Faustball-DM : Niederlage im Spiel um Bronze

Ball gerettet: VfL-Spielerin Katrin Wauer macht sich bei der Feldabwehr ganz lang.
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Ball gerettet: VfL-Spielerin Katrin Wauer macht sich bei der Feldabwehr ganz lang.

Trotzdem können die Frauen des VfL Kellinghusen mit Rang vier bei der DM-Endrunde zufrieden sein.

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21. August 2018, 17:56 Uhr

Die Faustball-Frauen des VfL Kellinghusen können mit ihrem Auftritt bei der DM-Endrunde im niedersächsischen Ahlhorn zufrieden sein. Am Ende erreichten die Steinburgerinnen, die sich mit Rang zwei in der Bundesliga Nord für diese Endrunde qualifiziert hatten, Platz vier. Damit erfüllten sie ihre eigene Zielsetzung, bei der zweiten DM-Teilnahme mindestens ins Halbfinale zu kommen. Den Titel gewann bei den Frauen Kellinghusens Halbfinal-Gegner TSV Dennach mit 3:1 (11:9, 6:11, 11:6, 11:8) gegen Gastgeber Ahlhorn.


Spiel um Platz drei



TV Jahn Schneverdingen – VfL Kellinghusen 3:0 (15:14, 11:7, 11:5). Im Spiel um Bronze behielt der Nord-Dritte Schneverdingen gegen den Nord-Zweiten VfL letztlich klar die Oberhand. Auf den nassen Rasen hatte Kellinghusen anfänglich noch Probleme, glich einen Drei-Punkte-Rückstand aber wieder zum 9:9 aus. Auch den folgenden Satzball Schneverdingens und einige weitere parierte der VfL. Die Schlüsselszene dann beim Stand von 13:13. VfL-Angreiferin Jacqueline Böhmker jubelte nach ihrem Rückschlag, doch der Ball war wohl leicht in der Leine. So bekommt Schneverdingen noch einmal zwei Satzbälle und nutzt die letzte Möglichkeit durch ein Ass von Weltmeisterin Aniko Müller.

Ähnliches Bild in Satz zwei: Nach dem 2:5 geht Kellinghusen über 6:6 erstmals in Führung. Doch Schneverdingen zog souverän wieder davon und holte sich auch Durchgang zwei – diesmal deutlicher mit 11:7. Im dritten Satz hielt Vorjahressieger TV Jahn mindestens vier Punkte Vorsprung und machte mit dem 11:5 den Deckel drauf. Kellinghusen kann aber trotz der am Ende deutlichen Niederlage mit dem Einzug in das Halbfinale zufrieden sein.


VfL Kellinghusen: Anika Bruhn, Jacqueline Böhmker, Nadja Zühlke, Lisa Maas, Vemke Voß, Levke Voß, Katrin Wauer.



Halbfinale



TSV Dennach – VfL Kellinghusen 3:0 (11:5, 11:6, 11:8). Die nervös startenden VfL-Damen kamen gegen den furios aufspielenden späteren deutschen Meister erst nach dem 0:6 zum ersten Punkt. Mehr als Ergebniskosmetik gelang dem VfL im ersten Satz nicht mehr – ein Übertritt beim Service von Jacqueline Böhmker verschaffte Dennach den ersten Satzgewinn zum 11:5. Im zweiten Durchgang spielte Kellinghusen zumindest mit. Allerdings nur bis zur Satzmitte, dann zog Dennach wieder davon zum 10:6. Ein erneuter Service-Fehler Kellinghusens sorgte für das 2:0 für den TSV – 11:6.

Kellinghusen versucht es nun nochmal mit personellen Änderungen. Vemke Voß und Nadine Zühlke kamen für Nadja Zühlke und Anika Bruhn. Doch mehr als ein lange ausgeglichener Satzverlauf ist den Schleswig-Holsteinerinnen nicht vergönnt. Als es in die entscheidende Phase des Durchgangs geht, zeigt Dennach seine Klasse. Der zweite Matchball bringt die Entscheidung für das Team aus dem Schwarzwald, weil eine Annahme Kellinghusens nach vorne ins Netz springt – 11:8 und 3:0 siegte der Favorit und zog so ins Finale ein.


VfL Kellinghusen: Anika Bruhn, Nadja Zühlke, Lisa Maas, Katrin Wauer, Jacqueline Böhmker, Nadine Zühlke, Vemke Voß.


Qualifikation



VfL Kellinghusen – TV Eibach 3:1 (8:11, 11:8, 15:13, 11:5). Die VfL-Frauen drehten ihr Qualifikationsspiel gegen den TV Eibach 03 zum am Ende deutlichen 3:1-Erfolg und schafften es so zum ersten Mal in ein DM-Halbfinale.

Zunächst begann die Partie für das Team aus Franken besser. Eibach nutzte die Nervosität der Kellinghusenerinnen konsequent zum 7:3 aus. Zwar fanden die Schleswig-Holsteinerinnen langsam in die Partie, doch den Verlust des Auftaktsatzes verhinderte der VfL nicht mehr.

Doch genau das war der nötige Weckruf für Kellinghusen. Plötzlich lief es besser für das Team des jungen Trainerduos Rouven Kadgien und Torbjörn Schneider: Bei 5:2 für Kellinghusen nahm Eibach eine erste Auszeit. Doch den Drei-Punkte-Rückstand konnte das Überraschungsteam der letzten Hallen-DM (Silber in Tannheim) nicht mehr egalisieren: Jacqueline Böhmker mit Kraft zum 10:7 und dann zum 11:8 machte den Ausgleich perfekt – erster Satzgewinn für den VfL bei einer DM.

Kellinghusen spielte nun deutlich besser als zu Beginn der Begegnung. Böhmker und ihre Teamkolleginnen rannten aber trotzdem erst einmal einem Rückstand hinterher: Das 4:6 glich Kellinghusen zum 7:7 aus. Jetzt ging es hin und her: Eibach mit dem ersten Satzball, Kellinghusen wehrte ab, holte selbst Satzbälle, vergab und musste wieder abwehren. Den wichtigen Punkt zum 14:13 erzielt Jacquelien Böhmker. Auch den nächsten Zähler machte der VfL, weil Eibachs Svenja Schröder eine Annahme ins Netz platziert – 15:13.

Eibach war angezählt: Fehler des TV und erfolgreiche Aktionen des VfL brachten den Nord-Zweiten zum 4:1 in Front. Die Norddeutschen spielen nun ruhig und gelassen über 6:2 und 9:4 dem Einzug ins Halbfinale entgegen. Bei Eibach konnte Nationalspielerin Schröder nicht an ihre vor wenigen Wochen bei der WM in Linz gezeigte Leistung anknüpfen. Schröder servierte noch einmal ins Aus – dann verwandelte Routinier Anika Bruhn gleich den ersten Matchball zum 11:5.


VfL Kellinghusen: Anika Bruhn, Nadja Zühlke, Vemke Voß, Katrin Wauer, Jacqueline Böhmker, Lisa Maas.




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