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Großes Reitturnier in Nutteln : Nina Weck gewinnt M*-Springen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Schnellste Zeit für Hademarschenerin auf Chijioke im Stechen

von
erstellt am 16.Aug.2017 | 05:00 Uhr

Zwei Tage lang drehte sich in Nutteln alles um den Turniersport. Ausgeschrieben hatte der örtliche Reit- und Fahrverein (RuFV) 36 Prüfungen in Springen und Dressur. Hauptattraktion der tadellos organisierten und reibungslos durchgeführten Veranstaltung war das M*-Springen mit Stechen. Das gewannen Nina Weck und Chijioke nach spannendem Stechen, für das sich fünf Paare qualifiziert hatten. Als erstes Paar mussten Lena Hahn und Caspari in den Parcours, der für das Stechen von 500 auf 305 Meter verkürzt worden war. Zwar blieb das Breitenburger Duo über den sechs Hindernissen mit sieben Sprüngen wiederum fehlerfrei, doch würde die Zeit von genau 43 Sekunden auch für den Sieg reichen? Die Antwort gaben postwendend Nina Weck und Chijioke: Das Paar aus Hanerau-Hademarschen stürmte den Parcours mit 38,66 Sekunden und leistete sich dabei nicht den geringsten Wackler. Das setzte Corinna Petersen auf Corason und Bernd Luth auf Luthaos offenbar so sehr unter Druck, dass sie ihre Ritte mit jeweils einem Abwurf beendeten.

Als letzte Finalteilnehmerin hatte Meike Dehmelt die Möglichkeit, dem Klassement an der Spitze ein neues Aussehen zu geben. Zwar blieb die Nuttelnerin auf Zalina fehlerfei, doch 43,53 Sekunden reichten nicht, um den Parcours als Siegerin zu verlassen. Als Dritte positionierte sich die Lokalmatadorin dennoch tadellos.

Nach der Siegerehrung zeigte sich Nina Weck, die bereits zuvor bei einer Springprüfung der Klasse L erfolgreich war und dabei den ebenfalls fehlerfreien Kevin Much auf Rang zwei verwies, gut aufgelegt. „Ich habe ein unheimlich gutes und zuverlässiges Pferd“, lobte sie ihren Holsteiner Hengst. Erst vor Wochenfrist habe sie auf Chijioke ein M-Springen bei einem ländlichen Turnier in Sollerup gewonnen. Angesprochen auf ihren schnellen Ritt sagte die Amazone: „Ich weiß auch nicht, wo ich im Gegensatz zur Konkurrenz Zeit gut gemacht habe.“ Klarer kam über ihre Lippen, dass Nutteln für sie ein gutes Pflaster ist. „Vor 15 Jahren bin ich hier Pony-Kreismeisterin im Springen geworden.“
Anerkennende Worte für Nina Weck hatte Meike Dehmelt: „Ich hätte sie nicht schlagen können. Nina ist immer sehr schnell und kann vorwärts reiten. Ich dagegen muss Zalina vor jedem Sprung immer wieder aufnehmen.“ Das koste Zeit.

Tradition haben bei den Turnieren in Nutteln von je her die Mannschaftswettbewerbe. Bei den kombinierten Wettkämpfen für Reitabteilungen setzten sich in diesem Jahr der Reit- und Fahrverein Hanerau-Hademarschen (Pferde) und das Gestüt Tannenhof im RV Kollmar (Ponys) durch. Spannend ging es auch beim Mannschaftsspringen zu, das von den Dithmarscher Deerns, eine Startgemeinschaft aus Ostrohe und Weddingstedt, ganz souverän gewonnen wurde. Nach Ende des Springens bildeten Charlott Domke, Kirsten Struve, Leonie Salto und Lale-Ann Sassowski das einzige Team, das ohne Fehler aus der Prüfung hervor gegangen war.

Gute Leistungen zeigten auch die Dressurreiter. Die wertigste Prüfung, eine der Kategorie L/Trense, gewann Rie Munch Pedersen auf Imperial. Innerhalb der Prüfung war die Pinnebergerin für sich selbst die stärkste Konkurrenz, denn auch Rang zwei fiel an sie. Den zweiten Platz erritt sie sich auf Lakota.

Mit dem Turnierverlauf, der von rund 60 Helfern gestützt wurde, war RuFV-Vorsitzende Ulrike Johannsen zufrieden. Insbesondere der zweite Tag habe wegen des sonnigern Wetters Spaß gemacht. Zwar hätte der erste Turniertag wegen des starken Regens Reiter vom Start abgehalten, doch beeindruckend sei gewesen, dass trotz der Nässe die Stimmung an allen Stellen gut war: „Der Regen wirkte sich nicht auf die Gemütszustände aus.“

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