zur Navigation springen

Reitsport : Nele Landwehr gewinnt A-Dressur in Lohbarbek

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Beim Reitturnier auf dem Pferdehof Losse kommen Dressur- und Springreiter auf ihre Kosten.

Es regnete am ersten Tag des zweitägigen Reitturniers auf dem Pferdehof Losse wie aus Eimern. Dennoch kamen die Dressurreiter in großer Schar, um sich dem Richterkollegium zu stellen. Zwar wurden die Prüfungen innerhalb einer geräumigen Halle gerichtet, doch das Abreiten bei Nässe unter freiem Himmel war kein Vergnügen. Besser hatten es da schon die Springreiter, die anderntags perfektes Wetter vorfanden.

Zu den Begleitumständen ihres Turniers sagte Maren Losse: „Der Sonnabend war wie das ganze Jahr: Nass. Aber trotzdem waren alle guter Dinge.“ Das lag mit Sicherheit auch daran, dass die Aktiven die geplanten Prüfungen zügig nacheinander reiten konnten und damit unnötigen Wartezeiten vermieden. Bei dem Wetter genau das Richtige: Rechtzeitig angereist – und dann auch schon bald wieder weg. Und dann waren da auch noch viele motivierte und gut vorbereitete Helfer, die es den Reitern leicht machten, sich auf dem Pferdehof Losse wohl zu fühlen. Selbst an die Trecker, mit denen Fahrzeuge mit Pferdeanhänger vom aufgeweichten Parkplatzboden heruntergezogen werden sollten, standen bereit.

An der Dressurreiterprüfung der Klasse A beteiligten sich elf Paare, darunter auch die 14-jährige Nele Landwehr vom Reit- und Fahrverein an der Bramau auf dem elfjährigen Wallach Goleo. Am Ende belohnten die Richter die harmonische Präsentation der beiden Akteure mit der Wertnote 7,20. Das bedeutete den Sieg vor Teresa Wolfsteller auf Amrum (7,00).

Mit ihrer Vorstellung war Nele Landwehr dann auch zufrieden. Dennoch sah sie ein kleines Manko bei sich: „Der Übergang vom Galopp in den Trab war nicht so gut. Den hatte ich nicht so gut vorbereitet.“ Mit ihrem Deutschen Reitpony war die Siegerin dagegen rundum zufrieden. „Goleo hat es sehr schön gemacht.“ Das sah auch Werner Schneider so, der Nele Landwehr im Übrigen wegen des gekonnten Umganges mit dem Vierbeiner lobte: „Du hast ihn gut im Griff gehabt“, befand der Wertungsrichter.

Ganz überraschend kam die vordere Platzierung für die die Reiterin, die schon seit acht Jahren Reitunterricht erhält und mehrmals pro Woche im Sattel sitzt, nicht: „Ich hatte schon mit einer Platzierung unter den Ersten gerechnet, aber der Sieg ist natürlich abhängig von Tagesform. Goleo und ich hatten heute eine gute Form.“

Um für die Springprüfung der Klasse A** zugelassen zu werden, mussten sich die Reiter erst mal innerhalb eines Stilspringens (Kl. A*) beweisen. Dabei stand das schöne Reiten im Vordergrund. Wer darin perfekt war, durfte anschließend am Fehler-/Zeitspringen teilnehmen. Beste im Stilspringen war Luisa Marie Losse. Sie belegte mit Abstand die Plätze eins und zwei. Dritte wurde Henriette Hawerlant, die sich dafür im Fehler-/Zeitspringen schadlos hielt und Luisa Marie Losse ihrerseits auf die beiden nächsten Plätze verwies. Dahinter platzierten sich Reikja Ladewig und Helena Sophie Lewin mit ebenfalls fehlerfreien Ritten als Vierte beziehungsweise Fünfte.

Die Form der Turniergestaltung mit einer Qualifikation für die Springprüfung der Klasse A** hat sich nach Worten von Maren Losse bewährt. „Wir haben dort ein spannendes Springen gesehen, bei dem die Reiter nicht nur schnell, sondern stilistisch auch gut geritten sind.“

Erstmals Teil des Veranstaltungsprogramms war ein Führzügelwettbewerb. Damit sind die Veranstalter Maren und Heiner Losse ihrem Anspruch nachgekommen, den Nachwuchs bis ins tiefe Alter zu fördern. Erforderlich sind solche Startmöglichkeit schon, denn Führzügelwettbewerbe werden sonst bei Hallenturnieren kaum angeboten.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen