20 Punkte im Visier: Kapitän Lutz Wamser (r.) will mit seinen Herzhorner Teamkollegen die Erfolgsbilanz auch im Rückspiel gegen St. Pauli weiter ausbauen.

Die Oberliga-Handballer des MTV wollen gegen St. Pauli ihre Erfolgsserie ausbauen und Revanche für das Hinspiel nehmen.

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02. Februar 2018, 05:20 Uhr

Die befürchtete Pausendelle blieb aus: Auch im neuen Jahr setzten die Herzhorner Oberliga-Handballer (4./18:12) ihre Siegesserie mit den souveränen Erfolgen gegen Mönkeberg (29:18) und in Ellerbek (28:20) fort. Auch im Rückspiel gegen den FC St. Pauli (10./13:15) wollen die Schützlinge von Trainer Manfred Kuhnke am Sonnabend (Anpfiff: 17.30 Uhr) in eigener Halle daran anknüpfen, den fünften Erfolg in Serie landen und damit die 20-Punkte-Marke erreichen.

Bei St. Pauli ist Mittelmann Rasmus Gersch der Denker und Lenker im Spiel. Gegen ihn und seine Teamkollegen haben die Herzhorner noch eine Rechnung offen, denn im Hinspiel boten sie nach einer 10:9-Pausenführung in der zweiten Hälfte eine „unterirdische Leistung“ (so MTV-Kapitän Lutz Wamser) und verloren die Partie noch deutlich mit 14:22.

Beim MTV Herzhorn zeigte damals nur Torhüter Mehmet Atamann Normalform, alle übrigen Herzhorner blieben weiter ihren Möglichkeiten. Lediglich vier Tore nach der Pause, fünf verworfene Siebenmeter, zehn vergebene Hochkaräter und zudem noch 20 technische Fehler waren die Bausteine für eine wahre Horrorbilanz gegen ein eigentlich schlagbares Team. Da reicht es auch nicht, auf das „Backeverbot“ in Paulis Sporthalle an der Budapester Straße zu verweisen.

Diesen Eindruck wollen die Herzhorner nun unbedingt korrigieren. „Wir müssen wieder über die kompakte Abwehr kommen und das Niveau im Angriff aus den vergangenen Wochen halten“, sagt MTV-Coach Manfred Kuhnke. Die Abläufe im gebundenen Angriff funktionieren nun. „Jetzt greift alles besser ineinander“, sagt Kuhnke. Auf die leichte Schulter nehmen dürfe man den Gegner natürlich nicht. Schließlich stelle der FC ein kompaktes Team, das eine sehr starke erste Welle spielen könne. Ein kräftemäßiger Vorteil könnte es für den MTV allerdings sein, dass St. Pauli gestern Abend noch ein Nachholspiel in eigener Halle gegen Aufsteiger Mönkeberg/Schönkirchen zu absolvieren hatte (bei Redaktionsschluss noch nicht beendet). Ohnehin hat das Kiezteam die überwiegende Zahl der eigenen Punkte dort geholt. In fremder Halle hat der FC nur beim 24:24 in Mönkeberg nicht verloren.

Ein weiterer Sieg würde die Blaugelben in eine hervorragende Ausgangssituation bringen. Dafür gilt es, gegen das Team vom „Kiez“ 60 Minuten konzentriert zu Werke zu gehen und in keiner Minute nachzulassen. Gelingt dies auch gegen die unangenehm zu spielenden Paulianer, steht der MTV nach 16 Saisonspielen bei 20 Punkten. Dann könnten die Herzhorner das Saisonziel „Klassenverbleib“ als erreicht betrachten und sich beruhigt neuen Zielen zuwenden.

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