zur Navigation springen

Cross-Landesmeisterschaft : Nina Eim Schnellste aller Frauen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Sieben Landestitel und sechs Vizemeisterschaften für Steinburger Crossläufer

Eine Fülle guter bis hervorragender Leistungen lieferten Steinburger Crossläufer bei den Landesmeisterschaften in Büdelsdorf ab. Auf schwer zu laufender Runde mit stetem Auf und Ab landeten Viktor Kirsch, Nina Gründel, Mia Böthern, Philipp Gehring und Nina Eim in den Individualwertungen auf Platz eins. Darüber hinaus erliefen sich Ute Krause, Stefanie Wasmundt, Peter Gulde und Yannick von Soosten Vizemeistertitel. Dritte Plätze sicherten sich Bodo Praefke, Fynn Sänger und Sabine Eim.

Unter den vielen Steinburger Topresultaten ragen die Ergebnisse von Viktor Kirsch, Nina Eim und Yannick von Soosten besonders hervor. Während der Sieg von Viktor Kirsch als Schnellster aller Senioren-Mittelstreckler noch am ehesten prognostiziert werden konnte, überraschten Nina Eim und Yannick von Soosten als Beste aller weiblichen Teilnehmerinnen beziehungsweise zweitbester Langstreckler gleichermaßen.

Mit seinem Ausflug in den älteren Jahrgang vergab Yannick von Soosten zwar die Möglichkeit, sich den Titel bei den jugendlichen U20-Läufern zu sichern, doch aus sportlicher Sicht wählte er die schwierigere Konkurrenz. Und die bestand in erster Linie aus Pascal Dethlefs und Stig Rehberg.

Während sich Pascal Dethlefs im Laufe des Rennens peu à peu vom Läuferfeld entfernte und zum Schluss nach fünf Runden mit 26 Sekunden Vorsprung siegte, wechselten sich Yannick von Soosten und Stig Rehberg im Zuge des Wettkampfes in der Tempoarbeit ab. Dabei zeigte sich, dass der Itzehoer Vorteile an den Bergauf-Passagen hatte, während sein Konkurrent aus Kronshagen immer dann Boden gut machen konnte, wenn es abschüssig wurde. In der vierten Runde war die Kraft von Stig Rehberg dann aber soweit erschöpft, dass sich Yannick von Soosten fast mühelos lösen konnte und letztlich Zweiter wurde. 32 Sekunden trennten ihn von seinem Gegner.

Unter den Zuschauern hatte da schon längst die Runde gemacht, dass Stig Rehberg aufgrund seines aufwendigen Studiums weniger als früher trainiert, doch das relativierte der Dritte später im Ziel so: „Auch wenn ich mehr trainiert hätte, wäre es für mich schwer gewesen, Yannick zu schlagen.“ Gratulationen für die exzellente Leistung gab es anschließend für Yannick von Soosten von vielen Seiten. Die nachhaltigste dürfte von Andreas Fuchs, langjähriger Trainer des mehrfachen Deutschen Meisters Steffen Uliczka aus Kronshagen, gekommen sein: „Das hast du stark gemacht, die Entscheidung, bei den Männern mitzulaufen, war richtig.“ Warum er sich auf das schwierige Terrain begeben habe, beantwortete Yannick von Soosten so: „Ich suchte die Konkurrenz, weil ich mich fordern wollte. Und das hat auch etwas mit Ehrgeiz zu tun.“

Ganz couragiert ging auch Nina Eim ihr Rennen an, in dem ihr die stärker eingeschätzten Läuferinnen Natalie Jachmann (2./Flensburg) und Kim Deschka (3./Kronshagen) bis in die zweite Runde folgen konnten. 400 Meter vor Schluss drehte Nina Eim dann aber vollends auf und siegte klar vor der Konkurrenz. Im Ziel sagte sie: „Bergauf war es zwar schwer, aber ich bin im Gelände insgesamt gut zurecht gekommen.“ Ihr Ziel sei gewesen, vorne mitzulaufen, doch den Titel, den hätte sie sich nicht zum Ziel gesetzt. Wohl auch ein Grund dafür, dass Nina Eim für den Einstieg in das Rennen einen eher verhaltenen Beginn wählte.

Ein Verhalten, das Viktor Kirsch aufgrund seiner Veranlagung eher fremd ist. Deshalb düste er auch gleich los wie die Feuerwehr – doch mit Bedacht: Nachdem sein Lauf ein paar hundert Meter alt war, gab er die Führung an Lars Möller ab und schaffte es dennoch, sich von dem späteren Zweiten Dirk Henningsen so zu lösen, dass sein Gesamtsieg letztlich ungefährdet war. Die ersten Worte von Viktor Kirsch im Ziel: „Das war hart, und die Entscheidung, die Führung schon bald abzugeben, war richtig.“ So habe er sich die Möglichkeit gelassen, zum Schluss noch zuzulegen.

Das spannendste Rennen bis zum Schluss gestalteten die U18-Läufer, die in Philipp Gehring (SCI) ihren Sieger fanden – knapp vor Tade Kohn (Hattstedt) und Fynn Sänger (SCI). Im Ziel trennten die Protagonisten gerade mal eine beziehungsweise zwei Sekunden. Erfreulich auch das Ergebnis in den Mannschaftswertungen: Zwei Titel und eine Vizemeisterschaft fielen an den SC Itzehoe, und eine Vizemeisterschaft sicherte sich der LC Oase Hingstheide punktgleich mit dem LBV Phönix Lübeck.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 15.Dez.2015 | 18:38 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen