Basketball : Negativserie der Eagles reißt nicht ab

Eagles-Neuzugang Renaldo Dixon setzt sich unter dem Korb gegen die Wedeler Chistoph Roquette und Denzell Erves durch.
Eagles-Neuzugang Renaldo Dixon setzt sich unter dem Korb gegen die Wedeler Chistoph Roquette und Denzell Erves durch.

Die Korbjäger des Sportclub Itzehoe verlieren in der 2. Bundesliga ProB auch das Landesderby gegen den SC Rist Wedel mit 77:84.

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12. Januar 2015, 05:00 Uhr

Die Wende blieb aus. Die Sport-Club Itzehoe Eagles haben das Landesderby gegen den SC Rist Wedel in der 2. Basketball-Bundesliga ProB verloren. Am Ende stand es 77:84 (22:22, 23:20, 21:30, 11:12).

Zweimal hatte Neuzugang Renaldo Dixon mit den Eagles trainiert, dann stand er – auch wegen der Daumenverletzung von Yannick Evans – gleich in der ersten Fünf. Und der Kanadier war mit Punkten und guten Defensivaktionen sofort zur Stelle, ebenso wie das gesamte Team, das Coach Paul Larysz zunächst erfolgreich mit einer Zonenverteidigung operieren ließ. Bis auf 16:9 wuchs die Führung, aber auch die Gäste spielten stark, nutzten jeden Eagles-Fehler und glichen bis zum Viertelende aus.

Mit Vorteilen für die Gastgeber ging es im zweiten Viertel weiter. Er sei zufrieden mit der Entwicklung der Mannschaft, sagte Larysz, denn sie sei mit mehr Leidenschaft und Einsatz am Werk gewesen. Deutliches Zeichen: Die Rebound-Statistik ging eindeutig an die Gastgeber, gestützt auf Lars Kröger, der insgesamt 13 Mal zupackte. Zudem zeigte Adrian Breitlauch, gerade erst vom Auslandssemester in Afrika zurück, bereits wieder gewohnte Stärken und machte Hoffnung auf mehr in den kommenden Wochen. Die dominierenden Figuren in der ersten Halbzeit waren Dixon mit 15 Punkten und Jonathon Williams mit sogar 19 Zählern sowie Lars Kröger mit acht Rebounds allein bis zum Wechsel. Die Führung hätte höher ausfallen können als 45:42.

Im dritten Viertel änderte sich das Bild zuerst nicht, die Eagles zeigten gelungene Aktionen, die Gäste hatten gute Antworten parat. Dann traf Rene Kindzeka einen Dreier für Wedel: 57:56, die erste Führung. Diese sollten die Eagles nicht mehr zurückerobern. Zwar glichen sie noch mehrfach aus, doch die Fehler häuften sich. 18 Ballverluste waren es am Ende, häufig nicht erzwungen und von den Gästen sofort zu wichtigen Punkten ausgenutzt. Zudem stimmte bei den Gastgebern die Quote nicht: „Wenn man die offenen Würfe nicht trifft, ist es schwierig zu gewinnen“, sagte Larysz. Besonders von der Dreierlinie gelang den Itzehoern nichts mehr, insgesamt trafen sie nur drei von 24 Distanzwürfen. Wedel machte es in dieser Hinsicht besser und konnte sich dazu auf die eigene Freiwurfquote verlassen: 23 von 26 Versuchen (88 Prozent) waren stark.

Bis auf 66:76 wuchs der Rückstand zu Beginn des letzten Viertels, doch die Eagles kämpften für die Wende. Gestützt auf Freiwürfe Breitlauchs und gute Aktionen vorne wie hinten von Jeff Wherry kamen sie heran bis auf 74:76 und die rund 600 Zuschauer gingen voll mit. Beim 77:80 hatte Nick Tienarend die Chance zum Ausgleich – aber der Dreier erlitt dasselbe Schicksal wie alle Dreierversuche der Gastgeber in der zweiten Hälfte.

Auf der anderen Seite traf Diante Watkins mit Glück zur Entscheidung. So laufe es, wenn ein Team gerade erst gewonnen habe und sich das andere in einer Negativserie befinde, kommentierte Larysz. Um das zu drehen, müsse eben doppelt hart gearbeitet werden. Die nächste Gelegenheit dazu gibt es dann wieder am kommenden Sonntag in Magdeburg.

Eagles: Jonathon Williams (27, 2 Dreier), Renaldo Dixon (19, 1 Dreier, 7 Rebounds), Lars Kröger (7, 13 Rebounds), Adrian Breitlauch (6), Nick Tienarend (6, 6 Assists), Kosta Karamatskos (4, 7 Assists), Jeff Wherry (2), Robert Daugs (2), Johannes Konradt (2), Clayfell Harris (2), Patrick Wischnewski.

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